Im November 2024 feuerte das russische Militär in den frühen Morgenstunden Dutzende Marschflugkörper und ballistische Raketen auf Ziele in der gesamten Ukraine ab. Ziel der Angriffe war die Energieinfrastruktur des Landes. Auch Pankows Partnerstadt Riwne im Westen der Ukraine wurde getroffen: Hunderttausende Haushalte in Riwne und Umgebung waren ohne Strom und Wasser. Die Stadtverwaltung arbeitete unermüdlich daran, die Folgen der Angriffe zu beseitigen.
Erfolgreicher Spendenaufruf des Bezirksamtes
Das Bezirksamt Pankow zeigte sich solidarisch mit der Partnerstadt und rief zu Spenden auf. Zeitgleich wurden verschiedene Verbände und Hilfsorganisationen kontaktiert. Das Hilfegesuch aus Pankow fand Gehör. Anfang des Jahres meldete sich der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und bot seine Unterstützung an.
Die Amprion GmbH ist einer der vier größten Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands und unterhält ein 11.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz von der Nordsee bis zu den Alpen. Das Unternehmen transportiert Strom für rund 29 Millionen Menschen und ermöglicht durch den Netzausbau die zuverlässige Integration erneuerbarer Energien. Angesichts der kontinuierlichen Raketenangriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat Amprion bereits umfangreiche Hilfsmaßnahmen für ukrainische Netzbetreiber durchgeführt. Zahlreiche Notstromaggregate aus Amprion-Umspannanlagen wurden bereits in die Ukraine geliefert. Umso erfreulicher ist es, dass auch der Pankower Hilferuf erhört wurde.
Neun Generatoren für Notfälle
Dank der professionellen und effizienten Organisation der Amprion-Mitarbeiter konnten neunleistungsstarke Generatoren mit jeweils einer Kapazität von 11,5 kVA bereitgestellt werden. Diese werden voraussichtlich innerhalb eines Monats in Riwne eintreffen.
„Es ist sehr erfreulich, dass die Amprion GmbH auf das Hilfegesuch unserer Partnerstadt Riwne reagiert hat und uns tatkräftig bei der Vorbereitung der Überführung dieser Geräte unterstützt“, sagt Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch. „Diese Generatoren werden in wichtigen Infrastruktureinrichtungen in Riwne zum Einsatz kommen und die Energieversorgung für Notfälle absichern“, so die Bürgermeisterin weiter.
Zusätzlich haben zahlreiche Bürger:innen aus Pankow Geldspenden im Rahmen des Hilfsaufrufs geleistet. Diese Mittel werden zur Finanzierung des Transports dieser Geräte verwendet. „Dafür sind wir außerordentlich dankbar und schätzen diese gelebte Solidarität mit der Ukraine sehr“, betont die Bürgermeisterin.