Baubeginn des Teilprojekts zur Ufersicherung und -gestaltung am Weißen See am 15. Oktober

Pressemitteilung vom 09.10.2025

Am Mittwoch, dem 15. Oktober 2025, findet um 9:00 Uhr der feierliche Spatenstich zum Baubeginn zur Sicherung und Gestaltung des Uferbereichs im Park am Weißen See statt. Treffpunkt ist die Uferzone neben dem Milchhäuschen (Zufahrtsbereich von der Parkstraße aus).

Gemeinsam mit Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki wird damit der Startschuss gegeben für die kommenden umfangreichen Maßnahmen zur ökologischen Ufersicherung sowie zur Errichtung und Umgestaltung der beiden geplanten Aufenthaltsbereiche, welche neben dem ehemaligen Milchhäuschen am Nordufer und vor den Seeterrassen am Südufer des Sees entstehen. Außerdem werden die Gewinner des Kinder-Kreativwettbewerbes „Weißer See – Grünes Ufer“ bekannt gegeben.

1000 Meter lange Benjeshecke
In den kommenden Monaten werden die stark erodierten Uferstellen durch Bodenanschüttungen stabilisiert, um das Gelände langfristig zu sichern. Flachwasserzonen und Böschungen werden mit standorttypischen Gewächsen bepflanzt, um das ökologische Gleichgewicht zu stärken und die Artenvielfalt zu fördern. Entlang weiter Teile des Ufers entsteht eine rund 1.000 Meter lange Benjeshecke, die in den sensiblen Naturbereichen als Rückzugsort für Wildtiere dient und gleichzeitig den direkten Zugang zu besonders empfindlichen Abschnitten einschränkt. Die Hecke besteht aus Totholz, Robinienpfählen sowie Rankhilfen. Sie dient insbesondere dem Schutz der Wasservögel, aber auch zahlreichen Insekten und kleinen Tieren. Zudem werden zwei neue barrierearme Aussichtsplattformen, sogenannte Seebalkone errichtet. Ausblicke auf den See sowie Beobachtungen der Tierwelt werden so ermöglicht. Begleitend werden Wildwiesen eingesät, Landschaftsrasen angelegt und zuführende Wegeabschnitte mit Natursteinmaterial errichtet.

Umfangreiche Beteiligung vorab
Seit September 2023 wird die Sanierung im Park am Weißen See von einem Beteiligungsverfahren begleitet. Einige der nun geplanten Maßnahmen zur Klimaanpassung sind als Ideen in der Online-Beteiligung oder den PARKWerkstätten entstanden.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Website von mein.berlin.de.

*
Plakate werden präsentiert*
Nachdem sich zahlreiche Kinder und Jugendliche im Rahmen der Stadtnaturkampagne mit ihren Ideen am Wettbewerb „Weißer See -Grünes Ufer“ beteiligt hatten, werden nun die Siegerplakate mit „Uferbotschaften“ erstmals im Park öffentlich präsentiert.
Die bunten Aushänge versetzen Betrachtende in die Lebensperspektiven der Ufertiere und zeigen mögliche Botschaften an Besucherinnen und Besucher. Die ausgewählten Plakate beschäftigen sich mit den Themen „Enten nicht füttern“, „Hunde an die Leine“ und „Müll in die Mülleimer“. Sie werden in mehreren Bereichen der Parkanlage aushängen.

Lebensräume für Pflanzen und Tiere erhalten
„Der Park am Weißen See ist nicht nur ein beliebter Erholungsort für viele Berliner, sondern auch ein empfindlicher und zuletzt stark in Mitleidenschaft gezogener Naturraum“, erklärt Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum. „Durch die anstehenden baulichen Maßnahmen soll das Ufer langfristig gegen Erosion gesichert werden. Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden erhalten bzw. besser geschützt sein. Ich bitte alle Besucherinnen und Besucher um Verständnis für die temporären Einschränkungen, die während der Bauzeit auftreten können.“

Die Maßnahme wird vom BBSR – dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel gefördert. Ergänzende Mittel stellt der Bezirk Pankow aus der Investitionsplanung bereit. Weiterhin werden zweckgebunden Gelder aus der Zuweisung an den Bezirk aus dem gesicherten Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR – (PMO-Mittel) verwendet.
Die Kosten für das Teilprojekt zur Ufersicherung und Gestaltung belaufen sich auf rund 1,9 Mio. Euro.

Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise und werden sich voraussichtlich bis in das Frühjahr 2026 erstrecken.

Informationen zum aktuellen Stand bzw. etwaigen Einschränkungen sind baubegleitend auf der Berliner Beteiligungsplattform zu finden.