Im Rahmen der denkmalgerechten Instandsetzung des Schulstandorts Pasteurstr. 7-11 in 10407 Berlin wurde jetzt eine neue Sporthalle eröffnet. Der Bau an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße im Bötzowviertel in Prenzlauer Berg wurde als „gestapelte“ Zweifeldhalle errichtet und ist über eine Verbindungsbrücke und Übergänge vom Schulgebäude aus zu erreichen. Die Kosten betragen laut Investitionsprogramm Berlin etwa 20,3 Mio. Euro.
Jörn Pasternack, Bezirksstadtrat für Schule, Sport und Facility Management:
„Mit der Eröffnung dieser modernen Sporthalle in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße schließt das Bezirksamt Pankow nach umfassendem Einsatz über mehrere Wahlperioden nicht nur eine historische Baulücke, sondern schafft einen wichtigen Meilenstein für Pankower Schulen und Sportvereine. Jetzt steht hier ein funktionales Sportgebäude, welches durch Sport- und Bewegungsraum die Schülerinnen und Schüler des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums sowie alle Sportbegeisterten miteinander verbindet. Die Nebenbereiche der neuen Sporthalle mit Sozial- und Technikräumen bieten optimale Bedingungen, während das Fassadenbild das Stadtbild bereichert. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement und wünsche allen Schülerinnen und Schülern sowie Sportlerinnen und Sportlern viel Freude in dieser neuen Sporthalle. Dieses Bauprojekt war kein Sprint, sondern ein Marathon.“
Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung:
„Die Berliner Schulbauoffensive ist an vielen Stellen in Pankow sichtbar, so auch hier im beliebten Bötzowkiez: Das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium hat in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße eine neue Sporthalle erhalten. Die Schulgemeinschaft freut sich über viel Platz in den zwei übereinander gebauten Zweifeldsporthallen, dazu gehören auch zeitgemäße Umkleide-, Geräte- und Sanitärräume. Die Schülerinnen und Schüler kommen über eine direkte Verbindung schnell vom Bestandsgebäude in der Pasteurstraße zu ihrem Sportunterricht, zudem ist die Halle barrierefrei erschlossen. Und nach Schulschluss steht das Gebäude umliegenden Sportvereinen für verschiedene Disziplinen zur Verfügung. Der Neubau der Sporthalle gehört neben der bereits erfolgten denkmalgerechten Instandsetzung des Schulstandorts in der Pasteurstraße zu einer umfangreichen Baumaßnahme im Bezirk. Das zeigt: Wir bauen zeitgemäße Räume für Sport und Bewegung und schaffen auch durch die Sanierung
von Bestandsgebäuden neue, moderne Schulplätze!“
Stahlbetonverbundbauweise
Die Grundkonstruktion des zweigeschossigen Hallen- und sechs-/ bzw. viergeschossigen Nebenbereiches mit Sozial- und Technikräumen wurde in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Die zwei übereinanderliegenden Doppelsporthallen haben jeweils eine Fläche von 22 × 44 Metern und eine Höhe von sieben Metern. Beide Ebenen haben eigene Umkleiden, Sanitär-, Regie-, Geräte- und Technikräume.
Moderne und helle Fassade
Die Hauptfassade des Neubaus orientiert sich zum Straßenraum Dietrich-Bonhoeffer-Straße und wird im Wesentlichen durch zwei Gestaltungselemente geprägt. Über etwa drei Viertel des oberen Fassadenbereichs erstreckt sich eine vorgehängte Fassade aus bedruckten Faserzentplatten, die eine große Glasfläche einfassen. Im Erdgeschoss sorgt ein durchgängiges Glasband für Licht im Inneren und einen ansprechenden Anblick für Passanten. Die Süd-Ost-Fassade wirkt eher geschlossen und erhält eine Fassadenbegrünung. Schmale Fensterbänder markieren das Treppenhaus und ein Vordach schützt den Eingang vor Witterung. Das begrünte Flachdach wurde ohne Dachflächenfenster ausgeführt, nur ein Oberlicht dient als Belichtung des Treppenhauses.
Unwägbarkeiten vor Baubeginn
Bevor 2016 mit dem Bau begonnen wurde, waren zunächst einige Unwägbarkeiten zu bewältigen. Zunächst mussten in der durch Kriegseinwirkung entstandenen Baulücke die Grundstücke Dietrich-Bonhoeffer-Straße 6, 7, 8 und 9 erworben werden. Die Verhandlungen dazu zwischen 2013 und 2015 verliefen schwierig, u. a. weil eine Erbengemeinschaft beteiligt war und die Grundstücke sich in einem damaligen Sanierungsgebiet befinden.