Drucksache - VIII-0738  

 
 
Betreff: Musikalische Früherziehung fördern – Kooperationen zwischen Musikschule und Kitas ausbauen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion der SPDBezirksamt
   
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme § 13 BezVG /ZB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
20.02.2019 
22. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften federführender Ausschuss
07.03.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Ausschusses für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
27.03.2019 
23. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen     
Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin
11.09.2019 
26. ordentliche Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen     

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
Antrag Fraktion der SPD, 22 BVV am 20.2.19
Beschlussempfehlung WbKuStp 23. BVV am 27.03.19
VzK§13BezVG BA, ZB 26. BVV am 11.09.19

siehe Anlage


Bezirksamt Pankow von Berlin

.08.2019

An die
Bezirksverordnetenversammlung

Drucksache-Nr.:
VIII-0738

Vorlage zur Kenntnisnahme
r die Bezirksverordnetenversammlung gemäß § 13 BezVG

  1. Zwischenbericht

Musikalische Früherziehung fördern – Kooperationen zwischen Musikschule und Kitas ausbauen

Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen:

In Erledigung des in der 23. Tagung der BVV am 27.03.2019 angenommenen

Ersuchens der Bezirksverordnetenversammlung - Drucksache VIII-0738
 

Die BVV möge beschließen:
 

Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, inwieweit Kooperationen zwischen der Musikschule Béla Bartók und Kindertagesstätten schrittweise auszubauen und dauerhaft zu verstetigen sind, mit dem Ziel, die musikalische Früherziehung von Kindern bereits vor dem Schuleintritt zu fördern.

 

Zudem wird das Bezirksamt ersucht, Kooperationen zunächst in Bezirksregionen Pankows mit einem geringen Versorgungsgrad mit Angeboten der Musikschule auszubauen, beispielsweise in Buch, Karow, Rosenthal, Wilhelmsruh, Französisch-

Buchholz und Blankenburg.“
 

wird gemäß § 13 Bezirksverwaltungsgesetz berichtet:

 

In der Musikalischen Früherziehung werden erste Erfahrungen mit der Ausdrucksform Musik vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler lernen die eigenen Möglichkeiten kennen, sich musikalisch auszudrücken, über das Singen, die Bewegung zur Musik und die Rhythmik. Hier wird der Grundstein gelegt für ein allgemeines Musikverständnis und das gemeinsame Musizieren. Hierbei können die eigenen musikalischen higkeiten und Neigungen entdeckt und entwickelt werden. Es können bereits verschiedene Instrumente und Instrumentengattungen kennengelernt werden. Dabei können besonders interessierte Kinder sehr früh das individuell passende Instrument für sich finden.

Das Erlernen von Liedern und Reimen dient zusätzlich der intensiven Sprachförderung, kann aber auch zum natürlichen Umgang mit Sprachen anderer Nationen beitragen.

 

Die Kurse der musikalischen Früherziehung werden mit entsprechend ausgebildeten Lehrkräften, die über ein abgeschlossenes Musikstudium verfügen, durchgeführt.

 

Die Musikschule und das Amt für Weiterbildung und Kultur nimmt das Anliegen der BVV gerne auf und prüft und erprobt, wie weit mit den vorhandenen Ressourcen die bestehenden Angebote in Kooperation mit Kitas ausgebaut werden können. Die Lehrkräfte der Musikschule, die in den Kitas eingesetzt werden, sollen über die Kurse hinaus eine enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen und Leitungen der Kitas pflegen und so das Profil und die Angebote der Kitas stärken oder sogar gemeinsam weiterentwickeln. Sie unterstützen die Veranstaltungen und Feste der Kitas.

 

Zur Abdeckung der verschiedenen Altersgruppen und unter Berücksichtigung der Tagesabläufe in den Kitas könnten 3 Unterrichtsblöcke von 60 Minuten an einem Wochentag realisiert werden. Für diesen Wochentag sollte in der Kita ein Raum mit der entsprechenden Fläche, z.B. ein Bewegungsraum, vorgehalten werden.

 

Die Lehrkraft kann so fester Partner für 5 Kitas sein. Bei einem höheren Bedarf an Unterrichtsangeboten in einer Kita können je nach Verfügbarkeit von Honorarmitteln weitere Honorarlehrkräfte unter Koordination der festangestellten Lehrkraft hinzugezogen werden.

 

r die HH-Jahre 2020/21 ist eine Ausweitung der Angebote unter Berücksichtigung folgender Rahmenbedingung angedacht:

 

Kooperationsverhandlung mit den Kitas (bzw. Kitaverband) in den vorrangig nördlichen Bezirksregionen

Stufenweiser Einsatz von Fachlehrkräften in den Kitas, untersetzt mit befristeten dynamisch je nach Unterrichtsumfang anwachsenden Beschäftigungspositionen (Bepos), finanziert aus nicht verausgabten bezirklichen Personalmitteln.

