Bezirksbeirat für Partizipation und Integration

Sehr geehrte Pankower:innen,

Pankow ist mit seinen derzeit circa 410.000 Einwohner:innen geprägt von einer großen kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Diese gesellschaftliche Vielfalt soll in Politik und Verwaltung noch stärker sichtbar werden. Damit die Interessen aller Pankower:innen mit Migrationsgeschichte im Bezirk berücksichtigt werden, gibt es den Bezirksbeirat für Partizipation und Integration Pankowehemals Integrationsbeirat.

Wahl des X. Bezirksbeirat für Partizipation und Integration

Kopie von Vorlage Postkarten - 1

Mitglieder für den Bezirksbeirat Partizipation und Integration Pankow gesucht – Bewerbungsfrist 4. Januar 2027

Wer die Perspektiven der Pankower:innen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in die Politik und Bezirksverwaltung einbringen möchte, kann sich für die X. Legislaturperiode von 2027 bis 2031 als Mitglied des Bezirksbeirats für Partizipation und Integration bewerben. Der Bezirksbeirat hat zwei Kernaufgaben: Er vertritt die Interessen der Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte im Bezirk Pankow und berät das Bezirksamt. Weitere Informationen

Öffentliche Stellungnahmen des IX. Beirates für Partizipation und Integration von Pankow

  • 07.09.2026 I Gemeinsame Stellungnahme mit dem Bezirksbeirat Steglitz-Zehlendorf zur geplanten Einstellung der Finanzierung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB)

    Die Bezirksbeiräte für Partizipation und Integration von Steglitz-Zehlendorf und Pankow zeigt sich besorgt über die Entscheidung der Bundesregierung, die Finanzierung der unabhängigen Asylverfahrensberatung (AVB) in 2027 nicht weiterzuführen. Aus Sicht des Beirats ist dieses Angebot ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden und fairen Asylsystems in Deutschland.

    Der Bedarf an einer behördenunabhängigen Beratung liegt auch in 2026 deutlich über dem bestehenden Angebot.

    Auch Anbieter der Beratungsleistungen betonen die Bedeutung des Angebots für Asylantragsstellende. Sie sehen täglich die positiven Effekte: Bessere Vorbereitung von Asylanträgen, vollständigere Unterlagen und strukturiertere Verfahren. Das führt zu schnelleren Entscheidungen, weniger Fehlern und entlastet Behörden sowie Gerichte. An dem Bedarf hat sich seit Beginn der durch das Bundesinnenministerium geförderten Beratungen im Herbst 2023 nichts geändert. In der Beratungsstelle der DRK Berlin Südwest gGmbH beispielsweise stieg die Zahl der Beratungen von 509 (2024) auf 599 (2025).

    Die behördenunabhängige Beratung schafft für die Ratsuchenden Orientierung, verhindert unnötige Verfahren und stärkt das Vertrauen in staatliche Entscheidungen. Aber ohne auskömmliche Finanzierung kann das Angebot nicht aufrechterhalten werden.

    Zudem werden besondere Schutzbedarfe durch einen vertraulichen und individuellen Rahmen früh erkannt und gemeldet – allein im Jahr 2024 in rund 4.200 Fällen (ca. 6 % der Beratungen). Gleichzeitig werden aussichtslose Anträge seltener gestellt, was zusätzliche Ressourcen spart.

    Die geplante Einstellung der Finanzierung führt bereits jetzt zu Verunsicherung bei Ratsuchenden. Konkrete Beispiele verdeutlichen die möglichen Folgen:

    • Sajid* hat einen Asylantrag gestellt und in wenigen Wochen seine Anhörung. Ohne Asylverfahrensberatung erhält er keine ausführliche Vorbereitung. In der Anhörung erwähnt er seine Homosexualität nicht, weil er nicht weiß, dass es sich dabei um einen Fluchtgrund handelt. Sein Asylantrag wird abgelehnt, obwohl er eigentlich Anspruch auf Schutz hätte.
    • Maryam*, eine alleinerziehende Mutter mit traumatischen Erfahrungen, erkennt ohne Beratung nicht, dass sie als besonders schutzbedürftig gilt. Da die AVB normalerweise den Schutzbedarf an das BAMF gemeldet hätte, bleibt ohne diese Beratung wichtige Unterstützung und schnelle Hilfe aus.
    • Hamid* hat aufgrund eines akuten Krankenhausaufenthalts seine Klagefrist verpasst. Er fragt sich, ob er noch rechtliche Möglichkeiten hat. Ohne Beratung verpasst er die Frist, in der ein rechtliches Vorgehen noch möglich gewesen wäre und möglicherweise zu einem sicheren Aufenthalt in Deutschland geführt hätte.

