Spurensuche zur Frauengeschichte

Veröffentlichungen

„Du hast nun gewählt. Beides wirst du schwerlich vereinigen können. So sei das, was du gewählt hast, ganz.“ Das waren die Worte, die der Vater Käthe Kollwitz bei deren Heirat mit auf dem Weg gab. Doch Käthe wollte und lebte beides „ganz“ – als Künstlerin, als Partnerin ihres Mannes und als Mutter. Mit diesem gelebten Anspruch, ihre Träume und Wünsche trotz der oft alltäglichen kräftezehrenden Existenzsicherung nicht aus den Augen zu verlieren, steht sie für viele der in diesen drei Bänden vorgestellten Frauen. Deren Lebens­zeiten reichen vom frühen 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. So unterschiedlich die porträtierten Frauen auch sein mögen, so verschieden ihre Herkunft, ihr Charakter, ihre gesellschaftliche Stellung, die berufliche und weltanschauliche Orientierung, sie haben meist aus voller Kraft gelebt. Oft unkonventionell, entgegen der gesellschaftlichen Etikette, konträr zu den Ansichten und Überzeugungen anderer. Sie haben gestritten, gekämpft, Erfolge errungen und Niederlagen erlitten. Zu den porträtierten Frauen gehören:

in Band 1: Frauen in Pankow

u.a. Ruth Zechlin, Cecile Vogt, Elisabeth Shaw, Maud von Ossietzky, Beatrice Zweig

in Band 2: Frauen in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee

u.a. Bettina von Arnim, Käthe Kollwitz, Lilli Henoch, Anna Saefkow, Ella Kay

in Band 3: Frauen in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee

u.a. Inge Lammel, Martha Wygodzinski, Regina Jonas, Minna Flake, Kreszentia Mühsam

Die SpurenSuche-Bände erhalten Sie im Büro der Gleichstellungsbeauftragten und in den Bürgerämtern Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee. Pro Exemplar wird um eine Spende von 5 € gebeten.

Bildvergrößerung: Beatrice Zweig Ausstellung
Bild: Akademie der Künste, Berlin

Begleitband zur Ausstellung »Ich hab gezeichnet, da ist aller Kummer verflogen.« Beatrice Zweig (1892-1971)

96 Seiten/98 Abbildungen
8,70 €

Eine Veröffentlichung des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, FB Museum in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten, dem Frauenbeirat Pankow und der Akademie der Künste, Berlin.

Den Begleitband erhalten Sie im Büro der Gleichstellungsbeauftragten und im Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin.

Gedenktafeln

In Pankow erinnern Gedenktafeln an das Leben und die Leistungen von Paula Dehmel, Anna Maria Tobis, Marta Wygodzinski und Kreszentia Mühsam.
Die Gedenktafel für Paula Dehmel befindet sich seit 2009 an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Parkstraße 56. Mit ihren Gedichten und Liedern wie z.B. “Leise Peterle leise” und “Häschen in der Grube” sind ganze Genarationen von Kindern aufgewachsen.
Seit 2011 erinnert eine Gedenktafel an der Caritas-Klinik „Maria Heimsuchung” rechts an der Außenwand des Altbaus (ehemalige Entbindungsklinik, jetzt Ärztehaus) an Anna Maria Tobis. Von Juni 1935 bis zum Jahr 1944 wirkte sie in diesem Haus als Schwester und Leiterin der Geburtsklinik.
Die Gedenktafel für den “Engel der Armen” Marta Wygodzinski wurde 2012 in der Neuen Schönholzer Straße 13 enthüllt. In diesem Haus betrieb die Ärztin seit März 1911 das Mütterhospiz Pankow – ein Haus für obdachlose, ledige Mütter und deren Kinder. Als Jüdin wurde sie im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und starb dort.
In der Binzstr. 17 erinnert seit dem September 2015 eine Gedenktafel an Kreszentia Mühsam. Ihr Leben spiegelt erschütternd die Kämpfe, die Tragik und die politischen Repressionen des 20. Jahrhunderts wieder – und ihren Mut, sich dem entgegenzustellen.
Dr. Ursula P. Katzenstein ist die Begründerin der Werkstätten für Rehabilitation in der DDR. Sie setzte eine völlig neue Herangehensweise in der Arbeit mit psychisch Kranken, körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen durch. Im Juli 2017 wurde gemeinsam mit der Familie eine Gedenktafel ihr zu Ehren in der Kavalierstr. 6 eingeweiht.

Straßen- und Platzbenennungen

In Kooperation mit dem Frauenbeirat und weiteren Partner/ -innen konnten in den letzten Jahren zwei Straßen nach Frauen benannt werden. So eine Privatstraße in Französisch-Buchholz, die nach Martha-Fontane, der Tochter Theodor Fontanes benannt wurde. In Niederschönhausen trägt seit Oktober 2014 die ehemalige Str. 102 den Namen der Malerin Beatrice Zweig. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Schrift­steller Arnold Zweig, lebte sie bis zu ihrem Tod 1971 in der nahe gelegenen Homeyer Straße.
Im November 2015 wurde der Platz an der Erich-Weinert-Straße, Ecke Gudvanger Straße nach Minna Flake benannt. Minna Flake war seit 1927 Stadtschulärztin in Prenzlauer Berg und setzte sich für Reformen in der Gesundheitspolitik, vor allem im Interesse von Kindern und Jugendlichen ein. Der politischen und antisemitischen Verfolgung durch die National­sozialisten entkam sie durch Flucht aus Deutschland.

Wanderausstellungen

"Spreeperlen" Berlin-Stadt der Frauen

DOWNLOAD-Dokument

"... der Zukunft ein Stück voraus" Pankower Pionierinnen

PDF-Dokument (10.3 MB) Dokument: Bezirksamt Pankow