 

Konkret verhandelt der FB Musikschulen derzeit mit drei Kitas im Bereich Buch (Lindenberger Weg, Walther-Friedrich-Str., Robert-Rössle-Str.).

r die Einstiegsphase wird es eine Finanzierung außerhalb der bezirklichen Ressourcen geben. Eine Kita-Kooperation wird aus „Kultur macht stark ndnisse für Bildung“ finanziert. Für die Eltern sind die Unterrichte kostenfrei. An zwei Kitas werden die Angebote durch zweckbestimmte Entgelte finanziert, die derzeit den notwendigen Honorareinsatz decken. Diese Kooperationen können im Rahmen möglicher haushälterischer Spielräume umgestellt und dann entgeltfrei gestellt werden.

Dabei können die neuen Unterrichtsmengen in die Kostenrechnung zusätzlich einfließen.

Inhaltlich bekommen diese Kooperationen einen Teststatus für zwei Jahre mit einem gesetzten Ende spätestens im Dezember 2021. Nach und nach können ab 2020 bei entsprechendem Vorliegen der Mittel weitere Kooperationen im Teststatus über Beschäftigungspositionen und Entgeltfreiheit aufgebaut werden.

 

Idealziel (derzeit nicht ausfinanziert) HH-Jahre 2022/23: Planung von 5 VZÄ gemäß umgesetzter Kooperationen. Hierbei werden dann 25 Kitas verbindlich mit Musikalischer Früherziehung versorgt.

Sachmittel: Die als Unterrichtsräume in den Kooperations-Kitas genutzten Räume müssen mit einer Grundausstattung an Orffschen Instrumenten versehen werden. Hierzu müssen Sachmittel von 1.000 Euro pro Kita veranschlagt werden. Spätestens für den Haushalt 2022/23 wären dafür einmalig 25.000 € bereit zu stellen. Für die Folgejahre 5.000 €r die Pflege und Austausch von verschlissenen Instrumenten.

 

Kostenleistungsrechnung und Budgetierung:

In der Testphase 20/21 werden planmäßig zunächst 9 Wochenstunden (3 je Kita) erteilt. Hieraus erwachsen zusätzlich 350 Mengen, die ein zusätzliches Budget für den Bezirk von 18.000 Euro für 2022ff erzeugen. 0,3 VZÄ als Bepo würden eingesetzt sein (Kosten 19.500 Euro pro Jahr)

 

Später: Bei dem Ausbau der Kooperationen mit 25 Kitas werden wöchentlich 100 Wochenstunden Unterricht zusätzlich geleistet. Das entspricht einer Mengenerwartung von zusätzlich 3.900. Der Zuweisungspreis für eine Menge Musikunterricht liegt voraussichtlich bei ca. 50 €. Daraus entsteht ein rechnerisch  zusätzliches Budget für den Bezirk von 195 T €.

 

Profil der eingesetzten Stellen: 1 VZÄ leistet in Phase 2 in der Kooperation mit Kitas wöchentlich 20 Unterrichtsstunden. Darüber hinaus 10 Unterrichtsstunden Instrumental-  bzw. Vokalunterricht in den Musikschulstandorten. Diese 10 Unterrichtsstunden entlasten die Honorarmittel entsprechend. Bei 5 Vollzeitäquivalenten würde demnach eine Entlastung der Honorarmittel um 50 Wochenstunden erreicht werden. Diese Maßnahme würde der anhaltenden Dynamik der erforderlichen Honorarmittel mit ca. 50.000 € entgegenwirken.

 

Haushaltsmäßige Auswirkungen

 

zurzeit noch nicht bezifferbar

 

Gleichstellungs- und gleichbehandlungsrelevante Auswirkungen

 

Allen Kindern in den kooperierenden Kitas sollen diese Angebote zu Gute kommen. Es fallen keine bürokratischen oder finanziellen Barrieren an. Die Angebote sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an.

 

Auswirkungen auf die nachhaltige Entwicklung

 

Durch die Einbeziehung der Mitarbeiter*innen der Kitas in die Inhalte der Kurse und die Anregung, Lieder, Rhythmik und Bewegung in den Kita-Alltag zu implementieren, wird der Umgang mit Musik, dem eigenen Körper und der eigenen Stimme als Bereicherung der Kita-Betreuung ein Teil zukünftiger Standards sein.

 

Kinder- und Familienverträglichkeit

 

Die Kinder- und Familienverträglichkeit ist gegeben, da diese Angebote weder zu finanziellen noch bürokratischen Belastungen für die Familien führen.

 

 

 

 

 

ren Benn

Bezirksbürgermeister

 

 
 

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