Der Senefelderplatz

Das Senefelder-Denkmal

Das Senefelder-Denkmal

Das Tor zum Prenzlauer Berg

Der Senefelderplatz ist von Wohnstraßen umgeben. 1885 angelegt, hat er die Form eines spitzwinkligen Dreiecks und umfasst eine Fläche von rund 1.700 m².
Stadtgartendirektor Hermann Mächtig (1837-1909), der u. a. den Treptower Park gestaltete, war auch für die Anlage des Senefelderplatzes zuständig. Anfangs hieß der Platz nur „A, Abt. XII“, danach zeitweilig Thusnelda-Platz. Nach den Plänen von Mächtig wurde das Areal mit Rasen, Gehölzen und Bäumen bepflanzt. Bereits im Jahr 1892 stellte man am südlichen Ende des Platzes ein Denkmal für den Erfinder der Lithographie, Alois Senefelder (1771-1834), auf. Heute ist dies das älteste Denkmal im Ortsteil Prenzlauer Berg. Bei seiner Einweihung am 6. November 1892 war Kaiser Wilhelm II. (1859-1941) anwesend. Das Denkmal schuf der Berliner Bildhauer Rudolf Pohle (1837-1910), finanziert wurde es durch Spenden des Druckereigewerbes. Den Standort des Denkmals legten der Bildhauer und der Garteninspektor Axel Fintelmann (1848-1907) fest. Seit dem 7. Juni 1896 trägt die Grünfläche den Namen Senefelderplatz.

Wegen des U-Bahn-Baus (1910-1913) und die Errichtung der Errichtung der U-Bahn-Station konnte die ursprüngliche Bepflanzung nicht beibehalten werden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde auch das Senefelder-Denkmal stark beschädigt. Nach seiner Instandsetzung nach Kriegsende machten Umwelteinflüsse in den folgenden Jahrzehnten eine erneute Restaurierung notwendig. In den Jahren 1994 und 1995 wurde der Senefelder Platz als Gartendenkmal nach historischen Plänen rekonstruiert. Gleichzeitig sanierte man auch das sogenannte Café Achteck denkmalgerecht, eine um 1878 vom Berliner Stadtbaurat C.T. Rospatt entwickelte öffentliche Bedürfnisanstalt für Männer, welche typisch für Berlin war.