Wiedereröffnung der Prater Galerie in Prenzlauer Berg am 3. September 2026

Pressemitteilung vom 18.08.2026

Die 1967 gegründete Prater Galerie kehrt an ihren frisch sanierten traditionellen Standort in der Kastanienallee zurück.

Mit der Eröffnung der kommunalen Prater Galerie erhält Berlin einen Ort für zeitgenössische Kunst, Austausch und kulturelle Begegnungen zurück. Die Galerie eröffnet am 3. September nach umfangreicher Sanierung wieder ihre Türen. Auch die Volksbühne wird in der benachbarten Spielstätte zur nächsten Spielzeit ihren Betrieb wieder aufnehmen. Berlin ist damit um ein kulturelles Highlight reicher. Inhaltlich wird die neue Galerie einen Bogen spannen: vom geschichtsträchtigen Umfeld hin zur vielfältigen gegenwärtigen Kunstszene, von der Kastanienallee hin zur internationalen zeitgenössischen Kunst mit einem besonderen Fokus auf Positionen der Kunst im östlichen Europa.

„Die Prater Galerie ist ein wichtiger Baustein unserer Kulturlandschaft. Mit ihrer Rückkehr nach Prenzlauer Berg gewinnt Berlin einen traditionsreichen Ort für zeitgenössische Kunst zurück. Ich wünsche mir, dass die Galerie ein offenes Haus für Künstler:innen, die Nachbarschaft und alle Kunstinteressierten wird“, sagt Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch.

Als erste Ausstellung in den neuen Räumen präsentiert die Galerie vom 4. September 2026 bis zum 3. Januar 2027 „Courage: Schwestern im Geiste“.
Sie ist Teil der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“.

Ein Pressetermin findet am 3. September 2026 um 11 Uhr statt.
Prater Galerie, Kastanienallee 7-9, 10435 Berlin
Um Anmeldung wird gebeten: mail@corinnawolfien.com
Pressebilder zur Ausstellung gibt es hier.

Pressekontakt:
Corinna Wolfien
Books Communication Art
+491755676046
mail@corinnawolfien.com

„Courage: Schwestern im Geiste“
4. September 2026 bis 3. Januar 2027
Eröffnung: 3. September 2026, 18 Uhr
Mit Werken von Yevgenia Belorusets, Christa Jeitner, Magdalena Jetelová, Lesia Pcholka, Luise Schröder, Gundula Schulze Eldowy, Natalia Vatsadze, Eva Vent

Kuratiert von Katharina von Hagenow (Leitung Prater Galerie), Lena Prents (Ko-Kuratorin der Ausstellung) und Susanne Weiß (ifa – Institut für Auslandsbeziehungen)

Zur Eröffnung am 3. September sprechen um 18:30 Uhr:
  • Dr. Cordelia Koch (Bürgermeisterin von Pankow)
  • Tina Balla (Leitung Fachbereich Kunst und Kultur in Pankow)
  • Katharina von Hagenow (Leitung Prater Galerie)
  • Lena Prents (Ko-Kuratorin der Ausstellung)
  • Susanne Weiß (Ko-Kuratorin, ifa)

Über die Ausstellung
Die Prater Galerie war ein zentraler Ort für zeitgenössische Kunst in Ost-Berlin und eng mit dem Zentrum für Kunstausstellungen der DDR (ZfK) vernetzt, wobei Werke aus der DDR und osteuropäischen Ländern in Austauschprozessen zirkulierten. „Courage: Schwestern im Geiste“ kehrt die historische Unterrepräsentation von Künstlerinnen um und zeigt ausschließlich künstlerische Positionen von Frauen, die gesellschaftliche und politische Fragen kritisch verhandeln. Historische und aktuelle Arbeiten verbinden sich dabei zu einem differenzierten Blick auf Widerstand, Erinnerung und Selbstorganisation in unterschiedlichen politischen Kontexten. Im Zentrum stehen künstlerische Praktiken, die Machtstrukturen, Exil, Repression, Solidarität und feministische Freiheitsbewegungen reflektieren. So entsteht ein vielstimmiges Bild von Courage als Haltung, die Kunst sowohl politisch als auch als kritisches Korrektiv versteht.

„Courage: Schwestern im Geiste“ ist Teil der ifa-Ausstellungsreihe „Publik Machen: Zu Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR“. Das Projekt untersucht in sechs Kapiteln die Arbeit des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), dessen grafischer Sammlungsbestand 1991 an das ifa überging. Das ZfK verband staatliche Kulturpolitik mit internationalem Austausch und eröffnet heute neue Perspektiven auf das Verhältnis von Kunst und Politik. Die Ausstellungsreihefindet 2026 in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Dresden und fünf Berliner Ausstellungshäusern statt: Prater Galerie, ifa-Galerie Berlin, Schloss Biesdorf, KVOST, Galerie im Turm. In Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung.

Über die Prater Galerie
Die Prater Galerie besteht aus drei gleichberechtigten Bereichen ‒ der physischen Galerie, Prater Digital und dem Bereich der Kulturellen Bildung. Die kommunale Prater Galerie existiert mit wenigen Unterbrechungen seit 1967 in der Kastanienallee in Prenzlauer Berg, einem der bekanntesten und pulsierendsten Stadtteile Berlins. Sie widmet sich Themen der Gegenwart in einem breiteren postsozialistischen, postmigrantischen und globalen Kontext und wirft gleichzeitig einen interessierten Blick zurück auf die Kunst im Ost-Berlin der 1960er bis 1990er Jahre. Ein besonderer Programmfokus liegt auf internationaler zeitgenössischer Kunst, insbesondere Kunst aus dem östlichen Europa. Gemeinsam mit Künstler:innen, Kurator:innen und Akteur:innen aus dem (zivil-)gesellschaftlichen Umfeld möchte sie einen offenen Kunstort für die Nachbarschaft und darüber hinaus etablieren.

Prater Galerie
Prater Galerie, Kastanienallee 7-9, 10435 Berlin
Leitung: Katharina von Hagenow
pratergalerie.de
@pratergalerie

Die Prater Galerie ist eine Einrichtung des Fachbereichs Kunst und Kultur im Amt für Weiterbildung und Kultur des Bezirksamts Pankow von Berlin und Mitglied im Arbeitskreis der Kommunalen Galerien Berlin.
Die Eröffnung und die Ausstellung werden unterstützt durch den Bezirkskulturfonds und den Fonds für Ausstellungsvergütungen für bildende Künstler:innen der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.