Der Blankensteinpark

Mittelteil der ehemaligen Hammelauktionshalle

Neuer Park auf altem Schlachthofgelände

Der Blankensteinpark ist grüner Mittelpunkt eines neuen Stadtquartiers, das Ende 2005 im Zentrum des ehemaligen Zentralvieh- und Schlachthofes an der Landsberger Allee fertiggestellt wurde. Im Rahmen eines zuvor durchgeführten landschaftsplanerischen Wettbewerb wurde der Entwurf des Büros Kiefer/Christine Erdmaier ausgewählt. In die 5,1 ha große Parkanlage wurde das Metallgerüst der ehemaligen Hammelauktionshalle integriert, das viele die Blicke auf sich zieht.
Den westlichen Parkrand säumt ein Birkenwäldchen, den östlichen ein Wildkirschenhain und auf der Rasenfläche wachsen mehrere Rotbuchen heran. Unter dem Park befindet sich ein Regenwasserrückhaltebecken. Die zum Teil asphaltierten Parkwege werden im Sommer und Herbst auch von Skatern sowie und Radfahrern genutzt. Südlich des Birkenhains schließen sich ein eingezäunter Ballspielplatz sowie ein von Hecken umgebener, mit Kletterburg, Rutsche und Balancierbalken ausgestatteter Spielplatz an. In unmittelbarer Nähe, an der Eldenaer Straße, befindet sich ein weiterer Freizeitpark mit altem Baumbestand – der allerdings schon zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gehört.

Öffentliche Grünflächen, Vorgärten und grüne Höfe entstanden auch in den anderen, mit Wohnanlagen bebauten Vierteln auf dem insgesamt 50 ha großen Gelände. Insgesamt wurden seit dem Jahr 2000 ca. 66.000 m² Grün- und Freiflächen angelegt. Dazu gehört auch der „Hausburgpark“ im Hausburg- und Thaerviertel.

Das gesamte Gebiet ist zu einer gefragten Wohnadresse Wohngegend mit moderner sozialer Infrastruktur geworden. Ende 2000 betrug die Einwohnerzahl etwa 3.000 – darunter Zuzügler aus vielen Ländern der Welt. Nach dem Sozialatlas Berlins zählt das Wohnquartier zu den kinderreichsten Gebieten Berlins.
Damit das Gelände schnellstmöglich bebaut werden konnte, stellte der Senat mehr als 110 Millionen Mio. Euro zur Verfügung. Nach der Aufteilung des Areals in fünf Baufelder (Hausburgviertel, Thaerviertel, Blankensteinpark, Eldenaer Viertel und Pettenkofer Dreieck) wurden dafür Architekturwettbewerbe ausgeschrieben.

Nach der 1991 verfügten Einstellung des Schlachtbetriebes beschloss der Senat von Berlin eine Neuordnung des Areals. Eswurde zum städtebaulichen Entwicklungsbereich. Die dafür gegründete „Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße“ ließ zunächst Erschließungsstraßen bauen. Namen wie „Zur Rinderauktionshalle“, „Viehdrift“, „Zur Börse“, „Zur Innung“, und „Zur Marktflagge“ erinnern an die Geschichte des Areals.