Informationen zum Eichenprozessionsspinner

Mehrere Eichenprozessionsspinner an einem kahlgefressenen Zweig einer Eiche

Aktuelle Hinweise zum Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner stellt in den Sommermonaten eine gesundheitliche Belastung dar. Eine vollständige Entfernung aller Nester aus Straßenbäumen und Bäumen in sämtlichen Grünanlagen des Bezirks ist jedoch weder fachlich noch organisatorisch realistisch. Die Tiere treten großflächig und jedes Jahr unterschiedlich stark auf.

Das Straßen- und Grünflächenamt konzentriert die verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen daher gezielt auf besonders sensible Bereiche. Dazu gehören insbesondere:
  • Spielplätze,
  • Kitas und Schulen,
  • stark frequentierte Wege,
  • Aufenthaltsbereiche sowie
  • bekannte Gefahrenstellen.

Dort werden befallene Bereiche kontrolliert und – sofern finanziell und personell möglich – durch Fachfirmen behandelt oder abgesperrt. Es fanden hierzu umfassende Gespräche zwischen dem Fachbereich Grünflächen und Friedhöfe, dem Gesundheitsamt, dem Umwelt- und Naturschutzamt sowie dem angrenzenden Bezirk statt, um ein gemeinschaftliches Vorgehen zu gewährleisten.

In weitläufigen Parkanlagen und waldigen Bereichen kann dagegen nicht jeder einzelne Baum dauerhaft extra kontrolliert oder vorsorglich behandelt werden. Auch nach Bekämpfungsmaßnahmen kann ein erneuter Befall auftreten. Ein vollständig risikofreier Zustand lässt sich daher leider nicht gewährleisten.

Um Besucherinnen und Besucher zu sensibilisieren, werden bei festgestelltem Befall Hinweisschilder aufgestellt. Die Bevölkerung wird gebeten,
  • Warnhinweise zu beachten,
  • betroffene Bereiche nicht zu betreten,
  • Hunde anzuleinen und
  • Raupen oder Gespinste keinesfalls selbst zu entfernen.

Das Bezirksamt verfolgt die Entwicklung fortlaufend und setzt die vorhandenen Mittel dort ein, wo der Schutz der Bevölkerung am dringendsten erforderlich ist.

Bitte beachten Sie, dass bei Bäumen auf Privatgrundstücken immer der Eigentümer verantwortlich ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr umsichtiges Verhalten.

Ihr Straßen- und Grünflächenamt Spandau

Gesundheitsgefahr durch Raupenhaare

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen zwischen Mai und Juli auftreten. Problematisch sind insbesondere die feinen Brennhaare der Raupen. Diese können beim Menschen gesundheitliche Beschwerden auslösen und auch noch lange Zeit nach dem Verlassen der Nester wirksam bleiben.

Die Raupen befinden sich überwiegend an Eichenbäumen und bewegen sich häufig in typischen „Prozessionen“ hintereinander fort.

Weitere Informationen finden Sie bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.

Das Pflanzenschutzamt Berlin
hat zum Eichenprozessionsspinner ein Merkblatt herausgegeben, das Sie auf der Homepage des Pflanzenschutzamtes herunterladen können.

Welche Gefahren bestehen?

Die Brennhaare enthalten ein Nesselgift und können durch Wind verbreitet werden. Bereits geringer Kontakt kann zu Beschwerden führen.

Mögliche Symptome

  • Hautreizungen und starker Juckreiz
  • Rötungen oder Quaddeln
  • Augenreizungen
  • Husten, Atembeschwerden oder Reizungen der Atemwege
  • Allergische Reaktionen

Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen.

Verhaltensempfehlungen

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Gesperrte Bereiche nicht betreten
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Hunde möglichst anleinen
  • Abstand zu befallenen Bäumen halten
  • Nach Aufenthalt in betroffenen Bereichen Kleidung wechseln und waschen
  • Bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen

Die Entfernung der Nester darf ausschließlich durch Fachfirmen mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen.

Maßnahmen des Bezirksamtes

Das Bezirksamt kontrolliert regelmäßig bekannte Befallsbereiche und veranlasst bei Bedarf:

  • Warnhinweise und Absperrungen
  • Fachgerechte Bekämpfung
  • Entfernung von Nestern
  • Priorisierte Bearbeitung an stark frequentierten Orten wie: * Schulen * Kitas * Spielplätzen * Grünanlagen * Friedhöfen

Eine vollständige Entfernung aller Raupen im gesamten Bezirksgebiet ist jedoch nicht jederzeit möglich.

Bitte beachten Sie, dass bei Bäumen auf Privatgrundstücken immer der Eigentümer verantwortlich ist..

Meldung von Befall

Wenn Sie einen möglichen Befall an bezirkseigenen Bäumen feststellen, melden Sie diesen bitte per E-Mail möglichst mit:

  • genauer Ortsangabe
  • Foto (sofern gefahrlos möglich)
  • Beschreibung des betroffenen Bereichs

Bitte halten Sie dabei stets ausreichend Abstand zu den Raupen und Gespinsten.

FAQ

Sind nur die Raupen gefährlich?

Ja. Die Gefahr geht hauptsächlich von den Brennhaaren der Raupen aus.

Können alte Nester noch gefährlich sein?

Ja. Auch verlassene Nester können über längere Zeit gesundheitsschädliche Brennhaare enthalten.

Darf ich Nester selbst entfernen?

Nein. Aufgrund der Gesundheitsgefahr sollte dies ausschließlich durch Fachfirmen erfolgen.

Straßen- und Grünflächenamt - Fachbereich Grünflächen und Friedhöfe

Postanschrift: 13578 Berlin

Geschäftszimmer:
Frau San
Zi. 503

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Amtsleitung

Frau Uebelgünne

Fachbereichsleitung

Frau Hebbe