Der Andreas-Hofer-Platz
Auf dem „Brenner“ wurden viele Bäume neu gepflanzt.
Bild: Dr. Axel Täumler
Nicht in Tirol, sondern in Pankow: der “Brenner”
Südwestlich des S- und U-Bahnhofes Pankows liegt das Tiroler Viertel mit dem im Jahre 1926 angelegten Andreas-Hofer-Platz, der von einem grünen Baumgürtel umgeben ist. Charakteristisch ist sein aus Kriegsschutt bestehender Hügel, der von den Einwohnern liebevoll „Brenner“ bzw. „Brennerberg“ genannt wird. In schneereichen Wintern verwandelt er sich für die Kinder der Umgebung zu einem beliebten Rodelberg.
1905 erwarb die „Deutsche Bodengesellschaft m.b.H.“ ein ca. 37 ha großes Areal zwischen Esplanade, Dolomiten- und Mühlenstraße und bebaute sie teilweise. Die Gestaltung der Fläche erfolgte 1926 durch Alexander Weiss (1863-1937), den ersten Gartenamtsdirektor von Pankow. Auf den verbliebenen Freiflächen in Bahnnähe wurden zahlreiche Kleingärten angelegt. Die 1920 begonnene Bebauung stoppte mit Beginn des Zweiten Weltkrieges. Sie wurde erst Ende der 1970er Jahre fortgesetzt, wofür viele Kleingärten weichen mussten. Nach 2014 entstanden Neubauten in kriegsbedingten Häuserlücken. Die Mischung aus Altem und Neuen macht das Viertel zu einem beliebten Wohnquartier. Namensgeber des Platzes ist der Andreas Hofer (1767-1810), der 1809 an der Spitze des Tiroler Bauernaufstandes gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat kämpfte.