Deutlich mehr Platz und Angebote stehen jungen Menschen aus der Spandauer Wilhelmstadt im neuen Gebäude der Jugendfreizeiteinrichtung Wildwuchs zur Verfügung. Nach einem umfangreichen Planungs- und Bauprozess fand heute die feierliche Übergabe unter anderem mit Gästen aus der Landes- und Bezirkspolitik, Vertreterinnen und Vertreter von Kitas und Schulen, der Polizei und weiteren Spandauer Jugendeinrichtungen statt.
Stephan Machulik, Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz: „Durch die Eröffnung der Jugendfreizeiteinrichtung Wildwuchs haben die Kinder und Jugendlichen einen attraktiven und modernen Treffpunkt für zahlreiche Sport- und Freizeitaktivitäten. Sie finden beim Wildwuchs-Team auch immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Nöte. Der Neubau gehört zu den größten Bauvorhaben zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur im Fördergebiet Wilhelmstadt in Spandau und ist ein gutes Beispiel für eine soziale Stadtentwicklung. Rund 8,2 Millionen Euro stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen aus den Bundes- und Landesmitteln der Städtebauförderung im Programm Lebendige Zentren und Quartiere bereit.“
Falko Liecke, Staatssekretär für Jugend und Familie: „Die Stärkung der Jugendarbeit ist ein Kernanliegen der Senatsverwaltung für Jugend und Familie. Mit dem Jugendfördergesetz hat Berlin bundesweit Maßstäbe gesetzt. Dank der schrittweisen Mittelaufstockung konnten wir eine stabile Versorgung bei Jugendfreizeiteinrichtungen sichern. Diese neu gestaltete Einrichtung zeigt: Wir schaffen Räume, die jungen Menschen Perspektiven bieten und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen.“
Frank Bewig, Bezirksbürgermeister des Bezirks Spandau: „Mit dem neuen Gebäude haben wir in Spandau eine moderne und vielseitige Anlaufstelle für junge Menschen geschaffen. Es freut mich, dass wir gemeinsam als Bezirksamt diesen wichtigen Standort nun übergeben können. Die Jugendfreizeiteinrichtung Wildwuchs leistet seit Jahren wertvolle Arbeit für die Jugendlichen, die wir gern unterstützen.“
Tanja Franzke, Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit des Bezirks Spandau: „Auf rund 1.500 Quadratmetern können wir den Spandauer Jugendlichen mit dem neuen Wildwuchs-Gebäude rund drei Mal so viele Plätze anbieten wie im Alten Gebäude. Damit federn wir den gestiegenen Bedarf im Jugendfreizeitbereich besonders in der Wilhelmstadt deutlich besser ab. In Zusammenarbeit mit den Jugendlichen haben wir viele tolle Angebote geschaffen: In der Sporthalle, an der Kletterwand oder beim Kanufahren an der Havel können sie sich nach einem anstrengenden Schultag richtig austoben. Gerade in einer dichter werdenden Stadt ist das ein wichtiger Punkt. Das neue ‚Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro‘ gibt den jungen Menschen außerdem die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ideen für unsere Gesellschaft analog und digital einzubringen.“
Nach den Grußworten enthüllte Baustadtrat Thorsten Schatz gemeinsam mit dem Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz Stephan Machulik eine Plakette für die Städtebauförderung und dankte für die Unterstützung des Landes Berlin. Das Projekt wurde durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen mit Mitteln aus dem Programm „Lebendige Zentren“ gefördert.
Im Anschluss übergab* Dr. Carola Brückner, stv. Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur, Sport und Facility Management* den Schlüssel für das Gebäude symbolisch an Jugendstadträtin Tanja Franzke. Bezirksstadträtin Dr. Carola Brückner lobte die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten, durch die auch zahlreiche Hürden im Projektverlauf überwunden werden konnten, und betonte die Bedeutung der Einrichtung insbesondere für die anliegenden Schulen: „In einer Zeit, in der der gesellschaftliche Zusammenhalt so wichtig ist wie nie zuvor, zeigt ‚Wildwuchs‘, was wir gemeinsam erreichen können. Es ist ein Zeichen dafür, dass Investitionen in Bildung, Kultur und in die Jugend eine Investition in die Zukunft sind. Es ist eine hochmoderne und sehr großzügige Jugendeinrichtung entstanden, die für Vielfalt, für das Wachsen und Gedeihen in alle Richtungen steht. Der Name ‚Wildwuchs‘ ist Programm, das jungen Menschen Raum geben wird, sich zu entfalten, ihre Talente zu entdecken und ihre Stimmen zu finden.“
Danach hatten die Gäste die Gelegenheit, gemeinsam mit Einrichtungsleiter Alexandros Kallias das neue Gebäude zu besichtigen. Ein Abriss des alten Wildwuchs-Gebäudes war notwendig, da dieses stark sanierungsbedürftig und die Ausstattung aus pädagogischer Sicht nicht mehr zeitgemäß war. Der Neubau wurde gemeinsam durch das Jugendamt, das Hochbauamt und das Stadtentwicklungsamt des Bezirksamtes Spandau geplant und realisiert.
Ein Schwerpunkt der Jugendfreizeiteinrichtung Wildwuchs liegt im Bereich Sport und Bewegung. Den Jugendlichen stehen unter anderem eine Sporthalle mit Kletterwand, ein Beachvolleyfeld und ein Zugang zur Havel mit Kanus für Wassersportangebote zur Verfügung. Der Fokus auf sportliche Aktivitäten wurde auch bei der weiteren Quartiersplanung berücksichtigt: Auf dem gegenüberliegenden Gelände soll eine große Rollsportanlage errichtet werden. Bereits eröffnet wurden außerdem ein naheliegender Bolzplatz und der benachbarte inklusive Spielplatz, der auch die Bedürfnisse des Nachbarn „Mosaik Werkstätten“ mit einbezieht.
Darüber hinaus wurde und wird die Beteiligung junger Menschen im gesamten Planungsprozess für die neue Jugendfreizeiteinrichtung großgeschrieben: Der Neubau beherbergt das Spandauer „Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro“, mit dem sich junge Menschen vor Ort und digital für ihre Anliegen einsetzen können. Details zum Gebäude, der Außenanlage und der Rollsportanlage wurden zusammen mit den jugendlichen Wildwuchs-Besuchern erarbeitet. Zudem entsprechen die pädagogischen Schwerpunkte der Einrichtung den Ergebnissen einer Befragung von über 2.000 jungen Menschen aus dem Jahr 2024.
Die Jugendfreizeiteinrichtung Wildwuchs arbeitet daneben intensiv in der internationalen Jugendarbeit. Ein besonderes Augenmerk legt die Jugendfreizeiteinrichtung auf die deutsch-griechische Zusammenarbeit. So hat Wildwuchs das Deutsch-Griechische Jugendwerk bereits in dessen Gründung unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau wurden zudem bereits Stolpersteine in Griechenland verlegt.
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