Klimaanpassung

Handlungsfeld Klimaanpassung

Auch in Spandau sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits deutlich spürbar. Es gibt immer längere Hitze- und Trockenperioden mit sehr hohen Temperaturen und tropischen Nächten. Derzeit gibt es je nach Stadtteil bereits 5 bis 13 Hitzetage pro Jahr. Bis zur Mitte des Jahrhunderts wird diese Zahl voraussichtlich auf 20 bis 26 Tage ansteigen (siehe Karte). Besonders betroffen sind dicht bebaute Stadtteile mit wenigen Grünflächen, in denen sogenannte Hitzeinseln entstehen. Hier staut sich die Wärme und es kühlt nachts kaum ab, was die Lebensqualität der Menschen in diesen Gebieten stark beeinträchtigt. Besonders gefährdet sind Personen, die besonders empfindlich auf Hitze reagieren, wie ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Kleinkinder sowie obdach- und wohnungslose Menschen.
Neben längeren Dürreperioden führt der Klimawandel auch zu häufigeren Starkregenereignissen. In kurzer Zeit fallen dabei große Regenmengen, die insbesondere in Gebieten mit einer überlasteten Kanalisation zu Überschwemmungen führen können. Ein weiteres Problem ist, dass Regenwasser oft ungenutzt in die Kanalisation abgeleitet wird, statt vor Ort zu versickern oder zur Bewässerung von Grünflächen in der Stadt genutzt zu werden. Auch Stürme nehmen zu, wodurch Schäden an Bäumen und anderen Pflanzen entstehen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt Spandau auf die Stärkung der blau-grünen Infrastruktur. Dazu gehören grüne Flächen, Parks, Bäume sowie Wasserflächen wie Seen und Regenrückhaltebecken. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Kühlung der Stadt bei, sondern helfen auch dabei, Regenwasser besser zu nutzen und Überschwemmungen zu vermeiden.