Veranstaltungen 2025
Hier finden Sie eine Übersicht über die Veranstaltungen des Jahres 2025.
Veranstaltung und Flaggenhissung im Rathaus Spandau: "Männliche Verantwortung im Kampf gegen Gewalt an Frauen" am 24.11.2025 um 12 Uhr
Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November sind Sie herzlich eingeladen, gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen.
Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 24. November 2025, um 12:00 Uhr im Bürgersaal des Rathauses Spandau.
Zu Gast sind die HeForShe-Botschafter von UN Women Deutschland, Fikri Anıl Altıntaş (Autor, Moderator, Aktivist) und Gerhard Hafner (Psychologe und Pionier der Täterarbeit).
Sie sprechen zum Thema „Männliche Verantwortung im Kampf gegen Gewalt an Frauen“ und geben Einblicke in ihren langjährigen Einsatz gegen Gewalt an Frauen sowie ihr Engagement in der Täterarbeit.
Im Anschluss an das Gespräch erfolgt das Hissen der bezirkseigenen Flagge sowie der Landesflagge gegen Gewalt an Frauen vor dem Rathaus Spandau mit Bezirksbürgermeister Frank Bewig.
Hintergrund:
Im Jahr 2024 wurden in Berlin 42.751 Frauen Opfer von Gewalt – darunter häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, schwere Körperverletzung, Menschenhandel u.a. 29 Frauen wurden ermordet. Dies stellt den höchsten Stand der letzten zehn Jahre dar. Laut der Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) waren in den Jahren 2023 und 2024 rund 91,7 Prozent der Tatverdächtigen bei häuslicher Gewalt männlich. Bei Straftaten wie Vergewaltigung, sexueller Belästigung sowie Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen sind sogar mehr als 95 Prozent der Tatverdächtigen Männer. Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der männlichen Beteiligung und Verantwortungsübernahme in der Gewaltprävention.
Mit Gerhard Hafner und Fikri Anıl Altıntaş bespricht die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte J. Fischer-Rosendahl, was diese Zahlen aussagen, was im Bereich der Jungenarbeit und Arbeit mit Männern getan werden muss und welche Kämpfe es um die Deutungshoheit im Bereich der Betroffenheit von Frauen durch männliche Gewalt gibt.
Bild: J. Fischer-Rosendahl
Fachtag "Häusliche Gewalt und die Auswirkungen auf Kinder" am 19.11.2025 auf der Zitadelle
Bild: J. Fischer-Rosendahl
Am Mittwoch, den 19. November 2025 findet der Fachtag zum Thema „Häusliche Gewalt und die Auswirkungen auf Kinder“ statt.
Datum und Uhrzeit:
Mittwoch, 19.11.2025 von 09:00 bis 15.30 Uhr
Adresse:
Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin
Anmeldung unter: https://lets-meet.org/reg/5c2e57e867f9492bbe
Zum Fachtag:
Der Zusammenhang zwischen häuslicher Gewalt und Kinderschutz ist enger, als häufig angenommen wird. Häusliche Gewalt richtet sich nicht nur gegen die direkt Betroffenen (mehrheitlich Frauen), sondern wirkt sich immer auch auf die Kinder aus, die diese Gewalt miterleben müssen. Dieses Miterleben stellt eine anerkannte Form
der Kindeswohlgefährdung dar, die massive – psychische, soziale und körperliche – Auswirkungen auf Kinder hat und daher nach besondere Aufmerksamkeit von Fachkräften verlangt.
Der deutliche Anstieg der Fallzahlen macht es dringend erforderlich, Schutzkonzepte interdisziplinär weiterzuentwickeln und in der Praxis wirksam umzusetzen.
Rechtliche Grundlagen wie das SGB VIII, die Istanbul-Konvention und europäische Vorgaben verpflichten zum Schutz von Betroffenen häuslicher Gewalt und zum Kinderschutz.
Gleichzeitig ergeben sich komplexe Fragen: Wie lassen sich Prävention, Intervention und Schutz konkret gestalten? Welche Strategien bewähren sich im Zusammenspiel von Kinder- und Jugendhilfe, Frauenberatungsstellen, Medizin, Justiz und Polizei?
Und wie können Spannungsfelder zwischen Opferschutz, Kinderschutz sowie Sorge- und Umgangsrecht verantwortungsvoll gelöst werden?
Der Fachtag bietet Fachkräften aus Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Frauenberatungsstellen, Justiz und Polizei eine Plattform, diese Fragen interdisziplinär zu diskutieren, bewährte Ansätze kennenzulernen und gemeinsam wirksame Strategien für den Schutz von Frauen und Kindern zu entwickeln.
Programm zum Fachtag 19.11.2025 - Häusliche Gewalt und die Auswirkungen auf Kinder
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Programm Fachtag 19.11.2025
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Einladung zur Lesung von „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ am 11.09.2025 im Paul-Schneider-Haus
Das Autor*innenkollektivs „Daughters and Sons of Gastarbeiters“ liest in der Spandauer Neustadt.
