Museen und Gedenkstätten im Bezirk Lichtenberg

Museen und Gedenkstätten

Der Bezirk Lichtenberg stand besonders in der Geschichte des 20. Jahrhunderts mehr als einmal im Mittelpunkt historisch herausragender Ereignisse. Die Revolution vom November 1919 ist hier historisch ebenso präsent wie die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht 1945 sowie das Wirken und die Auflösung des Überwachungsapparates der DDR. Die Museen und Gedenkstätten in Lichtenberg widmen sich in ihren Ausstellungen und Veranstaltungen einer lebendigen und kritischen Aufarbeitung dieser jüngeren Zeit- und Regionalgeschichte. Jährlich beteiligen sie sich an der Langen Nacht der Museen.

Museen | Gedenkstätten | Gedenktafeln und Mahnmale

Lange Nacht der Museen - Fotografiert von Andreas Schoelzel
Bild: Andreas Schoelzel

Lange Nacht der Museen

Auch Lichtenberger Museen öffnen zweimal jährlich zur Langen Nacht der Museen und bieten Spezialführungen, Vorführungen und Gespräche an.

Museen

Museum Lichtenberg
Bild: Bezirksamt Lichtenberg

Museum Lichtenberg
Das Museum zeigt in seiner Dauerausstellung die über 700-jährige Geschichte des Bezirks und seiner Ortsteile, die bis in die Gegenwart führt. Außerdem zeigt das Museum wechselnde Themenausstellungen mit Schwerpunkten zur Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Museum befindet sich ein Archiv, das historische Bürgermeisterzimmer von Oskar Ziethen. Es werden regelmäßig Führungen und museumspädagogische Projekte angeboten.

Türrschmidtstr. 24, 10317 Berlin
Telefon: 030 5779738812
Geöffnet: Di bis Fr 11:00 – 18:00 Uhr, So 11:00 – 18:00 Uhr, feiertags geschlossen
Internet: Museum Lichtenberg

Museum Kesselhaus
Das Kesselhaus ist ein Teil der denkmalgeschützten Anlage des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH).
Im Mai 2000 begann in Zusammenarbeit mit dem Baufachfrau Berlin e.V. die Sanierung des Hauses. Im März 2001 gründeten die Initiatoren den Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge e.V.

Herzbergstr. 79, 10365 Berlin
Geöffnet: Di 14:00 – 16:00 Uhr, Do 14:00 – 18:00 Uhr, So 14:00 – 17:00 Uhr, feiertags geschlossen
Telefon: 030 54722424
Internet: Museum Kesselhaus

Deutsch-Russisches Museum
Nach den deutsch-sowjetischen Vereinbarungen über den Abzug der sowjetischen Streitkräfte aus Deutschland einigten sich beide Seiten bereits 1990, an diesem Ort gemeinsam an das historische Ereignis zu erinnern, mit dem der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Herrschaft beendet wurden.

Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis So 10:00 – 18:00 Uhr
Telefon: 030 50150810
Internet: Deutsch-Russisches Museum
E-Mail: kontakt@museum-karlshorst.de

Schloss Friedrichsfelde
Schloss Friedrichsfelde bietet eine Zeitreise durch die Berliner Kulturgeschichte – auf einzigartige Weise kann hier im authentischen Umfeld die Geschichte einer repräsentativen Residenz des 18. Jahrhunderts und der mit ihr verbundenen Persönlichkeiten erlebt werden.
Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Tierparks!

Am Tierpark 125, 10319 Berlin
Öffnungszeiten: Di, Do, Sa und So 11:00 – 17:00 Uhr
Telefon: 030 51531407
Internet: Schloss Friedrichsfelde
Eintritt: regulärer Tierpark-Eintritt

DAIMON-Museum im Schloss Hohenschönhausen
Das DAIMON-Museum im ehemaligen Wohnhaus des Erfinders und Unternehmenspionier der Elektroindustrie, Paul Schmidt (1868-1948), zeigt in seiner Ausstellung eine umfangreiche Sammlung historischer Exponate (Batterien, Taschenlampen, Reklamematerialien, Dokumente) zu Leben und Werk sowie zur Unternehmensgeschichte der Firma DAIMON.

