Gemeinsam für Integration und Zusammenhalt

Give support - 1

Interesse am Engagement im Bereich Flucht und Integration? – Super!

Diese Seite hält einige Fragen zur Reflexion bereit. Die Fragen sollen helfen, Ressourcen (z.B. persönliche Interessen, zeitliche Ressourcen) zu identifizieren.
Ressourcen können ein Hinweis darauf sein, welcher Bereich und welche Zielgruppe (z.B. Aufbau und Pflege eines Gemeinschaftsgartens, Leseförderung mit Kindern, Unterstützung bei der Erstellung von Lebensläufen für Bewerbungen) eher als Engagement passen könnte.

Je klarer Ressourcen und Motivation sind, desto fokussierter ist die Suche nach einem passenden Engagement.

Hinweis: Diese folgenden Hinweise ersetzen keine persönliche Beratung (z.B. bei der Spandauer Freiwilligenagentur)

Welche Ressourcen bringst du mit?

Die Motivation sich im Bereich Flucht und Integration zu engagieren ist vielfältig. So kann die eigene Zuwanderungsgeschichte ein Grund sein, warum sich Menschen engagieren. Andere engagieren sich aus Nächstenliebe, aus Mitgefühl,… Um dies klarzustellen: Keines dieser Motive ist „besser“ oder „schlechter“. Es sind schlicht unterschiedliche Motive.

Um mehr Klarheit über die eigenen Motive und Ressourcen zu erlangen helfen Fragen. Diese Fragen betreffen die folgenden Themen:

  • Eigene Rolle und Motivation
  • Zeitliche Ressourcen
  • Fachliche Kompetenzen
  • Eigene Rolle und Motivation

    In diesem Punkt stehen Fragen wie “Wo und wie möchte ich mich einbringen?”, “Sehe ich mich eher in einer beratenden, begleitenden, unterstützenden Rolle?”, “Möchte ich eine Vorbildrolle einnehmen”?

    Die folgenden Fragen können helfen, (mehr) Klarheit zu erhalten:

    • Was ist meine persönliche Motivation?
    • Welche Unterstützung kann ich konkret leisten?
    • Wo liegen meine Fähigkeiten?
    • Wie viel Zeit kann und möchte ich aufwenden?
    • Wie lange soll mein Engagement dauern?
    • Welche Kenntnisse habe ich von der Kultur geflüchteter Menschen?
    • Mit welchen Erfahrungen von Geflüchteten und/oder Fluchtgeschichten möchte ich mich konfrontieren? Was sind meine Grenzen?
    • Welche Erwartungen habe ich
      1. an mich selbst in einem Engagement und?
      2. an die Person/die Gruppe, für die ich mich engagieren möchte?
      3. an die Organisation/den Träger/den Verein/die Initiative bei der ich mich engagieren möchte?
        … u.s.w.

    Aus den Antworten ergibt sich eine erste grobe Richtung, in welchem Bereich ein Engagement passen könnte und wo nicht.

    Tipp:
    In diesem Zusammenhang hat ZukunftsWERFT ein interessantes CANVA erstellt, welches kostenfrei heruntergeladen werden kann. Ein CANVA ist eine Art Leinwand mit unterschiedlichen Feldern. In diesem Fall den Feldern:

    • Meine Motivation
    • Meine Ressourcen
    • Mein Team
    • Meine Themen
    • Meine Wirkungswege
    • Nächste Schritte

    Der Changemaker Canvas kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

  • Zeitliche Ressourcen

    Neben der eigenen Motivation und Klarheit über die eigene Rolle im Engagement ist Zeit eine der zentralen Faktoren im Engagement. Verschiedene Engagement-Formen fordern mehr oder weniger Zeit von Engagierten.

    Die einmalige Begleitung zu einem Behördentermin nimmt, zum Beispiel, weniger Zeit in Anspruch als ein Engagement als Pate/als Patin für einen/eine minderjährige Geflüchtete/n.

    Sich der eigenen zeitlichen Kapazitäten bewusst zu sein, erleichtert die Entscheidung für oder gegen ein konkretes Engagement-Angebot.

    Folgende Fragen bringen (mehr) Klarheit:
    • Wie sehen meine persönlichen Planungen in den kommenden Wochen und Monaten aus?
    • Wie viel Zeit brauche ich – neben Schule, Ausbildung oder Job – für mich?
    • Wie viel Zeit habe ich, neben meinen Hobbies und Freundschaften, frei?
    • … u.s.w.

    Schwierigkeiten bei der Beantwortung der Fragen?
    Tipp: Ein Tagebuch über die freie Zeit führen. So gelingt ein realistisches Bild über die eigenen zeitlichen Ressourcen zu bekommen.

    Ehrlichkeit ist hier besonders wichtig!

  • Fachliche Kompetenzen

    Teilweise erfordern Engagement-Angebote Vorerfahrungen, Fähigkeiten und/oder fachliche Kenntnisse.

    Im Folgenden ein paar Beispiele:
    • Begleitung im Asylverfahren – Hier ist es sinnvoll ein grundlegendes Verständnis von einem Asylverfahren zu haben, fachliche Beratungsstellen zu kennen.
    • Unterstützung beim Deutsch lernen – Für ein Engagement beim Spracherwerb der deutschen Sprache ist es sinnvoll, wenn die engagierte Person bereits ein bestimmtes Niveau in der deutschen Sprache erreicht hat.
    • Hilfe bei der Jobsuche – Hier kann es hilfreich sein, wenn Wissen zur Jobsuche-Portalen vorhanden ist, die Angebote des Jobcenters bekannt sind, Erfahrungen im erfolgreichen Schreiben eines Lebenslaufs usw. vorhanden sind.
    • Hilfe bei der Wohnungssuche – In diesem Fall sind neben Alltagskompetenzen auch Frustrationstoleranz und ein Funken Glück notwendig.

    Hinweis:
    Dieses Wissen (noch) nicht zu haben, ist kein (!) Ausschlusskriterium für ein Engagement! Wichtig ist es, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen klar zu kommunizieren. Das Engagement ist auch ein Lernprozess, in dem – auf allen Seiten – Neues gelernt werden darf.

    Sollten tatsächlich tiefergehende Kenntnisse in einem Themenfeld notwendig sein, werden von unterschiedlichen Organisationen regelmäßig (kostenfreie) Seminare/Workshops angeboten (mehr hier). Zudem finden sich zu – fast – allen Themenfeldern kostenfreie Anlauf- und Beratungsstellen in Spandau und den angrenzenden Berliner Bezirken (mehr hier).

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Stabsstelle Integration Koordination Ehrenamt in der Geflüchtetenarbeit

N.N.