Blaualgen / Cyanobakterien

In Berliner Seen können unterschiedliche Arten von Algen auftreten. Während im Frühjahr zunächst Kieselalgen das Wasser gelblich-braun färben, kann es bei einer starken Blüte von Blaualgen ab Juli oder August zu einer Massenentwicklung dieser auch als Cyanobakterien bekannten Algenarten kommen. In verschiedenen Jahren wurde auch im Weißensee Cyanobakterien festgestellt.

Es gibt verschiedene Erscheinungsformen. Einige Blaualgenarten schweben so im Wasser verteilt, dass es durch sie zu einer Grün-Färbung oder Trübung des Wassers kommen kann. Andere bilden unterschiedliche Zusammenballungen, die je nach Witterung als Aufschäumungen bis hin zu regelrechten Teppichen auf der Wasseroberfläche ausgeprägt sein können. In diesem Fall bleibt das Wasser an sich üblicherweise klar.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen
Für Badende, aber auch Tiere, wie etwa Hunde, können sich gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben. Die nachfolgenden Untersuchungen ergaben hohe Konzentrationen des von Blaualgen produzierten Giftes Anatoxin-a.
Weiter kann es aufgrund eingeschränkter Sicht durch die Trübungen zu Unfällen kommen, gleichzeitig werden Rettungsmaßnahmen erschwert.
Bei empfänglichen Personen können Hautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten. Weiter sind auch Bindehautentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden beschrieben.
Bestimmte Blaualgen können verschiedene Giftstoffe (Toxine) an das Wasser abgeben.

Vorsichtsmaßnahmen

Vorsorglich sollten folgende Hinweise beachtet werden, sofern es zum Auftreten von Blaualgen kommt:

  • Baden Sie nicht in Bereichen mit sichtbaren, grünen oder blaugrünen Schlieren oder Algen-Teppichen. Vermeiden Sie das Baden, wenn Sie im knietiefen Wasser Ihre Füße nicht mehr sehen.
  • Insbesondere Kinder und Kleinkinder sind aus diesen Bereichen fernzuhalten, um nicht versehentlich Wasser mit Blaualgen zu verschlucken.
  • Wechseln Sie Badebekleidung unmittelbar nach dem Baden, um die Algen ggf. abzuspülen, und spülen Sie die Badesachen gut aus
  • Duschen Sie, wenn möglich
  • Zum Schutz der Tiere sollten Hundebesitzer ihre Hunde zusätzlich insbesondere von Pflanzen im Uferbereich fernhalten und dafür Sorge tragen, dass diese kein algenhaltiges Wasser schlucken. Hunde können besonders sensitiv auf Cyanobakterientoxine reagieren.

Weiterführende Informationen
Eine ausführliche Ausarbeitung zum Thema Blaualgen findet sich auf den Seiten des Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). Hier findet sich sowohl eine Aufstellung der häufigsten Anfragen und zugehöriger Antworten (FAQ-Liste) als auch eine Liste verschiedener Ansprechpartner entsprechend der Zuständigkeiten im Zusammenhang mit Blaualgen.

Über die Liste der Berliner Badestellen (Landesamt für Gesundheit und Soziales – LAGeSo) gelangt man zur aktuellen Bewertung des jeweiligen Badegewässers.

Die Badegewässerqualität für den Weißensee finden Sie hier (Landesamt für Gesundheit und Soziales – LAGeSo).

Ggf. finden Sie auf diesen Seiten entsprechende Warnhinweise oder weitere Informationen.

Weitere Hintergründe und der aktuelle Forschungsstand zum Thema kann auf den Seiten des Umweltbundesamtes abgerufen werden.