Nach den zurückliegenden schweren Sommerstürmen Ende Juni hat das Bezirksamt Spandau eine erste Schadensbilanz vorgelegt. Demnach belaufen sich die vorläufigen Gesamtkosten auf rund 1,1 Millionen Euro im öffentlichen Bereich. In dieser Summe sind sowohl die unmittelbaren Aufwendungen zur Gefahrenabwehr als auch die erwarteten Kosten für die Neupflanzung gefällter und umgestürzter Bäume enthalten.
Baustadtrat Thorsten Schatz erklärt dazu:
„Spandau wurde von beiden Sturmereignissen schwer getroffen. Unsere Kolleginnen und Kollegen im Straßen- und Grünflächenamt sind seit dem 23. Juni im Dauereinsatz und haben mit unermüdlichem Einsatz gearbeitet, oft bis an die persönliche Belastungsgrenze. Mein großer Dank gilt ihnen sowie den Kräften der Berliner Feuerwehr, des THW Spandau und der Berliner Forsten. Gemeinsam haben wir daran gearbeitet, die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien und die Infrastruktur schnell wieder sicher herzustellen.
In dieser Ausnahmesituation haben wir nicht auf Zuständigkeiten geschaut, sondern pragmatisch und mit Blick auf die Sicherheit der Spandauerinnen und Spandauer gehandelt. Spandau war am Freitagmorgen nach dem zweiten Sturm faktisch im Spandauer Norden vom Umland abgeschnitten. Ohne den entschlossenen Einsatz sämtlicher Hilfskräfte wäre eine schnelle Öffnung der Hauptverbindungen nicht möglich gewesen. Dennoch hat uns die Lage auch gezeigt, dass die Abstimmung zwischen Landes- und Bezirksbehörden in solchen Extremsituationen zukünftig verbessert werden muss.
Es wird noch Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis alle Schäden dieser Großschadenslage vollständig erfasst sind – insbesondere in Bereichen, die bislang aus Sicherheitsgründen noch nicht zugänglich waren. Ich bitte daher weiterhin um Vorsicht. Die bestehenden Sperrungen, insbesondere im Spandauer Forst, wurden nicht ohne Grund eingerichtet und müssen unbedingt eingehalten werden. Es besteht weiterhin Lebensgefahr.
Angesichts der massiven Schäden, abgedeckter Dächer und umgestürzter Bäume können wir im Nachhinein sehr dankbar sein, dass es nicht zu weitaus mehr Personenschäden gekommen ist. Das war keine Selbstverständlichkeit, sondern schlicht Glück im Unglück.“