Der Einsteinpark

Die Skulpturen "Albert & Einstein"

Benannt zu Ehren eines großen Wissenschaftlers

Der in den Jahren 1996 bis 1998 durch das Naturschutz- und Grünflächenamt Prenzlauer Berg gestaltete Einsteinpark wurde als Spiel- und Erholungsanlage konzipiert. Zuvor gab es hier bereits einen Spielplatz für Kinder aus dem umliegenden, in den 1960er Jahren entstandenen Wohngebiet. Gleich von welcher Seite man den Park betritt, beeindruckt das facettenreiche Grün. Die Palette reicht von stattlichen Ahornbäumen, breit ausladenden Linden, die auf den Rasenflächen Schatten spenden, Pappeln, Birken und Rotbuchen bis zu verschiedenartigen Gehölzen entlang der Wege.

An mehreren Stellen der Anlage erinnern Details an Einsteins Leben und Schaffen, zum Beispiel eine 9 m hohe Spiellandschaft, deren Konstruktion die in der Form eines Atommodells hat. In der Nähe der Spielgeräte liegt „Ein Stein“.
Weiter in Richtung Osten steht ein nach Entwürfen der Gestalterin Yvonne Kohlert (1965-2009) errichteter Pavillon, eine Würdigung der großen wissenschaftlichen Leistungen Albert Einsteins. In dessen Mitte befindet sich ein Pflasterbild mit Einsteins berühmter Formel e=m·c² aus der von ihm entwickelten Relativitätstheorie.
Das sechseckig gehaltene angelegte Fundament trägt sechs Granitsäulen mit fünf gleich großen Quersteinen. In die zwischen den Säulen stehenden, nach oben abgeschrägten Basaltstelen sind weitere physikalische Formeln eingelassen.

Vor dem Pavillon stehen Laubbäume, deren Kronen ein grünes Dach bilden. Zu dem Ensemble gehören die von der Bildhauerin Anna Franziska Schwarzbach (geb. 1949) in den Jahren 1997 bis 1998 geschaffenen Skulpturen, die auf einem großen Granitsockel stehen.

Schwarzbachs Idee war, den noch jungen und den bereits gealterten Einstein lebensgroß nebeneinander zu stellen, um die wechselseitige Beziehung zwischen Alter und Jugend zu verbildlichen. Die grobe Oberflächengestaltung der beiden Figuren ist eine die persönliche Handschrift der Künstlerin, und findet sich auch in ihren anderen Arbeiten wieder.

Am 14. März 1879 in Ulm geboren, wurde der ehemalige Patentamtsmitarbeiter Albert Einstein im April 1914 als Professor ohne Lehrauftrag für theoretische Physik an die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin berufen, wo er die „Allgemeine Relativitätstheorie“ zum Abschluss brachte. Mit Hilfe des im August 1921 eingeweihten Sonnenobservatoriums („Einsteinturm“) auf dem Potsdamer Telegraphenberg sollten seine Hypothesen überprüft werden. 1922 erhielt Einstein für seine Erklärung des photoelektrischen Effekts den Nobelpreis für Physik.
Am Tag der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten weilte Einstein zu einer Vortragsreihe in den USA. Im März 1933 erklärte er seinen Austritt aus der Preußischen Akademie. Einstein betrat nie wieder deutschen Boden. Am 18. April 1955 verstarb Albert Einstein in Princeton/USA.