Der Paule-Park

Der Weg vom Rathaus-Center zur Parkstraße

Ein Tummelplatz für Kinder auf altem Panke-Grund

Alte Plänen zeigen, dass das Gebiet hinter dem Rathaus-Center in früheren Zeiten zum Flusslauf bzw. Niederung der Panke gehörte. Im 18. Jahrhunderts siedelten sich dort wohlhabende Berliner Bürger an, nahe dem Schloss der Königin Elisabeth Christine (1715-1797). Die großen, alten Bäume sind Zeugen einer Zeit, in der es hier nur Gärten gab und noch niemand versuchte, den feuchten Grund zu bebauen. Die Ende des 19. Jahrhunderts an der Breiten Straße eröffneten “Restaurationen“ hatten hier ihre Bier- oder Kaffeegärten.

Eine 100-jährige Eibe wurde 1998 in die Schönholzer Heide umgepflanzt, um Platz für den Bau des Rathaus-Centers zu schaffen. Die Finanziert wurde die Umsetzung von den Bauherren. Viele Pankower sahen dem Transport zu. Die Umgestaltung der Brach‐ und Gartenflächen erfolgte zwischen 1994 und 2011 nach Plänen der Landschaftsarchitektin Azemina Bruch (geb. 1958). Die Einweihung des Parks fand bereits im Jahre 2005 statt.

Vom Anger aus gelangt man links oder rechts am Rathauscenter vorbei zum Paule-Park. Seine ausgedehnten, mit phantasievollen Figuren und Geräten ausgestatteten Spielflächen grenzen an Kleingärten, die Kindertagesstätte „Sonnenblume“ und an Wohnstätten für Senioren. Wer die Grünfläche durch den von Andreas Schmid (geb. 1955) im Jahr 2006 fertiggestellten „Lichtgang“ Richtung Pestalozzistraße durchquert,

kommt an der Kinder- und Jugendeinrichtung „Schabracke“ sowie einem Bolz- und Spielplatz vorbei.

Um für die neu angelegte Spielfläche einen Namen zu finden, wurde ein Wettbewerb unter den Pankower Bürgern ausgeschrieben. Gewonnen hat der Vorschlag des „Freundeskreises der Chronik Pankow e.V.“, der den Park dem Maler Paul Schultz‐Liebisch (1905-1996) widmete. Seitdem heißt er Paule-Park.