Nachhaltig am Arbeitsplatz

Grafik Gruppentreffen: Mehrer Personen sitzen an einem Tisch

Energiespartipps im Dienstgebäude und im Homeoffice

Klimaschutz, Energieknappheit und finanzielle Vorteile: inzwischen gibt es viele Gründe ressourcensparend zu agieren und sich mit den Möglichkeiten zur Minderung des Energieverbrauchs auseinander zu setzen. Den Beschäftigten der Öffentlichen Hand kommt hier eine besondere Rolle zu. Energie am Arbeitsplatz zu sparen, hilft nicht nur quantitativ, sondern beflügelt auch die Vorbildrolle gegenüber der Stadtgesellschaft. Besonders im Homeoffice wirkt zudem bewusstes Verhalten am Arbeitsplatz bis in den privaten Bereich hinein. Lassen Sie uns gemeinsam mithelfen diese Krise zu meistern und für die kommenden Generationen einen verantwortungsvollen Umgang im Sinne unserer Umwelt zu etablieren.

Raumtemperatur
Die Beheizung der Berliner Verwaltungsgebäude verursacht ca. 28.000 t Treibhausgase pro Jahr. Um diesen Verbrauch zu reduzieren, wurden Regularien eingeführt. Für das Homeoffice kann jede:r mit selbstgewählten Änderungen einen Beitrag leisten: Beispiele sind die Reduzierung der Raumtemperatur um 1-2 °C, gezieltes Stoßlüften und Heizkörper nicht durch Möbel zuzustellen.

Beleuchtung
Viele Dienstgebäude wurden bereits auf den Betrieb mit LED umgerüstet. Dies schließt allerdings nicht immer Schreibtischlampen und natürlich nicht Ihre Beleuchtung im Homeoffice mit ein. Auch hier lohnt sich ein Nachrüsten. Überdenken Sie zudem die wirklich benötigten Lichtquellen und vermeiden Beleuchtung mit gleichzeitig mehreren Lampen.

CO2-Rechner
Sie können mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes Ihre persönlichen Treibhausgasemissionen berechnen. Sie finden dort auch Tipps und Denkanstöße, die jede und jeder Einzelne schnell und unkompliziert umsetzen kann um seine CO2-Emissionen zu senken.

Vier Hände halten einander fest

Geräte clever nutzen
Nutzen Sie Geräte, wie Teekocher oder Kaffeemaschinen gemeinsam im Team. Viele Teeküchen sind bereits zentral mit Kühlschränken und anderen Geräten ausgestattet. Auch hier lohnt es sich genau hinzuschauen und ggf. die Temperatureinstellung zu überprüfen: 7 °C ist die ideale Kühlschranktemperatur.

Im Dienstgebäude wie im Homeoffice lassen sich zudem Strom- und Wasserverbrauch durch die Nutzung von Großgeräten im ECO-Modus reduzieren – bei Geschirrspüler und Waschmaschine liegen diese
teilweise 40 % unter dem Stromverbrauch der Standard- oder Kurzprogramme.

Warmwasser im Homeoffice
Nutzen Sie Warmwasser bewusst und wirklich nur, wenn es von Nöten ist. Beim Händewaschen hat die Temperatur z. B. keinen Einfluss auf die Entfernung von Bakterien, Viren und Pilzen, sondern vielmehr die Länge und ggf. Verwendung von Seife. Daher kann hier ohne Probleme kaltes Wasser genutzt und sehr einfach Energie gespart werden.

Abschalten
Sparen Sie aktiv Strom mit dem Ausschalten nicht genutzter Lichtquellen und Geräte. Dies insbesondere in selten genutzten Räumen wie z. B. Druck- und Kopierräumen.
Ab 2 Minuten lohnt es sich bereits!
Gleiches gilt für Computer, Monitore, Arbeitsplatzdrucker oder sonstige Elektrogeräte. Vermeiden Sie den Standby-Modus und verwenden Steckdosenleisten mit Kippschaltern.

Energie sparen mit dem PC
  • Nutzen Sie gezielt Telefon- und Videokonferenzen, um Dienstreisen zu vermeiden.
  • Auch bei der Arbeit am PC lässt sich gezielt Strom sparen, indem Sie für Recherchen nachhaltige Suchmaschinen verwenden. Inzwischen gibt es unterschiedliche Anbietende, die Aufforstungsprogramme unterstützen und Öko-Strom nutzen.
  • Löschen Sie regelmäßig Datenmüll und alte E-Mails auf Ihrem Computer.
  • Verwenden Sie wenn möglich WLAN anstelle des Mobilnetzes
  • Nutzen Sie Recyclingpapier zum drucken, wenn ein Druck notwendig ist.
  • Achten Sie beim Kauf von Geräten auf die Energieeffizienz und Siegel wie der blaue Engel.
Glühbirne mit Blumen im Inneren

Richtig Heizen und Lüften

Ungefähr 70 % des Energieverbrauches im Haushalt entstehen durch Heizen. Richtig Heizen und Lüften reduziert daher den Treibhausgasausstoß sowie die Heizkosten und verbessert Aufenthalts- und Luftqualität.

