Am Mittwoch, dem 29. April 2026 um 16:00 Uhr eröffnet die Heinrich-Böll-Bibliothek (Greifswalder Str. 87, 10409 Berlin) die „Internationale Bibliothek der Dinge“. Das Projekt bringt Gegenstände aus aller Welt nach Berlin und ist das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Pankow und dem Goethe-Institut anlässlich von dessen 75. Geburtstag.
Über 75 Objekte aus aller Welt können ausgeliehen werden
Mehr als 75 Objekte aus verschiedenen Ländern und Goethe-Instituten wurden für dieses Projekt der Heinrich-Böll-Bibliothek übergeben. Ab sofort können diese von Interessierten in Pankow und in ganz Berlin ausgeliehen und mit nach Hause genommen werden. Ziel ist es, nicht nur Dinge zugänglich zu machen, sondern auch Einblicke in den Alltag und die Lebenswelten anderer Kulturen zu ermöglichen.
Im Fokus stehen vor allem Küchenutensilien, Gesellschaftsspiele und Musikinstrumente; Gegenstände, die Menschen weltweit verbinden. So können Besucher:innen unter anderem eine Tortillapresse aus Mexiko, einen Paprikaröster aus Sofia, das Gesellschaftsspiel Tavla aus Istanbul oder ein Musikinstrument wie eine Oud aus Amman entdecken und ausprobieren.
Ein besonderes Anliegen des Projektes ist es, die Gegenstände nicht isoliert zu präsentieren, sondern sie in ihren kulturellen Kontext einzubetten. Daher wurden alle Objekte um persönliche Informationen der Menschen ergänzt, die diese ausgewählt und nach Pankow geschickt haben. So werden die Exponate zugleich Erzählerinnen ihrer eigenen Geschichte.
Mit der „Internationalen Bibliothek der Dinge“ erweitert die Heinrich-Böll-Bibliothek ihr Angebot um ein innovatives Format, das kulturelle Vielfalt erlebbar macht und neue Begegnungsräume schafft.
Begleitendes Veranstaltungsprogramm beginnt mit Kochworkshop am 29. April
Begleitend zur Eröffnung gibt es ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm, das vom Künstler Rubén Manuel Gonzales (INTIKUREN) konzipiert wurde. Die Workshops laden zum Mitmachen, Austauschen und gemeinsamen Erleben ein. Der Eröffnungsworkshop „Von Nord bis Süd – Mais und Quinoa im Stil des Berliner Ostens!“ findet am 29. April 2026, von 16:45 – 18:30 Uhr statt (Ort: Fassade der Heinrich-Böll-Bibliothek, Greifswalder Str. 87, 10409 Berlin). Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird bei diesem eklektischen, postmigrantischen Kochworkshop ein Menü auf Basis von Mais und Quinoa entwickelt – zwei Kulturpflanzen mit jahrtausendealter Geschichte aus dem mesoamerikanischen und andinen Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie sich kulinarische Praktiken in einer vielfältigen Stadt wie Berlin verbinden, verändern und neu zusammensetzen. Mit: Rubén Manuel Gonzales (Künstler, Kulturproduzent und Forscher), Gast: Victor Mendivil (Chefkoch, Künstler und Autor)
Weitere Workshops und Veranstaltungen werden auf der Website der Stadtbibliothek Pankow bekannt gegeben.
Pressekontakt:
Patricie Frehse, Stadtbibliothek Pankow
patricie.frehse@ba-pankow.berlin.de
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