Am 29. April 2026 um 16 Uhr eröffnet die Heinrich-Böll-Bibliothek die „Internationale Bibliothek der Dinge“. Das Projekt ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Pankow und dem Goethe-Institut und bringt Gegenstände aus aller Welt nach Berlin.
Mehr als 75 Objekte aus verschiedenen Ländern und Goethe-Instituten wurden eigens für dieses Projekt der Heinrich-Böll-Bibliothek übergeben. Ab sofort können diese von den Menschen in Pankow und in ganz Berlin ausgeliehen werden. Ziel ist es, nicht nur Dinge zugänglich zu machen, sondern auch Einblicke in den Alltag und die Lebenswelten anderer Kulturen zu ermöglichen.
Im Fokus stehen vor allem Küchenutensilien, Gesellschaftsspiele und Musikinstrumente; Gegenstände, die Menschen weltweit verbinden. So können Besucher:innen unter anderem eine Tortillapresse aus Mexiko, einen Paprikaröster aus Sofia, das Gesellschaftsspiel Tavla aus Istanbul oder ein Musikinstrument wie eine Oud aus Amman entdecken und ausprobieren.
Ein besonderes Anliegen des Projekts ist es, die Gegenstände nicht isoliert zu präsentieren, sondern sie in ihren jeweiligen kulturellen Kontext einzubetten. Daher wurden alle Objekte mit persönlichen Informationen von den Menschen, die diese ausgewählt und nach Pankow geschickt haben, ergänzt. So wird jedes Exponat zugleich zum Erzähler seiner eigenen Geschichte.
Mit der „Internationalen Bibliothek der Dinge“ erweitert die Heinrich-Böll-Bibliothek ihr Angebot um ein innovatives Format, das kulturelle Vielfalt erlebbar macht und neue Begegnungsräume schafft.