    Diese Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere Fälle und verdeutlichen: Ohne die behördenunabhängige Asylverfahrensberatung steigen Unsicherheit, Fehlentscheidungen und Belastungen für alle Beteiligten. Zudem verlangt die in § 12a Asylgesetz festgeschriebene gesetzliche Verpflichtung, dass der „Bund (fördert) eine behördenunabhängige, ergebnisoffene, unentgeltliche, individuelle und freiwillige Asylverfahrensberatung“ fördert, die Fortführung der Finanzierung durch die Bundesregierung.

    Der Beirat für Partizipation und Integration Steglitz-Zehlendorf empfiehlt daher, die Finanzierung der unabhängigen Asylverfahrensberatung zu sichern. Nur so können qualifizierte Fachkräfte gehalten, die Qualität der Beratung gesichert und stabile Strukturen aufgebaut werden. Dies stärkt nicht nur die Betroffenen, sondern macht das Asylsystem in Deutschland effizienter, gerechter und verlässlicher.

  • 19.06.2026 I Gemeinsame Stellungnahme mit der Bezirksbeauftragten für Partizipation und Integration zum Weltgeflüchtetentag 2026

    Am 20. Juni ist Weltgeflüchtetentag. Der Tag erinnert daran, dass weltweit weiterhin sehr viele Menschen durch Krieg, Gewalt und Verfolgung ihre Herkunftsorte verlassen müssen. Ende 2025 waren nach Angaben der UNO-Flüchtlingshilfe 117,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Auch wenn die Zahl erstmals seit zehn Jahren leicht gesunken ist, bleibt sie sehr hoch.

    Auch Pankow trägt Verantwortung. Im Bezirk leben derzeit mehr als 5.500 schutzbedürftige Menschen in 17 Geflüchtetenunterkünften. Hinzu kommen Menschen mit Fluchtbiografie, die in ASOG-Unterkünften untergebracht sind. Der Bezirk arbeitet gemeinsam mit Trägern, Ehrenamtlichen, Vereinen, Migrant:innenorganisationen und dem Land Berlin daran, Ankommen, Beratung und Teilhabe vor Ort zu ermöglichen.

    Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch sagt dazu:
    “Der Weltgeflüchtetentag richtet den Blick auf Menschen, die Schutz brauchen – und auf diejenigen, die Integration im Alltag möglich machen. In Pankow leisten Ehrenamtliche, Träger, Vereine und Migrant:innenorganisationen seit Jahren wichtige Arbeit. Sie beraten, begleiten, vermitteln und schaffen Begegnung. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich.”

    Integration braucht verlässliche Rahmenbedingungen
    Gleichzeitig bleiben die Aufgaben groß. Bezahlbarer Wohnraum, erreichbare Sprachkurse, verlässliche Beratung, Zugang zu Ausbildung und Arbeit sowie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sind entscheidend dafür, ob geflüchtete Menschen im Alltag ankommen können. Hier sind Bezirk, Land Berlin, Bund und Zivilgesellschaft gemeinsam gefordert.

    Dr. Cordelia Koch weiter:
    “Integration gelingt nicht allein durch guten Willen. Sie braucht ausreichende Finanzierung, klare Zuständigkeiten und Angebote, die die Menschen tatsächlich erreichen. Der Bezirk wird seine Arbeit fortsetzen und zugleich deutlich machen, wo Unterstützung durch Land und Bund notwendig ist.”

    Beirat und Integrationsbeauftragte stärken die Arbeit im Bezirk
    Eine wichtige Rolle spielt der bezirkliche Beirat für Partizipation und Integration. Er berät Politik und Verwaltung mit konkreten Vorschlägen und bringt die Perspektiven von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in bezirkliche Entscheidungsprozesse ein.

