Spandau sichert langfristig Kleingartenanlage an der Heerstraße

Pressemitteilung vom 16.04.2025

Das Bezirksamt Spandau wird nach dem formellen Lasten- und Nutzenwechsel Eigentümer der Kleingartenanlage Heerstraße 360. Die rund 50.000 m² große Fläche mit 91 Parzellen geht damit in das Bezirksvermögen über. Zuständig für die künftige Verwaltung ist das Straßen- und Grünflächenamt. Der bestehende Pachtvertrag mit dem Bezirksverband Spandau der Kleingärtner e.V. bleibt bestehen. Ein neuer Vertrag wird zeitnah abgeschlossen, um die landeseigenen Vorgaben zur Kleingartennutzung zu berücksichtigen.

Bezirksstadtrat Thorsten Schatz führt dazu aus:
„Mit dem Erwerb der Kleingartenanlage Heerstraße 360 setzen wir ein klares Zeichen für den Bestandsschutz unserer Kleingärten. Der Ankauf ist ein aktiver Beitrag zum Erhalt von Grünflächen und zur Sicherung der Naherholung in Spandau. Ich danke allen Beteiligten, die diesen Schritt möglich gemacht haben“
Zuvor wurde das Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verwaltet und 2023 zum Verkauf angeboten. Durch das gezielte Ziehen des Erstzugriffsrechts konnte das Land Berlin das Grundstück aus Bundesbesitz in landeseigenes Vermögen überführen, ein entscheidender Schritt für den dauerhaften Erhalt der Kleingartenanlage.

Helmut van Heese, Vorsitzender des Bezirksverbandes Spandau der Kleingärtner e.V. betont:
„Wir freuen uns sehr, dass die Kolonie Heerstraße nun dauerhaft gesichert ist und nicht, wie lange befürchtet, in private Hände geht. Damit erfüllt sie endlich den Status einer geschützten Dauerkleingartenanlage. Unser Dank gilt dem Bezirksamt für sein entschlossenes Handeln.“

Ricky Jahn, Vorsitzender der Kleingartenanlage Heerstr. 360, erklärt:
„Der Vorstand der Kolonie Heerstraße begrüßt die Übernahme des Koloniegrundstücks durch den Bezirk außerordentlich und bedankt sich für das Engagement des Bezirksamtes und die Unterstützung durch den Senat von Berlin. Dieser Ankauf ist ein klares Bekenntnis zum Erhalt von Kleingartenanlagen in Spandau.“

Finanziert wird der Kauf in Höhe von rund 486.000 Euro von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umwelt aus dem SIWANA Ankaufsfonds für grüne Infrastruktur.