Der Berliner Senat und das Bezirksamt Pankow haben eine Zielvereinbarung zum Thema „Sauberkeit und Ordnung im öffentlichen Raum“ unterzeichnet. Ziel der Initiative ist es, durch regelmäßige Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen die Müllverschmutzung im Bezirk nachhaltig zu reduzieren und so das Stadtbild sowie die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Überwachung durch „Waste Watcher“
Die Zielvereinbarung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2025 befristet und umfasst Maßnahmen, die direkt vor Ort umgesetzt werden. Der Bezirk erhält dafür Sachmittel in Höhe von 20.000 Euro, um individuelle Präventionsstrategien entwickeln und umsetzen zu können. Zudem wurden zwei befristete Stellen für sogenannte „Waste Watcher“ bewilligt, die im Laufe des Jahres zügig besetzt werden sollen. Sie werden an bekannten Müll-Hotspots Kontrollen durchführen und die Einhaltung der Sauberkeitsvorgaben überwachen. Ein Fokus liegt dabei auf der Bekämpfung von Kleinstablagerungen wie Hundekot und Zigarettenkippen sowie größeren Ablagerungen, etwa Sperrmüll und Gewerbeabfällen. Die Einsatzkräfte werden gezielt in Bereichen aktiv, die häufig von Verschmutzungen betroffen sind. Außerdem sind Präventionsmaßnahmen im Rahmen von Sperrmüll-Kieztagen und anderen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen geplant, um über die Auswirkungen von illegalem Müll im öffentlichen Straßenland aufzuklären.
Die Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlichen Raum, Manuela Anders-Granitzki:
„Im letzten Jahr erhielt das Ordnungsamt Pankow mehr als 17.500 Meldungen aus der Bevölkerung zu Problemen mit Müll im öffentlichen Raum. Das sind mehr als doppelt so viel wie noch im Jahr 2019 und 4.000 Meldungen mehr als im Jahr 2023. Jede einzelne Meldung ist eine zu viel. Mit dieser Zielvereinbarung gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer sauberen und lebenswerten Stadt. Sauberkeit im öffentlichen Raum ist ein grundlegender Beitrag für die Lebensqualität der Menschen in Pankow. Neben der Zielvereinbarung wird Pankow daher auch im Jahr 2025 an den überaus erfolgreichen und gemeinsam mit den Berliner Stadtreinigungsbetrieben durchgeführten Sperrmüll-Kieztagen sowie an den aus dem vergangenen Jahr bekannten Aktionstagen zur Beseitigung sogenannter Schrotträder festhalten. Bis die zusätzlichen „Waste Watcher“ ihren Dienst aufnehmen können, werden wir im Rahmen der personellen Möglichkeiten und unter Berücksichtigung des sonstigen Einsatzgeschehens entsprechende
Maßnahmen bereits mit dem Bestandspersonal intensivieren“.