Eine zuverlässige Strom- und Kommunikationsinfrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für den Geld- und Zahlungsverkehr. Nahezu sämtliche Bankdienstleistungen werden heutzutage elektronisch verarbeitet. Hierzu zählen insbesondere die Kontoführung, Buchungen, Überweisungen, der Betrieb von Geldautomaten sowie die Bereitstellung bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten.
Bereits nach kurzer Zeit können Stromausfälle den regulären Betrieb von Kreditinstituten erheblich beeinträchtigen. Je nach Ausmaß und Dauer der Störung können Geldautomaten außer Betrieb sein, Bankfilialen ihren Service nur eingeschränkt anbieten und elektronische Bankdienstleistungen, wie beispielsweise Online-Banking oder Überweisungen, vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Gleichzeitig kann auch der bargeldlose Zahlungsverkehr beeinträchtigt sein, wenn Zahlungsterminals, Kassensysteme oder die hierfür erforderlichen Datenverbindungen ausfallen.
Mit zunehmender Dauer eines Stromausfalls können sich die Auswirkungen auf den gesamten Bargeldkreislauf verstärken. Auch die Bargeldversorgung ist auf funktionierende Informations-, Kommunikations- und Logistikprozesse angewiesen. Einschränkungen bei Geld- und Werttransporten sowie der Befüllung von Geldautomaten können dazu führen, dass Bargeld nur noch eingeschränkt verfügbar ist. Da gleichzeitig der bargeldlose Zahlungsverkehr vielfach nicht mehr genutzt werden kann, gewinnt Bargeld für die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Gütern des täglichen Bedarfs erheblich an Bedeutung.