Mobilität
Handlungsfeld Mobilität
Spandau ist ein Außenbezirk, der auf einen schnellen Ausbau des ÖPNV angewiesen ist, um den Umstieg vom eigenen PKW attraktiver zu machen. Da Spandau flächenmäßig ein großer Bezirk ist, sind insbesondere die Menschen in den Randgebieten ohne direkten Anschluss an S- oder U-Bahn bislang auf das eigene Auto für Alltags- und Arbeitswege angewiesen. Das ist der Grund, warum der Verkehr in Spandau noch stärker vom Auto dominiert als in anderen Berliner Bezirken. Laut der Verkehrsbefragung von 2023 beträgt der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) rund 39 %. Der Umweltverbund (Fußverkehr, ÖPNV und Radverkehr) deckt zusammen 61 %. Ein attraktiver Umweltverbund kann zu einem klimagerechteren Mobilitätsverhalten führen.
Die direkten Einflussmöglichkeiten des Bezirksamtes sind begrenzt und liegen in der Attraktivierung von Rad- und Fußwegen (Ausbau der Wege, Radabstellanlagen, autoreduzierte Wohngebiete) sowie im Parkraumanagement. Das Bezirksamt ist für die Nebenstraßen zuständig. Für Hauptstraßen sowie für den Ausbau des ÖPNV ist hingegen die Senatsverwaltung zuständig.
Die vielen privaten Fahrzeuge führen zu Flächenkonflikten im Straßenraum, besonders wenn Fuß- und Radwege erweitert sowie Straßen und Plätze begrünt und klimaangepasst werden sollen. Ein gezieltes Parkraummanagement kann dazu beitragen, den ruhenden Verkehr zu ordnen und ihn in zentralen Quartiersparkhäusern oder -garagen zu bündeln.
Bezirksamt Spandau
- Tel.: (030) 90279-0