Die Stargarder Straße und Umgebung
Bild: Dr. Axel Täumler
Kinderparadiese im Großstadtgewimmel
„Die Stargarder“, wie die Verbindungstrasse zwischen Schönhauser und Prenzlauer Allee kurz genannt wird, ist zu jeder Tages- und Nachtzeit belebt. Sanierte Gründerzeitbauten, darin mit kleinen Läden, die viel Originelles anbieten, große und kleine Cafés und Restaurants … Wer am Nachmittag seine Kinder aus den umliegenden Kindergärten und Schulen abholt, kommt an keinem der mit Buddelkisten und phantasievollen Geräten ausgestatteten Spielplätze vorbei.
Der Spielplatz im denkmalgeschützten Bereich der Gethsemanekirche war schon immer beliebt. Er liegt ist fast kreisrund und liegt im Schutz der Kirche und der angrenzenden Wohnhäuser. Mit der Erneuerung 2001 wurden zwei Spielbereiche und ein Aufenthaltsplatz eingerichtet. Eine Kletterkombination, Tischtennisplatten und andere Spielgeräte bieten mannigfaltige Abwechslung.
Auf dieser Fläche wurde 2011 ein ehemaliges Garagengrundstück neu gestaltet. Wenn nicht gerade Schnee auf den dort aufgestellten Tischtennisplatten liegt, finden sich zu jerder Jahreszeit Anwohner ein, die hier ihre Partien spielen.
Ein Elefant aus Beton, auf dessen Rüssel als Rutsche diente, war jahrzehntelang die Attraktion auf dem kleinen Spielplatz an der Senefelderstraße/Ecke Stargarder Straße. Nach 1991 musste die Skulptur wegen des defekten Betons abgebaut werden. Der Platz wurde uninteressant und verfiel zusehends.
2001 gründeten Anwohner und Eltern aus dem angrenzenden Haus Senefelderstraße 18 die Elterninitiative Elefantenspielplatz, um die Fläche neu zu gestalten. Die Initiative erhielt aus den Programm Soziale Stadt Fördermittel und übernahm die Planung und Ausführung der Platzgestaltung.
Eine Sitzmauer aus Sandstein umgibt heute eine „Zirkusmanege“ aus Sand, in der die Kinder buddeln und toben können. Neue Spielgeräte wurden angeschafft, zwei Tischtennisplatten aufgestellt, und einige Gehölze erneuert.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist ein weiterer, größerer Spielplatz entstanden, dessen Spiel- und Klettergeräte auf weitläufigen Sandflächen stehen.
In Anlehnung an die Pläne des Architekten Ludwig Hoffmann (1852-1932) wurde 2004 die Hofanlage gemeinsam mit Schülern der Hof neu gestaltet. Die alten hohen Bäume zwischen der S-Bahn-Trasse und dem Schulgebäude lassen dieses wie in Grün eingebettet wirken. Im Vorderhof wurden Birnenbäume gepflanzt, die die das Schliemann-Denkmal umrahmen. Im hinteren Bereich des Hofes ist um einen Baum ein Steinkreis angelegt, den Gräser und Gehölze umgeben. Eine Pergola trägt zum Grün auf dem Schulhof bei.
Der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann plante zwischen 1898 und 1900 auch das Schulgelände des heutigen Käthe-Kollwitz-Gymnasiums mit separater Turnhalle, einem Lehrerwohnhaus sowie Pausen- und Freiflächen. Der nördlich des Schulgebäudes liegende Schulhof wurde zu Beginn der 1980er Jahre nahezu vollständig betoniert. Als Begrenzung zum S-Bahn-Graben entstand eine 2,5 m hohe Betonwand. Bei der Umgestaltung in den Jahren 2000 bis 2005 wurden Schüler, Eltern und Lehrer unter dem Motto „Go Green“ in die Planungen einbezogen. Roter Hartriegel, Scheinquitte, weiße Hortensie, Hibiskus, Gräser sowie Bambus und Stauden begrünen heute das Gelände. Im vorderen Hof wurden neue Bäume gepflanzt. Die gesamte Hofanlage gliedert sich in die Bereiche Bewegung, Übergang und Ruhe. Die schlauchartige Form des Hofes wurde mit grünen Inseln und Sitzelementen aufgelockert, die Betonwände erhielten „Durchblicke“. Auf der Sportfläche im hinteren Teil steht ein von drei Seiten bespielbarer Basketballkorb. Ein blitzförmig gestalteter „Hauptweg“ verbindet alle Hofbereiche miteinander. Die Käthe-Kollwitz-Statue wurde nach der Sanierung des Sockels neu platziert.
Im Jahr 2006 konnte in der Hiddenseer Straße ein weiterer Spielplatz eröffnet werden.Seine Gestaltung orientierte sich an der Landschaft der Ostseeinsel Hiddensee. Bei der Auswahl der Spielgeräte wurden u. a. Vorschläge von Schülern berücksichtigt. Der Kletterbereich mit seinen unterschiedlichen Neigungen, Höhen und Belägen, Holzstangen, Hängematten und Balancierseilen bietet viel Abwechslung.