Eichenprozessionsspinner in Spandau

Nest des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner tritt seit vielen Jahren im Berliner Stadtgebiet auf. Auch Spandau gehört aufgrund seines hohen Eichenbestandes zu den stärker betroffenen Bezirken. Das Bezirksamt Spandau beobachtet die Entwicklung des Eichenprozessionsspinners fortlaufend, bewertet bekannte Befallsorte und lässt Nester auf öffentlichen Flächen durch spezialisierte Fachfirmen entfernen.

Über die aktuelle Lage und laufende Maßnahmen informiert das Bezirksamt regelmäßig auf dieser Seite.

Inhaltsverzeichnis

Gesundheitliche Risiken

Die Brennhaare der Raupen können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden auslösen. Dazu zählen insbesondere Hautreizungen, Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden. Auch ältere Nester können weiterhin Brennhaare enthalten.

  • Bitte beachten Sie

    • Raupen und Nester nicht berühren
    • Abstand zu befallenen Bäumen halten
    • Warnschilder beachten
    • Hunde fernhalten
    • Nester niemals selbst entfernen

    Nach möglichem Kontakt:

    • Kleidung wechseln
    • Kleidung waschen
    • Duschen
    • Bei stärkeren Beschwerden ärztliche Hilfe aufsuchen

Aktuelle Lage in Spandau

Vorsorgliche Spielplatzsperrung

Aufgrund eines aktuellen starken Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner wurden am 02.06.2026 der Drachenspielplatz, der Spielplatz Dihlmannstraße und der Spielplatz Jugendweg in Siemensstadt vorsorglich gesperrt.

Das Bezirksamt hat Maßnahmen zur Gefahrenabwehr eingeleitet. Die weitere Entwicklung wird fortlaufend bewertet.

  • Allgemeinverfügung zur Spielplatzsperrung

    PDF-Dokument (4.0 MB) - Stand: 02.06.2026

Aktuelle Befallsschwerpunkte

Derzeit besteht im Bezirk ein erhöhtes Meldeaufkommen, insbesondere aus Bereichen mit größeren Eichenbeständen:

  • Siemensstadt – Wilhelm-von-Siemens-Park und Umgebung

Der Befall von Eichenprozessionsspinnern breitet sich auch auf andere Bereiche und Ortsteile im Bezirk Spandau aus.

Bisher wurden durch die vier beauftragten Fachfirmen insgesamt 2.559 Nester (im Ortsteil Siemensstadt 2.523 Nester und im Ortsteil Hakenfelde 36 Nester) entfernt (Stand 15.06.2026).

Die genannten Bereiche stellen keine vollständige Übersicht aller Befallsorte dar. Auch außerhalb dieser Bereiche können befallene Eichen auftreten.

Befall melden

Bitte melden Sie befallene Eichen auf öffentlichen Flächen möglichst frühzeitig an das Bezirksamt.

Hilfreich sind insbesondere:

  • genaue Standortangaben
  • Fotos
  • eine kurze Beschreibung des Befalls

Bitte halten Sie dabei stets ausreichend Abstand zu den Raupen und Gespinsten.

Nest des Eichenprozessionsspinners

Wie geht das Bezirksamt bei Befall vor?

Das Bezirksamt Spandau bewertet bekannte Befallsorte fortlaufend und priorisiert Maßnahmen insbesondere dort, wo ein erhöhtes Gesundheitsrisiko oder besonders starker Publikumsverkehr besteht.

Besondere Priorität haben dabei u.a.:

  • Schulen
  • Spielplätze
  • Bushaltestellen
  • Friedhöfe
  • Sportanlagen
  • stark genutzte Wege

Das Bezirksamt Spandau

  • kontrolliert öffentliche Grünflächen fortlaufend
  • priorisiert besonders sensible Bereiche
  • lässt Nester durch spezialisierte Fachfirmen mechanisch entfernen. Derzeit sind vier Fachfirmen im Einsatz.
  • setzt ergänzend neue Verfahren wie die Heißwasserinfiltration ein
  • wertet Hinweise aus der Bevölkerung fortlaufend aus

Zusätzlich werden betroffene Bereiche bei Bedarf abgesperrt oder mit Warnhinweisen versehen.

Auch nach erfolgten Maßnahmen können aufgrund der natürlichen Wiederbesiedlung sowie des großen Eichenbestandes in Spandau neue Nester entstehen oder bislang unerkannte Befallsorte auftreten. Hinweise aus der Bevölkerung helfen daher dabei, neue Befallsorte frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen möglichst schnell einzuleiten.

Zahlen und Fakten zu Spandau

Eichenbestand

Im Bezirk Spandau stehen entlang von Straßen und in öffentlichen Grünanlagen rund 12.378 Eichen.

Befall 2025

Im Jahr 2025 waren dem Bezirksamt: 874 Eichen mit einem Befall von Eichenprozessionsspinnernl bekannt.
Dies entspricht rund: 7 % des erfassten Eichenbestandes.
Damit liegt der bekannte Befall in Spandau knapp über dem Berliner Durchschnitt von rund 5,9 %.