    Die Bezirksbeauftragte für Partizipation und Integration, Forouzan Forough, erklärt:
    “Sprache, eine sichere Unterbringung und berufliche Perspektiven entscheiden darüber, ob Menschen im Alltag ankommen. Viele Geflüchtete wollen schnell lernen, arbeiten und sich einbringen. Damit das gelingt, brauchen Angebote Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierung.”
    Das Bezirksamt Pankow setzt seine Arbeit für Aufnahme, Beratung und Teilhabe gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern im Bezirk fort. Ziel bleibt, geflüchteten Menschen Schutz zu geben und ein gutes Zusammenleben in den Nachbarschaften zu ermöglichen.

  • 18.08.2026 I Stellungnahme des Bezirksbeirats zur Absage von „VOLKSBAD x EOTO“

    Demokratische Teilhabe braucht sichere Räume – auch und gerade für Schwarze Berliner*innen.

    Der Beirat für Partizipation und Integration des Bezirks Pankow verurteilt die rassistische Hetze und die Drohungen, die zur Absage der Veranstaltung „VOLKSBAD x EOTO“ geführt haben.

    Die für den 14. August 2026 geplante Veranstaltung sollte Schwarzen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien für wenige Stunden einen geschützten Rahmen bieten. Aufgrund bundesweiter polemischer Berichterstattung, diskriminierender Kommentare und rassistischer Drohungen kamen die Volksbühne und Each One Teach One (EOTO) e. V. jedoch zu dem Ergebnis, dass die körperliche und psychische Sicherheit der jungen Teilnehmenden nicht mehr gewährleistet werden konnte.

    Dass eine Veranstaltung für Kinder und Jugendliche aus Angst vor rassistischen Angriffen abgesagt werden muss, ist für eine demokratische und vielfältige Stadt nicht hinnehmbar.

    Das Volksbad war im Rahmen seines Gesamtkonzepts auch anderen Vereinen und sozialen Initiativen zu reservierten Zeiten zur Verfügung gestellt worden. Dies führte zu keiner vergleichbaren öffentlichen Kampagne. Erst die geplante Nutzung durch eine Schwarze Selbstorganisation und für Schwarze Kinder und Jugendliche wurde als angebliche Diskriminierung skandalisiert.

    Diese unterschiedliche Reaktion muss benannt und kritisch hinterfragt werden. Es entsteht der Eindruck, dass Communityangebote grundsätzlich akzeptiert werden, solange Schwarze Menschen nicht ausdrücklich als Zielgruppe sichtbar werden und selbstbestimmt einen Raum für sich beanspruchen. Genau diese Ungleichbehandlung verweist auf die gesellschaftlichen Strukturen, die Schutz- und Empowermenträume notwendig machen.

    Zeitlich begrenzte Angebote für strukturell benachteiligte Gruppen sind keine verbotene Diskriminierung. Sie können vielmehr geeignete positive Maßnahmen sein, um bestehende Nachteile auszugleichen und tatsächliche Teilhabe zu ermöglichen. Auch die Berliner LADG-Ombudsstelle hat klargestellt, dass solche Maßnahmen mit dem Landesantidiskriminierungsgesetz vereinbar sind.

    Formale Gleichbehandlung allein stellt noch keine tatsächliche Chancengleichheit her. Wer alle Menschen gleichbehandelt, ohne ihre unterschiedlichen Ausgangsbedingungen und Diskriminierungserfahrungen zu berücksichtigen, kann bestehende Ungleichheiten weiter verfestigen.

    Die Notwendigkeit besonderer Schutzmaßnahmen wird durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Nach Erkenntnissen des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung erleben 63 Prozent der Schwarzen Frauen und 62 Prozent der Schwarzen Männer mindestens monatlich subtile Diskriminierung. Ein Viertel der Schwarzen Menschen in Deutschland wird mindestens monatlich offen diskriminiert – beispielsweise durch Beleidigungen, Belästigungen oder Bedrohungen.

    Der Afrozensus dokumentiert ebenfalls ein sehr hohes Ausmaß an Diskriminierung: 97,3 Prozent der Befragten berichteten, innerhalb von zwei Jahren Anti-Schwarzen Rassismus erlebt zu haben. Der Berliner Monitoringbericht zu Anti-Schwarzem Rassismus verzeichnete für 2025 insgesamt 471 dokumentierte Fälle gegenüber 213 Fällen im Vorjahr. Besonders häufig wurden Vorfälle im öffentlichen Raum, bei Behörden und Justiz, im Bildungsbereich sowie im Wohnkontext gemeldet.

