Der Leisepark
Balancierstrecke im Leisepark
Bild: Leane Benjamin
Kinder gaben ihm seinen Namen.
Nur wenige Schritte von der Prenzlauer Allee entfernt, an der Heinrich- Roller-Straße, liegt ein sehr idyllischer Ort: der Leisepark. Ruhig soll es hier sein und friedlich.
Auf einer Teilfläche der Friedhöfe St. Nikolai und St. Marien, auf der seit mehr als 30 Jahren niemand mehr beigesetzt wurde, entstand 2012 ein öffentlicher Park, rund 15.500 m² groß.
Weil immer weniger Berliner ihre Angehörigen traditionell bestatten lassen, werden rund 40 % der Berliner Friedhofsflächen, knapp 700 ha, nicht mehr gebraucht.
Anwohner hatten dieses Areal bereits vor 2012 als Park genutzt. Zusammen mit der Bürgerinitiative „Rollerfriedhof“ setzten sie sich gegen eine geplante Bebauung ein und erreichten nach mehreren Jahren, dass das Land Berlin die Fläche vom evangelischen Friedhofsverband ankaufte.
Wege laden zu einem Rundgang ein, auf Bänken, Hängematten und Sitzpodesten kann man sich erholen. Für Kinder gibt es verschiedenste Spielmöglichkeiten zu entdecken.
Einen Teil der alten Grabsteine hat man zur Erinnerung an die Zeit der Friedhofsnutzung stehen lassen. Da die Ruhe auf dem Gelände gewahrt bleiben soll, dürfen Hunde nicht mitgebracht werden, auch das Grillen ist nicht erlaubt. Abends wird das Tor verschlossen.