Bezirksstadtrat Jörn Pasternack macht deutlich: Die Grundschule am Weißen See wird noch in diesem Schuljahr in das neue Schulgebäude umziehen, spätestens in den Osterferien 2026. Seit seinem Amtsantritt 2023 begleitet er die bereits 2018 begonnene Baumaßnahme mit Nachdruck und setzt sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln dafür ein, dass der Schulstandort baldmöglichst wieder in Betrieb gehen kann und die Schulgemeinschaft in ihr schönes, neues, saniertes Gebäude zurückkehren kann.
Gemeinsam mit den zuständigen Beschäftigten des Hochbauamts sowie des Schul- und Sportamts arbeitet Herr Bezirksstadtrat Pasternack intensiv daran, den Umzug der Schulgemeinschaft bereits in den Winterferien 2026 zu realisieren. Allen Widrigkeiten zum Trotz bleibt dieses Ziel klar im Fokus.
Verzögerungen durch Lieferengpässe, Witterung und Firmen
Die Baumaßnahme ist ein Sinnbild für die Herausforderungen, die bei vielen kommunalen Bauvorhaben derzeit auftreten. Massive Lieferengpässe – etwa bei Fenstern, Türen, technischen Anlagen oder Bodenbelägen – haben den Baufortschritt zuletzt ebenso belastet wie witterungsbedingte Verzögerungen, krankheitsbedingte Ausfälle, unzuverlässige Fachfirmen und wiederholte Vandalismusschäden auf der Baustelle. Hinzu kamen vergaberechtliche Schwierigkeiten bei der gewerksweisen Ausschreibung einzelner Leistungen.
Diese Probleme beschränken sich nicht auf die Baustelle am Weißen See. Auch andere, durch den Bezirk Pankow in gewerksweiser Vergabe betreute Maßnahmen, sind zunehmend von Qualitätsmängeln, fehlenden Leistungen oder erheblichen Zeitverzögerungen betroffen. Eine Konsequenz daraus ist die verstärkte Prüfung des Einsatzes von Generalunternehmern. Diese unterliegen nicht den gleichen vergaberechtlichen Anforderungen. Bei Sanierungen von denkmalgeschützten Gebäuden, wie im Fall der Grundschule am Weißen See, birgt dies jedoch finanzielle Risiken, da unvorhersehbare Sanierungserfordernisse schwer planbar sind.
Reform des Vergaberechts
BezirksstadtratJörn Pasternack hat das Problem erkannt und befindet sich in engem und kontinuierlichem Austausch mit Staatssekretärin Tanja Mildenberger. Ziel ist es, noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode eine Reform des Vergaberechts anzustoßen, unter anderem durch eine Reduktion der formalen Anforderungen an Bewerbungsunterlagen sowie eine Anhebung der Schwellenwerte bei den einzelnen Vergabestufen.
Ob der frühere Umzugstermin in den Winterferien 2026 realisiert werden kann, wird Bezirksstadtrat Jörn Pasternack im Rahmen einer weiteren Pressemitteilung im November bekannt geben.