    Diese Zahlen machen deutlich: Schutzräume sind kein Ausdruck gesellschaftlicher Spaltung. Sie sind eine Reaktion auf reale Ausschlüsse, Bedrohungen und wiederkehrende Diskriminierung.

    Schwarze Menschen sind Berliner*innen. Sie leben und arbeiten in dieser Stadt, gründen Familien, Vereine und Unternehmen, engagieren sich politisch und gesellschaftlich und tragen zum Gemeinwesen bei. Ihre Zugehörigkeit steht nicht zur Verhandlung. Sie haben denselben Anspruch auf Sicherheit, Würde, Sichtbarkeit und gleichberechtigte Nutzung öffentlicher Räume wie alle anderen Menschen.

    Der Beirat sieht mit großer Sorge, dass gezielte Maßnahmen zur Stärkung benachteiligter Communitys zunehmend politisch umgedeutet und als angebliche Benachteiligung der Mehrheitsgesellschaft dargestellt werden. Eine solche Umkehrung verschiebt die Aufmerksamkeit weg von den tatsächlichen Diskriminierungserfahrungen und kann rassistische Mobilisierung zusätzlich befördern.

    Besonders problematisch ist es, wenn Mandatsträger:innen oder Kandidat:innen demokratischer Parteien entsprechende Narrative übernehmen, ohne zuvor den Dialog mit den betroffenen Organisationen und Communitys zu suchen. Politische Verantwortung bedeutet, die Auswirkungen der eigenen Worte zu berücksichtigen und sich eindeutig schützend vor Menschen zu stellen, die rassistischen Angriffen ausgesetzt sind.

    Der Beirat fordert daher:
    • eine eindeutige Verurteilung der rassistischen Drohungen und der gegen EOTO gerichteten Hetze durch die politisch Verantwortlichen in Berlin;
    • die konsequente Sicherung, Prüfung und gegebenenfalls strafrechtliche Verfolgung der eingegangenen Drohungen;
    • eine kritische Aufarbeitung der politischen und medialen Kommunikation, die zur Eskalation der Situation beigetragen hat;
    • tragfähige Sicherheitskonzepte für zukünftige Veranstaltungen von Schwarzen und anderen von Rassismus betroffenen Selbstorganisationen;
    • die dauerhafte Bereitstellung und Finanzierung von Schutz- und Empowermenträumen;
    • die Einbeziehung von Schwarzen Selbstorganisationen und anderen migrantischen Organisationen in die Entwicklung öffentlicher Kultur-, Jugend- und Freizeitangebote;
    • rassismuskritische Qualifizierungen für politische Entscheidungsträger*innen, Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen;
    • einen zeitnahen Dialog zwischen der Volksbühne, EOTO, der Berliner Politik und Vertreter*innen der Schwarzen Community.

    Auch in Pankow müssen wir uns fragen, wie Schwarze Menschen öffentliche Einrichtungen, Kulturorte, Jugendangebote und weitere Räume ohne Angst vor Rassismus nutzen können. Als bezirkliches Gremium für Partizipation und Integration sehen wir uns in der Verantwortung, Anti-Schwarzen Rassismus klar zu benennen und die Perspektiven der Betroffenen in politische Entscheidungsprozesse einzubringen.

    Demokratie zeigt sich nicht nur darin, dass öffentliche Räume grundsätzlich allen offenstehen. Sie zeigt sich insbesondere darin, ob Menschen, die strukturell benachteiligt und bedroht werden, diese Räume tatsächlich sicher und gleichberechtigt nutzen können.

    Der Beirat erklärt sich solidarisch mit Each One Teach One e. V., den betroffenen Kindern, Jugendlichen und Familien sowie mit allen Menschen, die sich gegen Anti-Schwarzen Rassismus engagieren.

  • 21.10.2025 I Stellungnahme des Bezirksbeirats zur geplanten MUF an der Kavalierstraße / Grüner Kiez

    Der Integrationsbeirat Pankow setzt sich für ein respektvolles, solidarisches und ökologisch verantwortliches Zusammenleben im Bezirk ein. Wir stehen für Gemeinschaft statt Gegeneinander, für Dialog statt Spaltung.

