Die Hufelandstraße

Reges Leben unter den jungen Platanen in der Hufelandstraße

Reges Leben unter den jungen Platanen in der Hufelandstraße

Wieder eine lebendige Wohn- und Einkaufsstraße

Bis Mitte der 1990er Jahre war die Hufelandstraße stark vom Durchgangsverkehr belastet. Als man den Straßenraum erneuerte, standen eine allgemeine Beruhigung des Kfz-Verkehrs, eine Stärkung der Sicherheit für die Fußgänger, insbesondere der Kinder, eine Ordnung des ruhenden Verkehrs und eine Verbesse-rung des städtebaulichen Erscheinungsbildes im Mittelpunkt. Außerdem sollten der ruhende Verkehr, also die parkenden Autos, besser geordnet und das städtebaulichen Erscheinungsbildes insgesamt verbessert werden. Die Seitenräume in den Kreuzungsbereichen Bötzow- und Esmarchstraße sind heute verkehrssicher, der ruhende Verkehr ist geordnet, das illegale ordnungswidriges Parken unterbunden. Stattdessen gibt es viele Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Die Straße ist wieder zu einem Ort geworden, an dem man sich gerne aufhält.

In den 1970er Jahren starben viele Bäume an der Straße; denn es war nicht mehr das feuchte Stadtgas, das unter ihnen hindurch in die Haushalte kamgeleitet wurde, sondern das trockene Erdgas aus der Sowjetunion. Die Verbindungsstücke zwischen den Rohren wurden undicht, Methan trat aus und lieferte den Bodenbakterien so viel Nahrung, dass sie sich in Massen vermehrten. Dem Boden, und damit den Bäumen, entzogen sie den zum Überleben notwendigen Sauerstoff. Die haushohen Silberlindenbäume erkrankten und mussten gefällt werden.

Nach der Sanierung der Gasrohre ab 1990 konnten wieder Bäume gepflanzt werden. Durch die Anpflanzung von Platanen erhielt die im 19. Jahrhundert entstandene Straße ihren Alleecharakter zurück.

Ganz in der Nähe, in der Straße „Am Friedrichshain“, gegenüber derm Volkspark, führt eine kleine Stichstraße zum Spielplatz „Katz und Maus“, der zentral in einer Wohnanlage aus der 1930er Jahren liegt. Den Spielplatz legte die Garten- und Landschaftsarchitektin Christiane Gottwald im Jahr 2005 an. Die zugewucherte und verschattete Freifläche, auf der keine Spielgeräte standen, wurde unter Berücksichtigung der Anwohnerinteressen zu einem vielfältig nutzbaren Platz für Jung und Alt.