Der Antonplatz
Bild: Wolfgang Krause
Die „Piazza“ von Weißensee
Der Antonplatz ist der Mittelpunkt des historischen Zentrums von Weißensee und wurde 1874 am Kreuzungspunkt der Berliner Allee (bis 1910 Königschaussee) und der Langhansstraße angelegt.
Die Bebauung des Platzes ergab zu keiner Zeit ein geschlossenes Erscheinungsbild. Sie reichte von verzierten viergeschossigen Gründerzeitgebäuden über zweigeschossige schlichte Vorstadthäuser bis hin zu freistehenden eingeschossigen Bauten.
Das Gebäude am nördlichen Rand des Platzes wurde 1920 als Kino und Wohnhaus errichtet und beherbergte die „Decla-Lichtspiele“ mit 700 Plätzen bzw. 1921 das „UFA-Theater“. Das Kino wurde 1948 unter dem Namen „Toni“ wieder eröffnet.
Der Regisseur Michael Verhoeven erwarb 1992 das Haus. Es wurde 1996/97 renoviert und durch den kleinen Saal „Tonino“ (102 Plätze) erweitert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bebauung auf der Südseite des Antonplatzes zerstört. Die nun entstandene freie Fläche – der Antonplatz Süd – erfuhr 1954 eine Gestaltung als Grünfläche mit Brunnen, Sitzbänken, Pergolen und einer Plastik „Der Gärtner“ von Karl-Heinz Schamal (1929-2018).
Mit der Festlegung des Sanierungsgebietes “Komponistenviertel“ im Jahr 1994 erfolgte die Neugestaltung des nördlichen und südlichen Platzes. Vor dem Kino „Toni“ entstand ein befestigter Stadtplatz mit wenigen Bäumen, auf dem regelmäßig ein Wochenmarkt stattfindet.
Der Antonplatz Süd wurde 2007 nach den Entwürfen des Büros Hanke + Partner, das den zuvor ausgelobten Wettbewerb gewann, als öffentliche Grünfläche gestaltet. Den künstlerischen Wettbewerb für einen Brunnen im Mittelpunkt gewann der Künstler Matthias Heinz (geb. 1967).
Die Eingäng zur Grünanlage an der Berliner Allee und der Bizetstraße sind mit terrassenartigen Sitzelementen und Gräserpflanzungen gestaltet. Eine großzügige Rasenfläche mit Staudeninseln und diagonal verlaufende Wege gliedern die Fläche. Die vorhandenen großen Ahornbäume blieben als prägendes Element erhalten und wurden durch Japanische Zierkirschen und Zierbirnenbirnen ergänzt.