Fragen und Antworten (FAQ)

  • Wer ist für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zuständig?

    Für die Bekämpfung ist grundsätzlich der jeweilige Grundstückseigentümer beziehungsweise die jeweils zuständige Stelle verantwortlich.
    Das Bezirksamt Spandau lässt bekannte Nester auf bezirklichen Flächen (Schulen, öffentliche Spielplätze, Parkanlagen, Straßen) durch Fachfirmen entfernen.
    Für Privatgrundstücke sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich.

  • Werden alle Meldungen geprüft?

    Hinweise aus der Bevölkerung helfen dabei, neue Befallsorte frühzeitig zu erkennen.
    Eingehende Meldungen werden durch das Bezirksamt geprüft und bewertet. Je nach Gefahrenlage und Örtlichkeit werden anschließend geeignete Maßnahmen veranlasst.

  • Wie schnell erfolgt eine Entfernung?

    Dies hängt insbesondere von der Gefahrenlage, dem Standort sowie dem Umfang des Befalls ab.
    Besonders sensible Bereiche wie Schulen, Spielplätze, Bushaltestellen, Friedhöfe oder stark genutzte Wege werden prioritär behandelt.

  • Kann ich einen Befall melden?

    Ja.
    Bitte melden Sie befallene Eichen auf öffentlichen Flächen möglichst frühzeitig an das Bezirksamt.

    Hilfreich sind insbesondere:
    • genaue Standortangaben
    • Fotos
    • eine kurze Beschreibung des Befalls
  • Können Nester auch auf Privatgrundstücken auftreten?

    Ja.
    Der Eichenprozessionsspinner tritt sowohl auf öffentlichen als auch auf privaten Flächen auf.
    Für Maßnahmen auf Privatgrundstücken sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich.

  • Kann ich Nester selbst entfernen?

    Nein.
    Raupen und Nester sollten nicht berührt oder eigenständig entfernt werden.
    Die Brennhaare können gesundheitliche Beschwerden verursachen und bleiben teilweise auch in älteren Nestern über längere Zeit wirksam.

  • Warum tritt der Eichenprozessionsspinner jedes Jahr erneut auf?

    Der Eichenprozessionsspinner ist seit vielen Jahren im Berliner Stadtgebiet verbreitet.
    Warme und trockene Witterungsphasen begünstigen seine Entwicklung zusätzlich. Auch nach erfolgten Maßnahmen können neue Nester entstehen oder bislang unerkannte Befallsorte auftreten. (berlin.de)

  • Warum werden bestimmte Bereiche prioritär behandelt?
    Das Bezirksamt konzentriert Maßnahmen insbesondere dort, wo ein erhöhtes Gesundheitsrisiko oder besonders starker Publikumsverkehr besteht. Hierzu zählen beispielsweise:
    • Schulen
    • Spielplätze
    • Bushaltestellen
    • Friedhöfe
    • Sportanlagen
    • stark genutzte Wege
  • Sind auch ältere Nester noch gefährlich?

    Ja.
    Auch ältere oder verlassene Nester können weiterhin Brennhaare enthalten und gesundheitliche Beschwerden auslösen.
    Deshalb sollten auch ältere Nester nicht berührt werden.

  • Wie schützt das Bezirksamt besonders sensible Bereiche?

    Das Bezirksamt priorisiert insbesondere Bereiche mit erhöhtem Publikumsverkehr und besonderem Schutzbedarf.
    Dazu zählen unter anderem Schulen, Spielplätze, Bushaltestellen, Friedhöfe und Sportanlagen. Bekannte Nester werden dort bevorzugt entfernt. Zusätzlich können Warnhinweise aufgestellt oder Bereiche vorsorglich gesperrt werden.

  • Gibt es Hinweise für Hundehalter?
    Ja. Auch Haustiere können durch die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners verletzt werden. Brennhaare können sich im Fell festsetzen und auch nach dem Aufenthalt in einem betroffenen Gebiet Beschwerden verursachen. Bitte:
    • Hunde nicht an Nestern oder Raupen schnüffeln lassen
    • Unterholz und Laubbereiche in Befallsgebieten meiden
    • Bei Symptomen umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen

    Brennhaare können auch in alten Nestern noch lange wirksam bleiben.

Fachinformationen zum Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner an einem Baum

Pflanzenschutzamt Berlin

Weiterführende Informationen zu der Lebensweise der Eichenprozessionsspinner, zu möglichen Gesundheitsgefahren und zu Bekämpfungsempfehlungen erhalten Sie beim Pflanzenschutzamt Berlin Weitere Informationen

Eichenprozessionsspinner am Baum

Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege

Weiterführende Informationen zum Eichenprozessionsspinner und zu der für den Menschen vollkommen ungefährlichen Gespinstmotte erhalten Sie bei der Abteilung Gesundheit der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Weitere Informationen