Veterinäramt Spandau deckt schweren Fall von „Animal Hoarding“ auf

Pressemitteilung vom 18.05.2026

Im April 2026 stellte die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht Spandau bei einer Kontrolle in einer Spandauer Wohnung eine Vielzahl von Tieren sicher, die unter unzumutbaren Bedingungen leben mussten. Dazu zählten typische Haustiere wie Hunde, Katzen und Vögel sowie einige exotische Arten. Nun wurden sie zur Vermittlung freigegeben.

Bei der Durchsuchung der stark vermüllten, rund 80 Quadratmeter großen Wohnung fanden die Mitarbeitenden des Veterinäramtes 34 Hunde, 12 Katzen, eine Land- und eine Wasserschildkröte, ein Kaninchen, eine Bartagame, 5 Ziervögel sowie eine große Anzahl an Fischen vor. Die Tiere lebten augenscheinlich seit langem unter unhygienischen, nicht artgerechten Bedingungen, die ihre Gesundheit sichtbar beeinträchtigten. Viele wiesen deutliche Anzeichen mangelhafter Pflege auf, darunter verfilztes Fell, überlange Krallen sowie Augen- oder Hautprobleme.

Tanja Franzke, Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit und für Ordnung (k): „Einsätze wie dieser verlangen allen Beteiligten sowohl emotional als auch körperlich ein hohes Maß an Belastbarkeit ab. Nichtsdestotrotz werden wir tierschutzwidrige Haltungen weiterhin konsequent verfolgen und sicherstellen, dass die Tiere angemessen versorgt werden. Tiere sind Lebewesen, die Schutz und Fürsorge verdienen. Wer dieser Verantwortung nicht nachkommt handelt rechtswidrig. Das Wohlergehen der Tiere hat für uns oberste Priorität.“

Der Einsatz der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ordnungsamt und der Polizei. Um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten, wurden die Tiere auf mehrere Tierheime und Pflegestellen verteilt und tierärztlich betreut. Gegen die Tierhalter wurde ein dauerhaftes Haltungs- und Betreuungsverbot für Wirbeltiere ausgesprochen.

Pressekontakt:
Simone Engler
E-Mail: jugendundgesundheit@ba-spandau.berlin.de
Tel.: 030 90279–2293