Die Hufelandstraße im Bötzowviertel in Prenzlauer Berg wird zur Fahrradstraße. Bereits die Schleifarbeiten am Kopfsteinpflaster im Herbst vergangenen Jahres haben Fahrkomfort und Sicherheit deutlich verbessert. Am 29. Juli 2026 startet die zweite Bauphase und dauert voraussichtlich fünf Wochen.
Zwischen der Greifswalder Straße und der Straße Am Friedrichshain werden auf über 600 Metern Markierungen für die neue Fahrradstraße aufgebracht, Beschilderung aufgestellt und letzte Schleifarbeiten durchgeführt. Als Teil des Radvorrangnetzes hat die Hufelandstraße eine wichtige Funktion für den Radverkehr im Ortsteil Prenzlauer Berg. Die neue Fahrradstraße sorgt künftig für mehr Sicherheit und ein angenehmeres Miteinander auf der Hufelandstraße.
Von der Umgestaltung profitieren alle:- mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger
- bessere Orientierung und Sicherheit für alle durch sichtbare Rotmarkierungen an Kreuzungen und Einmündungen
- fünf ausgewiesene Liefer- und Ladezonen für Gastronomie, Handel und Handwerk sowie für private PKW zum Be- und Entladen
- bessere Sichtachsen an Querungsstellen z. B: durch Fahrradabstellbügel
- ruhigere Atmosphäre und weniger Lärm durch geringeren Autoverkehr
- weniger Konfliktsituationen durch Radfahrer auf dem Gehweg
Die zweite Bauphase startet am 29. Juli
Nachdem der Großteil der Schleifarbeiten im Oktober 2025 umgesetzt wurde, ist die Bauleistung im Frühjahr vergeben worden. Mit Beginn der zweiten Bauphase werden die letzten Arbeiten für die Einrichtung der Fahrradstraße in der Ferienzeit umgesetzt. Dazu gehören weitere Schleifarbeiten am Kopfsteinpflaster, insbesondere in einem Abschnitt, der im vergangenen Jahr noch von einer Baustelleneinrichtung belegt war. Zudem werden die Übergangsbereiche zwischen der geglätteten Fahrgasse und den Parkstreifen nachbearbeitet. Anschließend erhält die Hufelandstraße ihre neue Gestaltung: Fahrbahnmarkierungen werden aufgebracht, Kreuzungsbereiche rot eingefärbt und Liefer- und Ladezonen gekennzeichnet. Darüber hinaus werden Fahrradanlehnbügel installiert sowie die typischen Fahrradstraßen-Piktogramme und Verkehrszeichen angebracht.
Sperrungen und Einschränkungen während der Bauzeit
Die Arbeiten dauern voraussichtlich fünf Wochen. Während dieses Zeitraums wird die Hufelandstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Dies betrifft auch die Kreuzungen mit der Esmarchstraße, Bötzowstraße und Hans-Otto-Straße. Die Parkplätze entlang der Straße sowie die Carsharing-Ladesäulen können während der Bauzeit nicht genutzt werden. Nach Abschluss einzelner Bauabschnitte werden sie schrittweise wieder freigegeben.
Die Erreichbarkeit für Müllabfuhr, Feuerwehr, Rettungsdienste und Lieferverkehr bleibt gewährleistet. Die Zufahrten zu den Tiefgaragen bleiben möglich.
Merkmale von Fahrradstraßen
Die neue Fahrradstraße wird vier Meter breit und durch einen grün markierten Streifen am Fahrbahnrand, Piktogramme und Rotmarkierungen in Kreuzungsbereichen sichtbar. In Fahrradstraßen hat der Radverkehr Vorrang. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren. Für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h.
Die Hufelandstraße wird künftig mit dem Schild “Anlieger frei” ausgewiesen. Auto- und Motorradfahrerinnen und -fahrer dürfen die Straße befahren, wenn sie ein berechtigtes Anliegen haben – zum Beispiel, wenn sie dort wohnen, eine Arztpraxis besuchen oder einkaufen wollen. Müllfahrzeuge, Rettungswagen und die Feuerwehr dürfen die Fahrradstraße jederzeit befahren.
Über das Vorhaben
Im Rahmen des Projekts werden insgesamt 3.700 m² Kopfsteinpflaster der Hufelandstraße geschliffen – mit Ausnahme der Fläche für parkenden Kfz-Verkehr. Das entspricht der Fläche von mehr als einem halben Fußballfeld. Die Umgestaltung wird wissenschaftlich begleitet. Untersucht werden unter anderem die Griffigkeit der Fahrbahn, mögliche Lärmminderungen und die Nutzung der Fahrradstraße. Die Ergebnisse der Begleituntersuchung sollen im Herbst 2026 veröffentlicht werden.
infraVelo koordiniert als Bauherrin die Bauausführung für die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und den Bezirk Pankow. Das Vorhaben wird durch Landesmittel finanziert.