    Mit Sorge beobachten wir, dass in der öffentlichen Debatte um den geplanten Bau einer modularen Unterkunft für Geflüchtete (MUF) an der Kavalierstraße geflüchtete Menschen zunehmend instrumentalisiert werden.
    Geflüchtete dürfen nicht als Argument oder Projektionsfläche für politische oder städtebauliche Konflikte dienen. Sie sind Teil unserer Gesellschaft – Menschen, die Schutz suchen und hier in Würde leben wollen.

    Als Beirat, in dem Menschen mit eigener Migrations- und Fluchterfahrung vertreten sind, betonen wir: Integration gelingt nicht durch Konfrontation, sondern durch Begegnung, Beteiligung und gegenseitigen Respekt – auch und gerade in der Stadtplanung.

    Wir begrüßen und unterstützen den von der Bürgerinitiative Grüner Kiez Pankow und dem Bezirk entwickelten Klima-B-Plan als zukunftsfähigen Kompromiss. Dieser sieht eine maßvolle Nachverdichtung mit dem Erhalt wesentlicher Grünflächen, Spielräume und Biotope vor, bei der nur rund ca.14 Bäume weichen müssten. So kann bezahlbarer Wohnraum entstehen, ohne die ökologische und soziale Balance des Viertels zu zerstören. Pankow braucht beides:
    • Natur- und Klimaschutz, der Lebensqualität erhält,
    • sozialen Zusammenhalt, der Integration stärkt.

    Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass Pankow bereits heute zu den Bezirken gehört, in denen besonders viele geflüchtete Menschen leben, während gleichzeitig zahlreiche soziale Projekte und Integrationsangebote von Kürzungen betroffen sind.
    Eine solidarische Stadtentwicklung bedeutet daher auch, dass andere Bezirke stärker Verantwortung übernehmen und Unterkünfte für Geflüchtete bereitstellen – damit Integration überall gelingen kann und nicht auf wenige Schultern verteilt wird. Wir rufen alle beteiligten Akteure – Senat, Gesobau, Bezirke und Zivilgesellschaft – dazu auf, im Sinne eines gerechten Miteinanders zu handeln.
    Das Wohl der Menschen und der Schutz unserer Umwelt dürfen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern gemeinsam gestaltet werden.

  • 20.06.2025 I Stellungnahme des Bezirksbeirats zum Weltgeflüchtetentag 2025

    Am 20. Juni wird weltweit der Weltflüchtlingstag begangen – ein Tag, an dem wir innehalten, um an die Millionen Menschen zu erinnern, die aufgrund von Krieg, Verfolgung, Klimakrisen und Armut gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Auch in Berlin und insbesondere in unserem Bezirk Pankow leben viele geflüchtete Menschen, die tagtäglich mit den Herausforderungen des Ankommens, des Wartens, der Unsicherheit und des oft schwierigen Zugangs zu Teilhabe und Schutz konfrontiert sind.
    Der Bezirksbeirat für Partizipation und Integration Pankow erkennt die zentrale Bedeutung dieses Tages an und erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit allen Menschen, die auf der Flucht sind oder bereits in unseren Kiezen leben. In Pankow befinden sich zahlreiche Unterkünfte für Geflüchtete – Notunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte und Übergangswohnheime –, in denen viele Familien und Einzelpersonen unter teils prekären Bedingungen leben. Ihre Stimmen, Bedarfe und Rechte müssen gehört, geschützt und gestärkt werden.
    Gerade angesichts einer gesellschaftlichen Stimmung, in der Geflüchtete zunehmend mit rassistischen, entmenschlichenden Narrativen konfrontiert sind, ist es unsere demokratische Pflicht, klare Haltung zu zeigen:
    Flucht ist kein Verbrechen. Asyl ist ein Menschenrecht. Solidarität kennt keine Herkunft.
    Wir fordern:
    - menschenwürdige Unterbringung für alle Geflüchteten – auch bei steigenden Zugangszahlen,
    - dauerhafte soziale und psychologische Begleitung, besonders für vulnerable Gruppen wie Kinder, Alleinerziehende und traumatisierte Personen,
    - verlässlichen Zugang zu Bildung, Sprache, Gesundheitsversorgung und Arbeitsmarkt,
    - sowie echte Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungsprozessen.
    Pankow ist ein vielfältiger Bezirk. Diese Vielfalt ist eine Stärke.
    Als Bezirksbeirat setzen wir uns dafür ein, dass Pankow ein sicherer Ort für alle bleibt, unabhängig von Herkunft, Religion, Aufenthaltsstatus oder Hautfarbe.
    Am Weltflüchtlingstag erinnern wir uns nicht nur an das Leid, sondern auch an unsere Verantwortung – als Menschen, als Bezirk, als Gesellschaft. Pankow steht für Menschlichkeit.

