Der Humannplatz
Bild: Wolfgang Krause
Alter Platz in neuem Glanz
Zu den zehn öffentlichen Plätzen, die James Hobrecht in dem nach im benannten Plan „in ausreichender Zahl zweckmäßig verteilt“ vorgesehen hatte, gehörte auch der Humannplatz. Zuvor war der Prenzlauer Berg noch Acker- und Weideland gewesen, was sich jedoch bald ändern sollte. Gärtnerisch gestaltet wurde der Platz erst zwischen 1910 und 1912. In den Jahren 1935 bis 1937 ergänzte der Gartenarchitekt und Gartenamtsleiter Paul Mittelstädt die Bepflanzungen des Platzes, ohne dessen ursprüngliche Form wesentlich zu verändern. Wie kaum ein anderer Stadtplatz in Prenzlauer Berg bietet der Ort viel Raum für erholsamen Aufenthalt. Neben verschiedenen Gehölzen spenden vor allem die Rosskastanien, Linden, Ahornbäume und Platanen im Sommer reichlich Schatten
Der Platz erfuhr in den Jahren 2012 und 2013 eine umfassende Neugestaltung, in die auch Anregungen der Anwohner einflossen. Seine Grundstruktur blieb dabei erhalten.
Die einzelnen Bereiche des Spielplatzes sind jetzt durch hölzerne Stege verbunden. Neu gestaltet angelegt wurde auch der Bereich an der Wichertstraße. Im Jahr 2014 entstand auf den Grundmauern der ehemaligen Sanitäreinrichtung ein Café.
Dem Besucher des Humannplatzes fallen viele Kunstwerke auf. An der Wichert-/Guvangerstraße steht die 1978 von Emerita Pansowova Pansowová (geb. 1946) geschaffene Sandsteinfigur „Hockendes Mädchen“, ein Stück weiter die bronzene, 1965 von Stefan und Birgit Horota kreierte Tierskulptur „Der Bär“ (1965) von Stefan und Birgit Horota. An der 1996 auf der Spielfläche aufgestellten, von der Bildhauerin Christine Dewerny (geb. 1947) geschaffenen Sandsteinskulptur mit ihren Tierreliefs – Fuchs, Eidechse und Delphin – haben nicht nur Kinder viel ihren Spaß. Gleiches gilt für die beiden steinernen Teddybären und die Skulptur eines Matrosen mit entblößtem Bauchnabel, der am Rand des Spielplatzes in Richtung Norden blickt. Beeindruckend ist auch die 12 m hohe „Pyramide“ aus Stahl, die auf der Grünfläche an der Erich-Weinert-Straße steht. Ihre Entstehungsgeschichte ist auf einer an der Konstruktion angebrachten Tafel nachzulesen.
Der Anfang der 1960er Jahre zwischen Kugler-, Scherenberg- und Lewaldstraße angelegte Platz wurde er nach Fanny Lewald (1811-1889) benannt, einer deutschen Schriftstellerin jüdischer Herkunft und Vorkämpferin für die Frauenemanzipation. Das ca. 2.500 m² große, unbebaute Grundstück war lange Eigentum der Deutschen Post. Der Bezirk erwarb das Gelände, um es zu einer Spielplatzanlage auszubauen. Die Spielplatzfläche soll mehr als 1.000 m² betragen und mit vielen Spielgeräten ausgestattet werden.
Auf der Rasenfläche an der Lewaldstraße steht die Bronzeskulptur „Wolf und Storch“, 1968 vom Bildhauer Stefan Horota geschaffen und 1992 hier aufgestellt. Seine Brille die Adebar lange auf seinem langen Schnabel trug, hat er leider vor Jahren eingebüßt.