Galerie Historischer Keller zeigt die erste institutionelle Ausstellung „Rhizomatischer Spaziergang“ des Künstlers Julien Paccard

Pressemitteilung vom 21.04.2026

Julien Paccard (*1988) beschreibt auf seinem „Rhizomatischen Spaziergang“ weniger einen physischen Rundgang durch die Raumfolgen eines im Spandauer Untergrund gelegenen Kellers, der Titel dient ihm vielmehr als Metapher für ein Modell der Weltsicht. Musiktheorie, Skateboarding und die Konzeptkunst der 1970er Jahre bilden die Bezugspunkte, den Start des Spaziergangs durch ein offenes Geflecht aus Brüchen, Übergängen – und durch den Berliner Stadtraum.

Musiktheorie, Skateboarding und die Konzeptkunst der 1960er und -70er Jahre bilden die Bezugspunkte, den Start des Spaziergangs durch ein offenes Geflecht aus Brüchen, Übergängen – und durch den Berliner Stadtraum. Angelehnt an den durch Gilles Deleuze und Félix Guattari geprägten Begriff des Rhizoms entfaltet sich ein System, in dem sich Bedeutung nicht linear, sondern sprunghaft, widersprüchlich und vielstimmig erschließt.

Im Historischen Keller entstehen temporäre Konstellationen: Gemälde, Video, Objekte und Partituren bilden eigenständige Gruppen, die jeweils ihren inhärenten Regeln folgen – und diese zugleich unterlaufen. Was hier zusammenkommt, ist nicht Einheit, sondern Reibung. Aus der Kollision heterogener Elemente entsteht ein neues, instabiles Netz, das sich jeder eindeutigen Lesbarkeit entzieht.

Der „Rhizomatische Spaziergang“ versteht sich als Prozess, nicht als abgeschlossenes Werk. Durch die regelmäßig stattfindenden musikalischen Aktivierungen wird die Ausstellung kontinuierlich verändert, erweitert und aktiviert. Wahrnehmung wird hier nicht bestätigt, sondern verschoben – Realität erscheint als etwas, das sich erst im Erleben zusammensetzt.

Informationen auf einen Blick:
Datum / Uhrzeit der Eröffnung: 29.04.2026, 19 Uhr
Es sprechen: Dr. Carola Brückner, Bezirksstadträtin für Kultur und Dr. Jens-Ole Rey, Künstlerischer Leiter der Galerie Historischer Keller
Ort: Galerie Historischer Keller, Carl-Schurz-Str. 49, 13597 Berlin-Spandau

Für Rückmeldungen wenden Sie sich gern an Melanie Alperstaedt: presse@zitadelle-berlin.de, Tel.: 354 944 – 400