Am Mittwoch, dem 29. April 2026, lädt Paula Panke e. V., unterstützt durch das Bezirksamt Pankow, zu einer Gedenkveranstaltung sowie einer anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt ein. Die Veranstaltungen verbinden Erinnerung, Austausch und politische Einordnung.
Gedenkveranstaltung an der Mühlenstraße um 17:00 Uhr
Den Auftakt bildet um 17:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Femizids an Zohra Gul in Pankow vor vier Jahren. Am Gedenkort Mühlenstraße/Ecke Maximilianstraße wird gemeinsam erinnert und innegehalten. Neben musikalischen Beiträgen von Clemens Hoffmann und Rosalie Noll (Musikschule Béla Bartók) sprechen Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch, Nadja Bungard (Projektleitung Frauenzentrum Paula Panke) sowie Dorothée Dimer-Maroldt vom „Netzwerk gegen Feminizide“. Das Gedenken würdigt Zohra Gul, macht geschlechtsspezifische Gewalt sichtbar und setzt ein Zeichen gegen Femizide.
„Femizide – wieso? Was tun?“ – Podiumsdiskussion bei Paula Panke um 19:00 Uhr
Im Anschluss findet von 19:00 bis 20:30 Uhr im Frauenzentrum Paula Panke in der Schulstraße 25 eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Femizide – wieso? Was tun?“ statt. Im Zentrum steht das Buch „Mit Männern leben“ der französischen Philosophin Prof. Dr. Manon Garcia. Das Buch dokumentiert den Prozess zu den Verbrechen gegen Gisèle Pelicot und analysiert unter anderem strukturelle Ursachen von Gewalt gegen Frauen. Manon Garcia wird nicht persönlich anwesend sein, ihre Thesen bilden jedoch die Grundlage für das Gespräch.
- Moderation: Nadja Bungard, Projektleitung Frauenzentrum Paula Panke
- Babette Eichler, Ansprechpartnerin für Kriminalprävention und Opferhilfe, Weißer Ring e. V.
- Dorothea Pilz von der Gruppe Politisch-Philosophischer Dialog (Frauenzentrum Paula Panke)
- Dorothée Dimer-Maroldt, Netzwerk gegen Feminizide
- Stefanie Auf dem Berge, Bezirksamt Pankow, Koordination für die Umsetzung der Istanbul-Konvention.
Die Diskussion widmet sich den strukturellen Ursachen geschlechtsspezifischer Gewalt, gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Handlungsmöglichkeiten in Politik und Zivilgesellschaft. Darüber hinaus wird über das Hilfesystem für Betroffene von Gewalt in Berlin informiert.
Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten sowie an Personen aus der feministischen, sozialen und politischen Praxis. Teilnahme: ohne Anmeldung und kostenfrei (Spenden willkommen)
Auf einen Blick:
Gedenkveranstaltung: 17:00 Uhr am Gedenkort Mühlenstraße/Ecke Maximilianstraße, 13187 Berlin
Podiumsdiskussion: 19:00-20:30 Uhr im Frauenzentrum Paula Panke, Schulstraße, 13187 Berlin
Kontakt und weitere Infos:
Nadja Bungard (Programm / Öffentlichkeitsarbeit bei Paula Panke e. V.)
kommunikation@paula-panke.de, Tel.: 030 / 480 99 846,
paula-panke.de