Projektvereinbarung für Erweiterungsbau des Primo-Levi-Gymnasiums unterzeichnet

Pressemitteilung vom 10.07.2026

Bezirksamt Pankow, Senat und HOWOGE bringen bedeutende Schulbaumaßnahme auf den Weg

Für das Primo-Levi-Gymnasium in Weißensee ist ein weiterer wichtiger Schritt zur baulichen Weiterentwicklung des Schulstandortes erfolgt. Mit dem gestrigen Abschluss der Projektvereinbarung zwischen dem Bezirksamt Pankow von Berlin, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH werden die Voraussetzungen für die Standortentwicklung, die Baurechtsschaffung sowie die Planung und Errichtung eines Schulergänzungsbaus geschaffen.

Der Ergänzungsneubau soll auf dem Grundstück Woelckpromenade 8–10 sowie auf einer Teilfläche des östlich angrenzenden Grundstücks Woelckpromenade 11 entstehen. Vorgesehen ist die Entwicklung des Standortes zu einem 2-6-6-zügigen Gymnasium einschließlich Außenanlagen und Stellplätzen.

Jörn Pasternack, Stadtrat für Schule, Sport und Facility Management: „Mit dem Abschluss der Projektvereinbarung beginnt ein entscheidender Abschnitt für die Weiterentwicklung des Primo-Levi-Gymnasiums. Die Schule ist stark nachgefragt und leistet bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Versorgung mit gymnasialen Schulplätzen im Bezirk und darüber hinaus. Mit dem geplanten Ergänzungsneubau investieren wir gezielt in die Bildungsqualität, in gute Lernbedingungen und in die Zukunft unserer wachsenden Stadt. Ich danke allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und freue mich auf die gemeinsame Umsetzung dieses wichtigen Vorhabens.“

Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung: „Mit dem Ergänzungsbau schaffen wird dringend benötigte Schulplätze im Pankower Ortsteil Weißensee. Das beliebte Primo-Levi-Gymnasium ist hier das einzige Gymnasium vor Ort. Mit der Berliner Schulbauoffensive schaffen wir die Bildungsinfrastruktur, die unsere wachsende Stadt braucht. Mein Dank gilt der HOWOGE und dem Bezirk für die gute Zusammenarbeit.“

Daniela Riedel, Bereichsleiterin für Schulbau der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH: „Wir freuen uns sehr mit der unterschriebenen Projektvereinbarung in die konkrete Planung und den Bau des Ergänzungsneubaus für das Primo-Levi-Gymnasium einzusteigen. Nachdem nun alle Rahmenbedingungen für das Grundstück, das Raumprogramm und die Finanzierung geklärt sind, werden wir mit gewohnter Geschwindigkeit loslegen und das Projekt umsetzen. Damit können wir unseren Beitrag dazu leisten, die dringend benötigten Schulplätze im Bezirk Pankow zu schaffen. Wir freuen uns auf das Vorhaben und die Zusammenarbeit!“

Uwe Schramm, Schulleiter des Primo-Levi-Gymnasiums: „Für das Primo-Levi-Gymnasium war heute ein sehr wichtiger Tag. Mit der Unterzeichnung der Projektvereinbarung und dem daraus resultierenden Neubau erwarte ich eine deutliche Verbesserung der Unterrichtsbedingungen. In der „guten Stube“ von Weißensee entsteht mit dem historischen Schulgebäude von 1910, dem Neubau und der Sporthalle der Campus Primo-Levi. Ein Dankeschön an die Stadt Berlin“

Das Primo-Levi-Gymnasium blickt auf eine lange Schultradition an zwei Standorten zurück. Das Haus B in der Woelckpromenade wurde zwischen 1908 und 1910 nach Plänen von Carl James Bühring als Realschule errichtet. Das Haus A in der Pistoriusstraße entstand in den Jahren 1926 bis 1928 als Oberlyzeum. Im Schuljahr 2005/2006 wurden beide Einrichtungen organisatorisch zusammengeführt; seit 2007 trägt die Schule den Namen Primo-Levi-Gymnasium.

Die Schule verfügt über ein ausgeprägtes mathematisch-naturwissenschaftliches Profil, ist Teil des nationalen Excellence-Netzwerks MINT-EC und bietet seit vielen Jahren bilinguale deutsch-englische Klassen an. Zudem engagiert sich das Gymnasium regelmäßig im Programm Model United Nations und stärkt damit politische Bildung, Sprachkompetenz und internationale Perspektiven.

Mit dem Neubau sollen die räumlichen Voraussetzungen für eine Entlastung der Bestandssituation, für eine leistungsfähige schulische Organisation sowie für die anschließende brandschutztechnische Ertüchtigung der Bestandsgebäude geschaffen werden. Zugleich soll auf ein zusätzliches Interimsgebäude verzichtet werden können. Der Neubau schafft eine moderne Campusstruktur für das Primo-Levi-Gymnasium und ermöglicht erstmals eine zusammenhängende, zukunftsfähige Schulorganisation an einem Standort.

Die Maßnahme wurde im April 2026 durch die Taskforce Schulbau der Neubautranche BSO III zur Umsetzung durch die HOWOGE zugewiesen. In der nächsten Projektphase wird die HOWOGE in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Bezirksamt Pankow das bestätigte Bedarfsprogramm in eine funktionale Baubeschreibung überführen. Auf dieser Grundlage sollen die weiteren Planungsschritte und ein Wettbewerb zur Entwicklung des planerischen Konzepts vorbereitet werden.

Die geprüfte Kostenschätzung für den Neubau liegt gemäß Bedarfsprogramm bei rund 63,87 Millionen Euro. Die bauliche Realisierung ist nach derzeitigem Projektstand für die Jahre 2029 bis 2033 vorgesehen; eine Schlüsselübergabe kann frühestens ab 2033 erfolgen.