Hauptstraße 44, 13055 Berlin
Öffnungszeiten: Mo – Fr 09:00 – 16:00 Uhr
Telefon: 030 97895600
Internet: Bürgerschloss Hohenschönhausen

Modellpark Berlin-Brandenburg
Der Modell Berlin-Brandenburg in der Wuhlheide zeigt mehr als 50 Modelle bekannter kulturhistorischer Denkmale aus mehreren Jahrhunderte preußischer und deutscher Geschichte. Die Ausstellung wird ständig durch neue Modelle ergänzt. Grundlage für das “Miniland” sind detailgetreue Modelle der Bauwerke sowie Informationen über Entstehung, Zweck und Entwicklung der einzelnen Originale.

Eichgestell 4, 12459 Berlin
Info-Telefon: 030 47374953
Internet: Modellpark Berlin-Brandenburg

Gedenkstätten

Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße
Im Haus 1 des Dienstkomplexes des Ministeriums für Staatssicherheit, wo einst Erich Mielke als letzter Minister residierte, befindet sich heute die als Stasimuseum bekannte Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße.Als Mittelpunkt der Ausstellung können die weitestgehend im Originalzustand erhaltenen Amtsräume Mielkes besichtigt werden.Ergänzend werden in weiteren Ausstellungsteilen die operative Technik des MfS und die Traditionsarbeit gezeigt. Insbesondere die restaurierte Originalausstellung der “Traditionsstätte” des MfS gewährt einen Blick auf die Tätigkeit der Stasi aus der Perspektive ihrer Mitarbeiter.Am Ende des Rundgangs werden anhand ausgewählter Beispiele die Geschichte von Opposition und Widerstand gegen die SED-Herrschaft und die letzten Jahre der DDR bis zur Wiedervereinigung gezeigt.

Ruschestr. 103, Haus 22, 10365 Berlin
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11:00 – 18:00 Uhr, Sa, So, Feiertag 14:00 – 18:00 Uhr
Telefon: 030 5536854
Internet: Stasi-Museum

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Ehemalige Häftlinge setzten sich Anfang der 1990er Jahre dafür ein, aus der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des MfS eine Gedenkstätte zu schaffen. Seit 1994 ist der Ort eine Gedenkstätte, seit Juli 2000 selbstständige Stiftung des öffentlichen Rechts. Da große Teile der Gebäude und der Einrichtung fast unversehrt erhalten geblieben sind, vermittelt die Gedenkstätte ein sehr authentisches Bild des Haftregimes in der DDR. Die Gedenkstätte hat sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Haftanstalt Hohenschönhausen zu erforschen und Anregung zur Auseinandersetzung mit den Formen und Folgen politischer Verfolgung in der DDR-Diktatur zu geben.

Genslerstr. 66, 13055 Berlin
Telefon: 030 98608230
Öffentliche Führungen für Einzelpersonen und Kleingruppen bis zu sechs Personen ohne Voranmeldung
Mo – Fr 11:00 Uhr, 13:00 und 15:00 Uhr, Sa, So und Feiertage stündlich 10:00 und 16:00 Uhr
Englischer Rundgang: Täglich 14:30 Uhr
Internet: Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde
Die 1951 eingeweihte “Gedenkstätte der Sozialisten” entstand auf der Basis mehrerer Beschlüsse des Magistrats auf dem ersten konfessionsfreien und für alle sozialen Schichten bis heute offenen Friedhof in Alt-Friedrichsfelde. Der Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner und die Architekten Richard Jenner und Hans Mucke waren mit der Ausführung beauftragt. Großen Einfluss auf die Gestaltung der Gedenkstätte nahm der Präsident der DDR Wilhelm Pieck, der sich praktisch alle Entscheidungen vorbehielt.
Heute umfasst der Friedhof 32 Hektar. Sein Wegesystem, die “Gedenkstätte der Sozialisten” und viele Einzelgräber stehen unter Denkmalschutz. Als letzte Ruhestätte bedeutender Persönlichkeiten und Repräsentanten der Zeitgeschichte ist der Zentralfriedhof Friedrichsfelde ein Spiegel politischer Ereignisse und geistig-kultureller Strömungen des 20. Jahrhunderts.

Gudrunstraße 20, 10365 Berlin
Geöffnet: Februar bis November ab 7:30 Uhr, Dezember bis Januar ab 8:00 Uhr, jeweils bis zur Dämmerung
Internet: Gedenkstätte der Sozialisten