Der Stadtplatz MARIE
Kommste mit uff de MARIE …
Blick auf die Platzanlage nach 1994
Bild: S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH
Großstadt-Sommerabend in Prenzlauer Berg. Gedränge auf der MARIE: Tobende Kinder auf dem Abenteuerbauspielplatz, Erwachsene, die auf der Wiese liegen, buntes Treiben im kleinen Amphittheater und Anwohner bei der Arbeit im Kiezgarten. Zur Marienburger Straße hin, auf dem mit Platanen bewachsenen Vorplatz, herrscht Gedränge an den Tischtennisplatten – und das nicht nur an Sommerabenden: Die MARIE gehört zu den am meisten besuchten Plätzen in Prenzlauer Berg.
Die Gestaltung des Geländes initiierte die Gesellschft für behutsame Stadterneuerung S.T.E.R.N. einen Workshop mit Anwohnern, Schülergruppen, Landschaftsplanungsbüros und dem Grünflächenamt. Künstler aus dem Kiez unterstützten die Arbeit. Wandmalereien und Mosaike sind das Ergebnis dieses kooperativen Arbeitsprozesses.
1998/99 wurde auch der Mittelteil der Anlage und der angrenzende Schulhof der „Schule an der Marie“ umgestaltet. Das Engegement der Schüler für ihren Schulgarten würdigte der Bezirk im Jahr 2013 mit dem Pankower Umweltpreis.
Seit 2007 ist die MARIE als öffentliche Grünfläche und Stadtplatz dauerhaft gesichert. Die Umgestaltung wurde im Frühjahr 2008 abgeschlossen. Mit dem behindertengerechten Neubau des Spiel- und Gemeinschaftshauses auf dem Abenteuerbauspielplatz der MARIE konnte seit 2014 das freizeit- und sozialpädagogische Angebot verbessert werden. Vorbild für den „Kiezgarten“ sind die „community gardens“ in New York, die durch nachbarschaftliches Engagement entstanden sind.
2009 gründete sich der Vereins „Freundeskreises MARIE“, der sich für den Platz einsetzt. Der Platz wurde gleich mehrfach ausgezeichnet – 1999 mit dem Gustav-Meyer-Preis des Landes Berlin, im Jahr 2000 mit dem Preis Soziale Stadt und 2004 mit dem Europäischen Städtebaupreis.