  • März 2024 I Gemeinsames Statement mit dem Integrationsausschuss

    In den letzten Wochen gingen Hunderttausende Menschen in Deutschland, Berlin und Pankow auf die Straße. Sie zeigten ihren Protest, ihre Sorge und Wut angesichts der menschenverachtenden Ideen, die laut Medienberichten von Menschen hier in unserem Land gesponnen und besprochen wurden. Sie zeigen ihre Entschiedenheit gegen den Hass und die Hetze gegenüber Menschen, die aufgrund rassistischer Vorstellungen und völkischer Definitionen ausgegrenzt und entrechtet werden sollen. Sie demonstrieren für Freiheit, Vielfalt und Menschenrechte. Es ist die größte Demokratiebewegung seit dem Mauerfall.
    Auch wir schließen uns an: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Menschen in Deutschland, Berlin und Pankow sollen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Behinderung, ihres Geschlechts und anderen Zugehörigkeiten sicher sein und sich frei entfalten können.
    Wir fordern dazu auf, jedem Rassismus, jedwedem Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit und jeglicher Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit aktiv zu begegnen. Wir warnen vor Gleichgültigkeit und Schweigen.
    Wir rufen zu entschiedener Solidarität mit denen auf, die sich im Visier jedweder Menschenfeindlichkeit wiederfinden.
    Wir stellen klar, dass wir wachsam beobachten und alles, was wir tun, sich daran ausrichtet, dass nationalsozialistische Ideologien in Deutschland nie wieder Realität wird. Sie bedroht unsere Demokratie und Freiheit. Wir sind aufmerksam, warnen und sorgen uns und nehmen unsere demokratischen Rechte wahr!
    Wir feiern die Vielfalt und Pluralität unseres Landes und all die Menschen, die Teil unserer Gesellschaft sind. Angst vor den vermeintlich Anderen setzen wir Dialog und Verständigung entgegen. Wir hören nicht auf, aus der NS-Vergangenheit unseres Landes, in dem wir gerne gemeinsam leben, zu lernen.
    Nie wieder ist jetzt.

Aufsicht auf Tisch mit Geschäftsleute Tagung

Integrationsbeirat von 2019 bis 2022

Auf der folgenden Seite wollen wir Ihnen auch zukünftig die Mitglieder des Integrationsbeirates vorstellen. Sie haben auch die Möglichkeit mehr über ihre Arbeit und Themen, die sie verfolgt haben zu erfahren. Link zur 8. Wahlperiode
Die Mitglieder haben zum Abschluss ihrer aktiven Arbeit Empfehlungen für den neuen Bezirksbeirat formuliert.
Hier finden Sie die Empfehlungen

Worte bilden die Kontinente, darunter fröhliche Menschenmenge

Wer sind die Mitglieder?

Aus Integrationsbeirat wurde Bezirksbeirat für Partizipation und Integration. Nicht nur der Name ist neu, sondern auch die Zusammensetzung der Mitglieder wurde neu geregelt.
Bis zu 27 Mitglieder sollen die Vielfalt der Pankower:innen mit Migrationsgeschichte abbilden. Hier erfahren Sie mehr über die Mitglieder:

Background image

Womit beschäftigt sich der Beirat in Pankow?

Sie möchten mehr über die aktive Arbeit, die Themenschwerpunkte und die Aktivitäten des Beirates erfahren? Auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen die Offenen Briefe, Beschlüsse und Anträge zur Verfügung.
Aktuelle Arbeit des Bezirksbeirates

Kalenderblatt

Wie ist der Beirat strukturiert?

Hier erfahren Sie alles rund um die Organisation des Beirates. Wann und wie oft tagt er und wie sind die Sitzungen strukturiert? Darüber hinaus stehen alle weiteren organisatorischen Informationen, die den Ablauf des Gremiums sicherstellen, für Sie bereit.
Link zur Unterseite Arbeitsweise

Kontakt zum Bezirksbeirat

Der Bezirksbeirat für Partizipation und Integration hat ein Sprecher:innenteam das über folgende Adresse erreichbar ist: partizipationsbeiratpankow@yahoo.com