Sorgende Kieze in Pankow – Zukunftswerkstatt stärkt soziale Vernetzung in Weißensee

Pressemitteilung vom 05.11.2026

Wie können Menschen unabhängig von Alter und Lebenssituation gut und selbstbestimmt in ihrem Kiez leben? Welche Unterstützungsangebote bestehen bereits und wo gibt es Handlungsbedarf in Weißensee? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Zukunftswerkstatt „Sorgende Kieze in Pankow“ am 4. November 2026 in der Stephanus-Stiftung in Weißensee.

Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Sozial- und Altenhilfeplanung sowie der Altenhilfekoordination des Bezirksamtes Pankow und dem Qualitätsverbund Netzwerk im Alter – Pankow e. V. (QVNIA). Finanziert wurde die Veranstaltung durch die für Pflege zuständige Senatsverwaltung.

Nach der Begrüßung durch Harald Thiel, Kaufmännischer Vorstand der Stephanus-Stiftung, richtete Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch eine Videobotschaft an die Teilnehmenden.

Fachliche Impulse zum Konzept der Caring Community gaben Prof. Dr. Thomas Klie, Gerontologe und Sozialexperte, sowie Prof. Dr. Sinja Meyer-Rötz, Pflegebeauftragte des Landes Berlin. Dr. Anke Radenacker stellte die Sozialstruktur sowie bestehende soziale und pflegerische Angebote in Weißensee vor.

An der Zukunftswerkstatt beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes Pankow, der für Pflege zuständigen Senatsverwaltung, der Seniorenvertretung Pankow, von Stadtteil- und Nachbarschaftszentren, Pflegeeinrichtungen, Kirchengemeinden, weiteren sozialen Einrichtungen und Initiativen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. An drei Thementischen diskutierten die Teilnehmenden über bestehende Angebote, Vernetzungsmöglichkeiten und konkrete Unterstützungsbedarfe.

Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden ausgewertet und sollen in die weitere bezirkliche Sozialplanung einfließen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Einrichtungen und Initiativen in Weißensee zu stärken und gemeinsam passende Unterstützungsangebote zu entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch für andere Pankower Sozialräume und Neue Stadtquartiere genutzt werden.

Im Mittelpunkt steht kein von der Verwaltung vorgegebenes Programm, sondern ein gemeinsamer Entwicklungsprozess vor Ort. Ziel ist es, die Menschen und Einrichtungen in den Kiezen aktiv einzubeziehen und vorhandene Angebote, lokale Netzwerke, ehrenamtliches Engagement sowie das Wissen und die Erfahrungen der Menschen besser miteinander zu verknüpfen. Gemeinsam sollen daraus Unterstützungs- und Hilfsangebote entstehen, die sich an den Bedürfnissen vor Ort orientieren.

Die Sozial- und Altenhilfeplanung sowie die Altenhilfekoordination des Bezirksamtes Pankow begleiten diesen Prozess und unterstützen die Zusammenarbeit der Beteiligten. Damit sollen gesellschaftliche Teilhabe und nachbarschaftliche Unterstützung für alle Generationen in den Pankower Kiezen gestärkt werden.