Die Groundkeeper GmbH aus Kiel ist eine der beiden Gewinnerinnen der City Challenge Berlin 2025. Ausgezeichnet wurde das Startup für sein innovatives Konzept eines digitalen Hallenbuchs zur automatisierten Erfassung und Auswertung von Nutzungszeiten bezirklicher Sportstätten. Die Lösung wird ab sofort im Bezirk Pankow in einem Pilotprojekt getestet.
Digitaler Auftakt in der Fröbelstraße 17
Im Rahmen einer feierlichen Auftaktveranstaltung am 11. November in der Fröbelstraße 17, 10405 Berlin im Haus 9 kamen die Projektbeteiligten zusammen. Darunter waren Vertreterinnen und Vertreter der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, des Bezirksamts Pankow und das Team der Groundkeeper GmbH. Ziel der City Challenge ist es, die digitale Transformation der Berliner Verwaltung durch gezielte Kooperationen mit Startups, KMU sowie Wissenschaft und Forschung voranzutreiben. Unterstützt werden digitale Lösungen, die sich an dringliche Problemstellungen in der Verwaltung richten, leicht übertragbar sind und damit das Potenzial haben, berlinweit Wirkung zu entfalten.
Analoge Hallenbücher bald Vergangenheit
Mit dem digitalen Hallenbuch wird der bislang analoge und papierbasierte Prozess der Nutzungsdokumentation von Sporthallen vollständig digitalisiert. Aktuell tragen Vereine und andere Nutzungsgruppen ihre tatsächlichen Belegungen noch handschriftlich in physische Hallenbücher ein. Diese werden von Platzwarten eingesammelt, per Post an das Schul- und Sportamt geschickt und dort manuell ausgewertet. Die stellt einen enormen Aufwand für alle Beteiligten dar.
Die neue Lösung ersetzt den bisherigen analogen Prozess durch eine QR-Code-basierte Erfassung der tatsächlichen Nutzungszeiten. Dabei sollen relevante Rahmendaten wie Datum, Nutzungszeitraum, genutzte Teilfläche, Art der Nutzung und die Gruppengröße erfasst werden. So wird ein effizienter Soll-Ist-Abgleich mit den vergebenen Belegungszeiten ermöglicht. Diese Technologie bettet sich prozessual und organisatorisch reibungslos in die bestehende Struktur der Sportanlagenverwaltung ein.
Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management, Jörn Pasternack, betont:
„Das digitale Hallenbuch ist ein echter Fortschritt für unseren Verwaltungsalltag. Es entlastet nicht nur die vielen ehrenamtlich engagierten Vereinsverantwortlichen, sondern auch unsere Mitarbeitenden. Ich freue mich, dass wir dieses innovative Projekt im Bezirk Pankow umsetzen dürfen und bin überzeugt, dass es Vorbildcharakter für ganz Berlin haben kann.“
Ziel: Verwaltung modernisieren und digital vernetzen
Die City Challenge Berlin 2025 fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt und wurde von der Senatskanzlei gemeinsam mit der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH organisiert. Sie unterstützt Pilotprojekte, die schnell umsetzbar sind, sich gut in bestehende Prozesse integrieren lassen und die Verwaltungen effizienter, moderner und bürgernäher machen. Für jedes Gewinnerprojekt stellt die Senatskanzlei ein Umsetzungsbudget von bis zu 25.000 Euro zur Verfügung.
Die Umsetzung des digitalen Hallenbuchs beginnt noch im November 2025. Bei erfolgreichem Verlauf soll die Lösung auf weitere Berliner Bezirke übertragen werden.