Stadtentwicklung und Energie

Die Art und Weise, wie Quartiere und Gebäude in Spandau energetisch saniert, geplant, gebaut und mit Wärme und Strom versorgt werden, hat großen Einfluss auf die Treibhausgasemissionen im Bezirk: 98 Prozent der Wärme in Spandau basieren auf Gas oder Öl. Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist daher ein wichtiger Hebel für den Klimaschutz. In Bestandsquartieren besteht ein großes Potenzial zur Erhöhung der Sanierungsrate. Die Herausforderung dabei ist, dass die Eigentümerstrukturen oft unterschiedlich sind. Neben gesetzlichen Vorgaben sind auch Förderprogramme und attraktive Formate, die zum Nachahmen motivieren, notwendig, damit die Rate der energetischen Sanierungen zunimmt. Bei neuen Stadtquartieren muss Klimaschutz von Anfang an in die Planung und die Bebauungspläne einbezogen werden. Es gibt bereits einige Großbauprojekte, an denen man sich orientieren kann: Dazu zählen die Wasserstadt Berlin-Oberhavel, die Insel Das Neue Gartenfeld und Siemensstadt Square. In Spandau erfolgt der überwiegende Teil der Wärmeversorgung dezentral und fossil mit Erdgas und Erdöl. Dies ist für 43 % der Spandauer Emissionen verantwortlich. Insbesondere für große Quartiere mit Mehrfamilienhäusern und Wohnsiedlungen, die nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen sind, kann ein Quartiers-Nahwärmenetz, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird, eine Lösung bieten. In Spandau konnten einige geeignete Quartiere identifiziert werden, siehe Karte.
Neben der Wärmeversorgung spielt auch der Stromverbrauch eine wichtige Rolle: Er macht 38,5 Prozent der Emissionen in Spandau aus. Dank des Ausbaus von Wind- und Solarenergie sind bereits große Fortschritte bei der Energiewende zu verzeichnen. Die Dachflächen in Spandau bieten zudem noch viel ungenutztes Potenzial für die Stromerzeugung.

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