Am 19. September 2025 ab 19 Uhr eröffnet das ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst mit einer großen Vernissage gleich vier neue Ausstellungen. Gezeigt werden eine Werkschau von Very Mercer, Installationen von Simone Zaugg und Pfelder sowie Zeichnungen von Sharon Kivland. Die Performance „les sansculottides“ von Laurie Schwartz ergänzt diesen Abend im Zeichen der Aktuellen Kunst.
Die neuen Ausstellungen im Überblick:
Vera Mercer – Life in Focus // Eine Werkschau
Für die Werkschau der schweizerisch-amerikanische Fotografin Vera Mercer hat Vera Mercer dem Fotohistoriker und –journalisten Jens Pepper 2024 Einblicke in ihr umfangreiches Archiv in Omaha gewährt.
Pfelder – gold
gold ist eine partizipativ angelegte Rauminstallation für das ZAK, die die Besuchenden einlädt, selbst als Teil einer künstlerischen Arbeit Hand bzw. Fuß anzulegen und zu kicken. Wie in einer Sporthalle wird der Galerieraum zum Ort der sportlich-intellektuellen Ertüchtigung, ganz gleich ob Pfeiler im Weg stehen oder Tore nur als seitliche Flanken zu treffen sind. Flankiert von ortsspezifischer Bandenwerbung wird das ZAK zum Austragungsort vielschichtiger Wettkämpfe im Spannungsfeld von öffentlicher Förderung und künstlerischem Prekariat.
Simone Zaugg – Urban Reflections
Für ihre Ausstellung im ZAK hat Simone Zaugg einen künstlerischen Parcours aus verschiedenen Stationen bzw. Environments entwickelt, die auf oft unbeachtete urbane Situationen verweisen. Von der schier unpassierbaren Straßenbaustelle, über den nächtlichen Rückzugsort von Obdachlosen bis hin zur Guerilla-Möblierung behaglicher Situationen im Straßenraum reflektiert die Künstlerin die mehr oder weniger absurden Aneignungen öffentlichen Raums verschiedener urbaner Communitys.
Sharon Kivland – The Bloody Radicals
In 120 Zeichnungen blättert die englische Künstlerin Sharon Kivland hintergründige Facetten revolutionärer Neuerungen auf und dechiffriert deren häufig radikale Brutalität. Die Umstellung vom gregorianischen Kalender auf eine neue rationale Zeiteinteilung im Nachgang der Französischen Revolution war eine solch radikale Zäsur, die umfangreich soziale Folgen für viele Menschen zeitigte. Analogien zu aktuellen politischen Umwälzungen und deren Konsequenzen sind dabei durchaus mitgedacht.
Die Performance „les sansculottides“
Für ITINERANT INTERLUDE #233 präsentiert Laurie Schwartz les sansculottides für Stimme, Akkordeon und Schlagzeug, eigens geschaffen für die Eröffnung von Sharon Kivlands The Bloody Radicals. Denn das Jahr 2025 entspricht dem Jahr 233 im französischen Revolutionskalender. Denn dies sind die Tage der sans-culottes. les sansculottides schöpft Inspiration und Material aus dem reichen Geflecht von Referenzen, Mythen und revolutionären Idealen, die Kivlands The Bloody Radicals prägen – nicht zuletzt aus der radikalen Vorstellung, Zeit selbst neu zu denken.
Anna Clementi, Performance
Silke Lange, Akkordeon
Burkhard Beins, Schlagzeug
Informationen auf einen Blick:
Datum / Uhrzeit: 19.09.2025, 19 Uhr
Ort: ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst auf der Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599
Eintritt kostenfrei
Für Rückmeldungen wenden Sie sich gern an Melanie Alperstaedt oder Seraphina Rekowski unter presse@zitadelle-berlin.de, Tel.: 030 / 354944 – 400