Drucksache - VIII-0926  

 
 
Betreff: Temporäre Unterrichtsräume bei Schulsanierungen als „Fliegende Klassenzimmer” in Holzbauweise errichten
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenBezirksamt
   
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /ZB
   Beteiligt:Fraktion der SPD
   Linksfraktion
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
14.08.2019 
25. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen     
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
04.12.2019    28. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin      

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Antrag B´90/Grüne 25. BVV am 14.08.19
2. Ausfertigung Antrag B´90/Grüne, SPD und Linksfraktion 25. BVV am 14.08.19
VzK§13BezVG BA, ZB 28. BVV am 04.12.19

siehe Anlage


Bezirksamt Pankow von Berlin

.11.2019

An die
Bezirksverordnetenversammlung

Drucksache-Nr.: VIII-0926/2019

Vorlage zur Kenntnisnahme
r die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG

1. Zwischenbericht

Temporäre Unterrichtsräume bei Schulsanierungen als „Fliegende Klassenzimmer“ in Holzbauweise errichten

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

In Erledigung des in der 25. Sitzung am 14.08.2019 angenommenen Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung Drucksache Nr.: VIII-0926/2019

Das Bezirksamt wird ersucht, temporäre Unterrichtsräume und Ausweichgebäude für Schulsanierungen in Form sogenannter „Fliegender Klassenzimmer” aus Holz zu bauen. Der Bezirk Tempelhof Schöneberg hat in einem Pilotprojekt bereits beispielhaft solche temporären Unterrichtsräume in Holzbauweise entwickelt und realisiert. Können aus Sicht des Bezirksamtes temporäre Klassenräume und gebäude nicht in genannter Holzbauweise errichtet werden, ist dies dem Ausschuss für Schule, Sport und Gesundheit im Einzelfall darzustellen und zu begründen.“

wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:

Das Bezirksamt Pankow, hier der Fachbereich Hochbau der Serviceeinheit Facility Management, hat sich über das Pilotprojekt des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg umfassend informiert und eigene Schlussfolgerungen daraus gezogen. Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport und Gesundheit am 23.10. hat das Bezirksamt die BVV bereits über die Erkenntnisse aus Tempelhof-Schöneberg sowie die eigenen Projekte des Bezirksamtes in Bezug auf temporäre Schulbauten informiert.

Wie in der Ausschusssitzung im Detail erläutert, führt das Bezirksamt seit Juni 2019 in Abwägung aller Rahmenbedingungen im Land Berlin, unter Berücksichtigung der nachstehend aufgeführten Punkte, jeweils offene Ausschreibungen für die sogenannten temporären Klassenzimmer durch:

  • Auf Grund der städtebaulichen Vorgaben auf den Pankower Schulgrundstücken besteht die Notwendigkeit mindestens zweigeschossige temporäre Schulgebäude zu errichten. Eine zweigeschossige Variante ist jedoch planerisch noch nicht umgesetzt und daher auch nicht verfügbar, somit betritt das Bezirksamt Pankow in dieser Angelegenheit berlinweit Neuland. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird nach eigenen Abgaben frühestens zum Schuljahr 2021/22 eine mehrgeschossige Variante geplant haben. 
  • Auf Grund der Dringlichkeit und der rechtssicheren Vergabe wird eine technologieoffene Ausschreibung vorgenommen. Hierbei hat das Bezirksamt auch die Erfahrungen bei der gescheiterten Vergabe für die Modularen Kitabauten ("MoKiBs") und der damit verbundenen mindestens 1-jährigen Verzögerung berücksichtigt. Grundsätzlich ist bei einer technologieoffenen Ausschreibung erfahrungsgemäß mit einem größeren Bieterkreis zu rechnen, insbesondere da sich die Ausschreibungen hierzu in einem sehr angespannten Marktsegment bewegen. Außerdem soll durch eine technologieoffene Ausschreibung einer möglichen Kostensteigerung entgegengewirkt werden.
  • Bei den geplanten modularen Gebäuden handelt es sich im Grunde genommen um eine 1-zügige Schule, demzufolge ist eine dementsprechend umfangreiche Ausstattung einschließlich Teilungs- und Nebenräume notwendig. Dieser Umfang liegt weit über den Angeboten der Ausweichräume, welches für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg vorgelegt wurde.
  • Schon bei der Ausschreibung werden umfangreiche ökologische Forderungen geltend gemacht. Beim anzusetzenden Standard ist allerdings auch das Gebot der Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf einen begrenzten Nutzungszeitraum und die Wiederverwendung an einem anderen Standort zu berücksichtigen.
  • Die ökologischen Komponenten werden bei der Wertung der eingehenden Angebote in jedem Fall eine prioritäre Berücksichtigung finden, so dass Holz- bzw. Holzhybridbauten bevorzugt berücksichtigt werden können.

 

Das Bezirksamt wird den zuständigen BVV-Ausschuss über die Planungsstände auch weiterhin regelmäßig unterrichten.

Haushaltsmäßige Auswirkungen

Derzeit nicht bezifferbar

Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen

keine

Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung

Siehe Anlage

Kinder- und Familienverträglichkeit

Die Errichtung der temporären Schulbauten dienen gemäß §109 Schulgesetz Berlin zur Schaffung der äeren Voraussetzungen für das Lehren und Lernen in der Schule und insbesondere zusätzlicher Schulplätze im Bezirk Pankow.

ren Benn
Bezirksbürgermeister
 

Dr. Torsten Kühne
Bezirksstadtrat für Schule, Sport,
Facility Management und Gesundheit


Auswirkungen von Bezirksamtsbeschlüssen auf eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Lokalen Agenda 21

Nachhaltigkeitskriterium

keine Auswirkungen

positive Auswirkungen

negative Auswirkungen

Bemerkungen

 

 

quantitativ

qualitativ

quantitativ

qualitativ

 

  1. Fläche
  • Versiegelungsgrad

 

 

 

 

 

 

  1. Wasser
  • Wasserverbrauch

 

 

 

 

 

 

  1. Energie
  • Energieverbrauch
  • Anteil erneuerbarer Energie

 

 

 

 

 

 

  1. Abfall
  • Hausmüllaufkommen
  • Gewerbeabfallaufkommen

 

 

 

 

 

 

  1. Verkehr
  • Verringerung des Individual-verkehrs
  • Anteil verkehrsberuhigter
  • Zonen
  • Busspuren
  • Straßenbahnvorrangschaltungen
  • Radwege

 

 

 

 

 

 

  1. Immissionen
  • Schadstoffe
  • rm

 

 

 

 

 

 

  1. Einschränkung von Fauna
    und Flora

 

 

 

 

 

 

  1. Bildungsangebot

 

X

X

 

 

 

  1. Kulturangebot

 

X

X

 

 

 

  1. Freizeitangebot

 

X

X

 

 

 

  1. Partizipation in Entschei-dungsprozessen

 

 

 

 

 

 

  1. Arbeitslosenquote

 

 

 

 

 

 

  1. Ausbildungsplätze

 

 

 

 

 

 

  1. Betriebsansiedlungen

 

 

 

 

 

 

  1. wirtschaftl. Diversifizierung nach Branchen

 

 

 

 

 

 

Entsprechende Auswirkungen sind lediglich anzukreuzen.

 

 
 

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