Der Stadtrandpark Neue Wiesen
Bild: Wolfgang Krause
Neue Ideen auf alten Feldern
Mitte der 1990er Jahre wurde südlich von Karow-Nord der 86 ha große Stadtrandpark „Neue Wiesen“ angelegt, und im Herbst 1998 der Öffentlichkeit übergeben. 1999 erhielt die von Andrea Schirmer und Martina Kernbach entworfene, modern gestaltete Anlage den Deutschen Landschaftsarchitekturpreis Der Pavillon am Eingang sowie eine Skateranlage sind beliebte Treffpunkte von Jugendlichen.
Gruße Teile des Geländes sind von dem 700 m langen Parkband aus zu erreichen, an dem es Schatten spendende Birken und auch Sitzgelegenheiten gibt. Zugleich bildet das Parkband den zentralen Teil der Anlage. Der Lindenberger Weg zieht sich als Allee durch die weitläufige Anlage. Bänke und Tische entlang des Weges sowie eine Liegewiese laden zur Rast ein.
Besonders reizvoll ist die Wegeführung zwischen zwei Gewässern: dem durch die Anlage fließenden, teilweise von Pappeln gesäumten Karower Feldgraben und der Laake. Das aus dem Niederdeutschen stammende Wort „Laake“ bezeichnet ein stehendes bzw. schwach fließendes Gewässer. Die Laake erhielt im Zuge der Parkgestaltung wieder ein natürliches Fließbett und mündet nach 4,3 km in die Panke. Früher gehörte sie zum ausgeklügelten System der Rieselfeldentwässerung am Stadtrand.
In der Parkmitte bietet ein ca. 10 m hoher, pyramidenartig gestalteter Hügel. Von hier aus hat man einen weiten, während der Rapsblüte besonders reizvollen Blick auf die Barnim-Landschaft. In schneereichen Wintern ist er eine beliebte Rodelbahn.
Das ganz in der Nähe, 1980 als Flächennaturdenkmal ausgewiesene Gebiet „Karower Teichberg“ – südöstlich des alten Karower Ortskerns gelegen – ist Lebensraum für viel Amphibien- und Reptilienarten.
Der 62,8 m hohe Teichberg ist heute mit einer Einfamilienhaussiedlung bebaut.