Elisa-Gérard-Straße feierlich eingeweiht – Spandau setzt ein Zeichen gegen das Vergessen

Pressemitteilung vom 03.07.2026

Das Bezirksamt Spandau hat am Freitag, 3. Juli 2026, die Umbenennung der bisherige Carossastraße in Hakenfelde in Elisa-Gérard-Straße vorgenommen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das neue Straßenschild enthüllt.

Bezirksstadtrat Thorsten Schatz erklärt: „Mit der Elisa-Gérard-Straße wird die Geschichte dieses Ortes dauerhaft im Stadtbild sichtbar. Die Benennung erinnert an Elisa Gérard und zugleich stellvertretend an die vielen Menschen, die während der nationalsozialistischen Herrschaft nach Spandau verschleppt und hier in Rüstungsbetrieben zur Arbeit gezwungen wurden. Sie setzt damit ein klares Zeichen gegen das Vergessen.“

Elisa Gérard wurde 1922 im elsässischen Pfastatt geboren. Von Mai 1942 bis zum Frühjahr 1945 musste sie im damaligen Siemens-Luftfahrtgerätewerk in Spandau-Hakenfelde Zwangsarbeit leisten. Drei Jahre lang stellte sie dort an derselben Maschine Teile für die Flugzeugproduktion her. Nach Kriegsende konnte sie in ihre Heimat zurückkehren.

Neben der Umbenennung der Carossastraße wurde auch die Benennung zweier neuer Privatstraßen im Haveluferquartier nach Meta London und Marius Carpentier vorgenommen. Auch diese beiden mussten während der NS- Zwangsarbeit Zeit im Luftfahrtgerätewerk leisten.