Datum: 11.09.2025
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Café im Paul-Schneider-Haus
Schönwalder Straße 23, 13585 Berlin
Kurzbeschreibung der Daughters and Sons of Gastarbeiters:
Die Zeit der Gastarbeit ist lang vorbei, aber das Leben der Gastarbeiter*innen ist nach wie vor kaum präsent. Die Kinder und Kindeskinder der «ersten Generation» lassen in Erzählungen die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern aufleben und verleihen damit einer Generation, die in Vergessenheit geraten ist, eine Stimme. Zugleich verarbeiten sie durch ihr Schreiben die eigene Lebensgeschichte. Dabei werden die Erzählungen von Bildprojektionen aus dem Familienalbum und Bühnenbild begleitet.
In einer Zeit, in der in öffentlichen Debatten ethnische und religiöse Hintergründe eine immer größere Rolle spielen, erscheint es umso wichtiger, den Blick auf die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu richten, um gängige Überfremdungsrhetoriken ins Leere laufen zu lassen. Die erzählten Geschichten sollen einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland leisten und damit das Selbstverständnis der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft festigen.
Es lesen die Autor*innen Dr. Çiçek Bacik, Semra Deniz und Atilla Aktaş.
Die Veranstaltung ist einen Kooperation der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamts Spandau, dem Quartiersmangement Spandauer Neustadt und des Nachbarschaftszentrum Paul Schneider-Haus.
Bild: Charlotte Brommer-Wierig
Einladung zu Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung "Frauen im geteilten Deutschland"
Bild: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ wird am 03. Juli 2025 um 19 Uhr in der Bastion Kronprinz
Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 66, 13599 Berlin
mit einer spannenden Gesprächsrunde eröffnet.
Sie sind herzlich eingeladen, mehr über die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Ost- und Westfrauen zu erfahren oder Ihre eigenen Erinnerungen zu teilen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten so-wie des Amtes für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamts Spandau.
Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch begegnet man (und frau) immer noch vielen Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden.
Die Westfrau wird oft entweder als „Heimchen am Herd“ oder als knallharte Karrierefrau beschrieben. Die Ostfrau hingegen steht im Kohlebergbau „ihren Mann“. Sie wird als tough bezeichnet oder auch als Rabenmutter, weil sie ihre Kinder in die Krippe gibt. Woher kommen diese Zuschreibungen? Und was ist an ihnen dran?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ will auf diese Fragen eine Antwort geben.
Die Ausstellung wird von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur herausgegeben und ist ein Beitrag zum 35. Jahrestag der deutschen Einheit. Clara Marz hat sie kuratiert.
Über die lange Liste der Zuschreibungen, Gemeinsamkeiten und die bis heute womöglich spürbaren Unterschiede, sprechen an diesem Abend Frauen mit Ost- und Westbiographie.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten, bei: c.brommer-wierig@ba-spandau.berlin.de
Programm zur Eröffnung der Ausstellung:
Grußwort: Dr. Carola Brückner, Bezirksstadträtin für Kultur
Einführung: J. Fischer-Rosendahl, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, BA Spandau
Gespräch mit:
Dr. Marina Grasse
1990 erste und einzige Regierungsbeauftragte für die Gleichstellung von Frau und Mann in der DDR
Claudia von Gélieu
Frauengeschichtsforscherin, Initiatorin „Frauentouren”
Dr. Annette Leo
Historikerin und Publizistin
Moderation:
Heike Gerstenberger, 30 Jahre lang Gleichstellungsbeauftragte von Pankow
Die Ausstellung kann noch bis zum 12.10.2025 in der Zitadelle besichtigt werden.
Spandauer Aktionsmärz 2025
Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März und den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März, finden wieder zahlreiche Aktionen, Workshops, Führungen und Konzerte statt.
Sie können den klassischen Klangwelten von Frauen in der Musikschule Spandau lauschen, beim historischen Stadtspaziergang spannende Spandauerinnen kennenlernen, mit Eulalia um die Welt kochen oder bei der zentralen Kundgebung vor dem Rathaus Spandau, ein Zeichen gegen Rassismus setzen!
Außerdem feiern wir den 44. Geburtstag des kurdischen Frauenzentrums HÎNBÛN und das 10-jährige Bestehen des Kiosk_aller.Hand.Arbeit.
Auch Kinder und Jugendliche sollen nicht zu kurz kommen. Bei „Beats & Worte“ wird mit Worten experimentiert und Gedanken auf Sounds gestaltet. Die Havelgrundschule bietet einen Rap-Kurs für Kinder und Jugendliche an und in der jtw Spandau können junge Künstler*innen zeigen, was für sie „Feminismus und andere Frechheiten“ bedeuten.
Bild: Die Gleichstellungsbeauftragte Spandau
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Plakat Spandauer Aktionsmärz 2025
PDF-Dokument (4.0 MB)
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Plakat Spandauer Aktionsmärz 2025 Jugend
PDF-Dokument (4.4 MB)
Bezirksamt Spandau
- Tel.: (030) 90279-0