Angriff auf Mitarbeiter des Ordnungsamtes Pankow

Pressemitteilung vom 27.08.2025

Bei einer Kontrolle am 26.08.25, gegen 13:15 Uhr, wurde ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes Pankow durch einen tätlichen Angriff schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich am S-Bahnhof Pankow im Bereich der Haltestelle des Schienenersatzverkehrs an der Kreuzung Berliner Straße/Hadlichstraße.
Im Rahmen der Zielvereinbarung von Bezirk Pankow und Berliner Senat “Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum” führten zwei Dienstkräfte des Ordnungsamtes Kontrollen zur Kleinstvermüllung in zivil durch. Im Zuge dessen sprachen Sie einen Mann auf eine Ordnungswidrigkeit an, nachdem er eine Zigarettenkippe auf den Boden geworfen hatte und wiesen sich als Mitarbeiter des Ordnungsamtes aus. Der Mann verweigerte die Angaben zu seiner Identität, was eine weitere Ordnungswidrigkeit darstellt. Zudem verhielt er sich aggressiv und beleidigte die Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Daraufhin wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen. Dem Mann wurde durch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes mitgeteilt, dass er die Beleidigungen unterlassen solle, da diese eine Straftat darstellen und er wurde darum gebeten, sich nicht weiter aggressiv zu verhalten.

Als der Bus des SEV eintraf, versuchte der Mann in diesen einzusteigen und sich so der Feststellung seiner Personalien zu entziehen. Die Dienstkräfte des Ordnungsamtes forderten den Mann auf, an Ort und Stelle zu bleiben, da die Polizei gleich eintreffen würde und gaben den Weg zum Bus nicht frei.
Daraufhin griff der Mann die Mitarbeiter des Ordnungsamtes an. Er versetzte ihnen Faustschläge und biss einem der beiden in die Wange. Dies verursachte eine klaffende Wunde, die der ambulanten Behandlung im Krankenhaus bedurfte.

Anschließend flüchtete der Mann in die Hadlichstraße und konnte dort von der eintreffenden Polizei gestellt werden. Da später seitens Polizei festgestellt wurde, dass der Mann, mit einer übertragbaren Krankheit infiziert sein könnte, wurde eine staatsanwaltschaftlich angeordnete Blutentnahme durchgeführt.

Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlichen Raum, war zum Einsatz selbst vor Ort war und wurde in diesem Zusammenhang von dem Mann ebenfalls frauenfeindlich beleidigt. Sie äußerte sich bestürzt:
„Die Brutalität, mit der meine Mitarbeiter angegriffen wurden, hat mich zutiefst erschüttert. Gewalt gegen diejenigen, die täglich im Einsatz für unsere Stadt sind, ist in keiner Weise hinnehmbar. Es ist mir völlig unerklärlich, wie man wegen eines Verwarnungsgeldes von 55,- € so ausrasten kann.
Mein besonderer Dank gilt den Kollegen, die in dieser Situation besonnen gehandelt haben sowie Polizei und Rettungskräften. Dem verletzten Mitarbeiter wünsche ich von Herzen eine baldige und vollständige Genesung und hoffe, dass er keine bleibenden Schäden davonträgt.
Leider reiht sich dieser extreme Vorfall in eine Reihe von Ereignissen ein, in denen Staatsbedienstete auf Ablehnung, Aggressivität und Gewalt bei der Ausführung Ihrer Arbeit für die Allgemeinheit treffen. Wir werden dies zum Anlass nehmen, zu überprüfen, ob die Ausrüstung und Ausbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angepasst werden sollten. Deren Selbstschutz und Sicherheit steht für mich als Dienstherrin immer an erster Stelle.“