Die bisher namenlose öffentliche Grünanlage zwischen Danziger Straße, Diesterwegstraße und Ella-Kay-Straße in Prenzlauer Berg heißt mit Veröffentlichung im Amtsblatt für Berlin Nr. 50 vom 29.11.2024 und dem Ablauf der Widerspruchsfrist nun offiziell Ashkelon-Platz.
Städtepartnerschaft besteht seit 1994
Damit soll die dreißigjährige Partnerschaft des Bezirks Pankow mit der Stadt Ashkelon in Israel gewürdigt werden. Diese Städtepartnerschaft ist ein Erbe des ehemaligen Bezirks Weißensee und wurde am 7. Juli 1994 offiziell begründet mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde durch die beiden Bürgermeister: Benny Vaknin für Ashkelon und Gert Schilling für Weißensee. In den letzten Jahren wurde die Partnerschaft wieder mehr mit Leben gefüllt, so waren erst israelische Jugendliche im vergangenen Sommer zum sportorientierten Jugendaustausch sowie im September zu einer musikalischen Begegnung in Pankow.
Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist Ashkelon, aufgrund seiner Nähe zum Gazastreifen, immer wieder Ziel von Raketenbeschuss. In der Zeit befand sich auch eine Pankower Jugendgruppe zum Austausch in Ashkelon, die zum Glück wohlbehalten zurückkehren konnte.
Daraufhin startete das Bezirksamt Pankow zusammen mit dem Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon e.V. eine Spendenaktion zur Unterstützung Ashkelons und die Bezirksverordnetenversammlung Pankow beschloss einstimmig einen überparteilichen Antrag zur Benennung des Ashkelon-Platzes, um ein Zeichen der uneingeschränkten Solidarität mit der Partnerstadt sowie gegen Antisemitismus zu setzen.
Manuela Anders-Granitzki, Bezirksstadträtin für Ordnung und Öffentlicher Raum, führt zur Intention der Benennung aus: „Durch den Ashkelon-Platz senden wir eine Botschaft an die Menschen in unserer Partnerstadt Ashkelon, dass wir als Pankower seit dreißig Jahren und insbesondere in diesen schwierigen Zeiten fest an ihrer Seite stehen und sie jederzeit in unserem Bezirk und unserer Stadt willkommen sind. Den Israelhassern und Antisemiten in Berlin wird damit gezeigt, dass sie unsere Stadt nicht repräsentieren, sondern die Freundschaft zu Israel sowie die Solidarität mit Jüdinnen und Juden weiterhin selbstverständlich sind. Der Waffenstillstand zwischen Israel und den Terroristen der Hamas sowie die Freilassung mehrerer israelischer Geiseln lässt Hoffnung aufkommen, dass bald Frieden herrscht und der Besuch unserer Partnerstadt wieder uneingeschränkt möglich ist. Mein Dank gilt an dieser Stelle auch dem Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon, der die Städtepartnerschaft pflegt und sich für diese Benennung besonders eingesetzt hat.“
Die feierliche Einweihung des Platzes wird unter Einbeziehung der Partnerstadt Ashkelon, der Bezirksverordnetensammlung Pankow sowie des Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon e.V. in den nächsten Wochen stattfinden. Darüber wird gesondert informiert.