Richtig lüften
Regelmäßiges Lüften – mindestens 2 mal am Tag – ist wichtig, damit die Feuchtigkeit im Zimmer verringert wird und die Räume eine gute Luftqualität haben. Öffnen Sie daher beim Lüften die Fenster ganz und auch im Winter 5-10 Minuten (‘Stoßlüften’). Wenn Sie das Fenster nur kippen kommt zu wenig frische Luft in Ihr Zimmer, dies begünstigt Schimmelbildung. Stellen Sie dabei die Heizkörper auf * oder 0.

Schalten Sie 1 Grad runter – Das Thermostatventil
Mit dem Thermostatventil an Ihrem Heizkörper können Sie die Zimmertemperatur auf ein konstantes Niveau einregeln. Jedes Grad weniger spart bis zu 6 % Energie. Optimal ist eine Einstellung des Thermostatventils zwischen 2 und 3. Generell gilt: Schließen Sie ihre Türen, wenn die Heizung an ist. Wenn sich länger als einen Tag niemand im Raum aufhält, sollte das Ventil auf „❄“ heruntergedreht werden. Das Thermostatventil stellt die gewünschte Raumtemperatur ein, die erreicht und gehalten werden soll, z. B.:
Stern: ca. 5° C, Frostschutz
Stufe 2: ca. 16° C
Stufe 3: ca. 20° C
Stufe 4: ca. 24° C

Das Thermostatventil hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit, in der die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird. Das Umweltbundesamt empfiehlt als Orientierungswerte für verschiedene Raumnutzungen im Wohnbereich/ Arbeitszimmer ca. 20 °C und in Schlafzimmer/ Küche ca. 18 °C .

Weitere Heiz-Tipps
  • Achtung Wärmestau! Heizkörper und Thermostate sollten freistehen und nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sein, damit die warme Luft besser zirkulieren kann und sich die Heizwärme im Raum gut verteilt.
  • Verwenden Sie keine elektrischen Heizgeräte
  • Absenken der Temperatur über Nacht: Über die Fenster (auch im geschlossenen Zustand) entstehen Wärmeverluste. Ein Rollo oder Vorhang davor lässt ein isolierendes Luftpolster entstehen – damit kann weniger Wärme nach außen dringen.
  • Elektronische Heizkörperventile ermöglichen, für jeden Tag der Woche zu jeder Uhrzeit die Lieblingstemperatur einzuprogrammieren. Solche Thermostatventile können beim Energie sparen helfen mit gleichzeitig höherem Komfort für die nutzenden Personen.

Weiterführende Links zum Energiesparen

Verschiedene Institutionen haben zahlreiche Tipps zum Energiesparen zusammengestellt:
  • Der Berliner Senat hat das Portal Berlin.de/Energie ins Leben gerufen, um die Bürger:innen dieser Stadt umfassend und aktuell mit allem rund um das Thema Energie zu versorgen. Das Informationsangebot umfasst drei Säulen: Maßnahmen der Berliner Verwaltung zum Energie sparen, Tipps und Hinweise für alle Bürger:innen sowie ein aktuelles Lagebild zur Energieversorgungssicherheit in Berlin.
  • Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat die Kampagne ’80 Millionen gemeinsam für Energiesparen’ gestartet und verschiedene Energiespartipps zusammengestellt.
  • Das Umweltbundesamt bietet eine gute Zusammenstellung zu Umwelttipps für den Alltag. Hier werden Themen behandelt wie: Woran erkenne ich umweltfreundliche Produkte? Wie kann ich sinnvoll Energie und Kosten sparen? Wie lässt sich Umweltschutz einfach in den Alltag integrieren?
  • Heizungstipps

    PDF-Dokument (240.6 kB)

  • Energiesparen im Büro

    PDF-Dokument (305.2 kB)

  • Energiespartipps im Dienstgebäude und beim Homeoffice

    PDF-Dokument (432.6 kB)

  • Klimatipps Homeoffice

    PDF-Dokument (257.4 kB)