Drucksache - VIII-0745  

 
 
Betreff: Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung an kommunalen Gebäuden und Außenanlagen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die GrünenBezirksamt
   
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
20.02.2019 
22. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Finanzen, Personal und Immobilien federführender Ausschuss
21.03.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Personal und Immobilien mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
15.05.2019 
24. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen     
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
14.08.2019 
25. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Antrag Fraktion Bü90/Grüne, 22 BVV am 20.2.19
Beschlussempfehlung FinPersIm 24. BVV am 15.05.19
VzK§13BezVG BA SB, 25. BVV am 14.8.19

Siehe Anlage


Bezirksamt Pankow von Berlin

.07.2019

An die
Bezirksverordnetenversammlung

Drucksache-Nr.: VIII-0745/2019

Vorlage zur Kenntnisnahme
r die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG

Schlussbericht

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung an kommunalen Gebäuden und
Außenanlagen

 

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

In Erledigung des in der 24. Sitzung am 15.05.2019 angenommenen Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung Drucksache Nr.: VIII-0745/2018

 

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, wie an allen kommunalen Gebäuden und Außenanlagen des Bezirks, bei denen in den kommenden Jahren Sanierungs- und Baumaßnahmen anstehen, eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung eingeführt werden kann. Statt das anfallende Regenwasser in die Kanalisation abzuleiten, soll es durch geeignete Maßnahmen (Versickerung, Dachbegrünungen, Nutzung als Grauwasser etc.) vor Ort genutzt werden. Entsprechende Entsiegelungen im Freigelände sind dabei vorzusehen.

Die oben genannten Maßnahmen sollen auf ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin geprüft werden. Hierbei ist die vom Senat gegründete „Berliner Regenwasseragentur“r Beratung und Unterstützung mit einzubeziehen.“

wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:

Die Prüfung der Versickerung von Regenwasser ist Bestandteil jeder Planung von Baumaßnahmen im Bezirk Pankow.
Eine prinzipielle Dachbegrünung zur Verminderung der spezifischen Einleitmengen kann nicht erfolgen, da diese in Flächenkonflikt zur Vorhaltung von Anlagen zur Energiegewinnung stehen.

Gerade in weiten Teilen von Pankow ist eine Versickerung nur unzureichend möglich, da sich oberflächennah Geschiebelehmformationen befinden. Eine gebäudenahe Versickerung bildet hier Schichtenwasser aus und gefährdet den Gebäudebestand.

Als Maßnahme zum Schutz der Umwelt werden in Absprache mit den Berliner Wasserbetrieben Einleitbeschränkungen technisch umgesetzt. Hier wird nach einer Regenspende über einen Speicher Regenwasser in definierten Mengen in die Mischwasserkanalisation abgegeben. Diese Maßnahme dient zum Schutz der baulichen Anlagen bei fehlenden Versickerungsmöglichkeiten und zum Schutz des Abwassersystems vor Überlastung.

Die Nutzung von Grauwasser erfolgt aus Kostengründen nicht, da

  1. hierfür eine komplette, von der Trinkwasserinstallation getrennte, Installation notwendig ist,
  2. wegen der großen Differenz von Regenperioden, Trockenperioden, plötzlichen sehr umfangreichen Regenmengen und diskontinuierlichen Nutzungen (z. B. Schulen) eine umfangreiche Speicherung von Grauwasser mit der entsprechenden chemischen bzw. strahlungsbehafteten Wasserbehandlung notwendig ist.

Wir bitten, die Drucksache als erledigt zu betrachten.

Haushaltsmäßige Auswirkungen

Umfangreiche Mehrkosten bei Installation und Betrieb der Anlagen zur Grauwassernutzung.

Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen

keine

Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung

Keine

Kinder- und Familienverträglichkeit

Keine

ren Benn
Bezirksbürgermeister
 

Dr. Torsten Kühne
Bezirksstadtrat für Schule, Sport,
Facility Management und Gesundheit

 

 
 

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