Newsletter Weiterbildung und Kultur Juli-August 2026

Liebe Lichtenbergerinnen und Lichtenberger,
liebe Kulturinteressierte,

der Sommer in Lichtenberg ist vielfältig, lebendig und voller Kultur. Der aktuelle Newsletter gibt einen Einblick in zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellungen, Ferienangebote und Begegnungsformate, die unseren Bezirk in den kommenden Wochen prägen.

Ob Kultursommer, kreative Angebote für Kinder und Jugendliche, Ausstellungen, Musik, Stadtspaziergänge oder Orte der Erinnerung – Lichtenberg zeigt einmal mehr, wie breit und engagiert Kultur hier gedacht und gelebt wird. Besonders in den Sommermonaten wird sichtbar, wie wichtig Kultur im öffentlichen Raum, in unseren Einrichtungen und im nachbarschaftlichen Miteinander ist.

Ich danke allen Beteiligten, die dieses Programm ermöglichen, und wünsche Ihnen viel Freude beim Entdecken, Mitmachen und Erleben.

Mit herzlichen Grüßen

Daniela Bell
Leitung Amt für Weiterbildung und Kultur

News

Kachel Kultursommer 2026.jpg

Kultursommer Lichtenberg bis zum 30. September

Unter dem diesjährigen Kampagnentitel „Lichtenberg. Mehr Sommer als du denkst.“, werden besondere Veranstaltungen, Kulturorte und kreative Akteurinnen und Akteure im Bezirk sichtbar gemacht. Erstmals lädt der Kultursommer Lichtenberg Menschen aus dem Bezirk dazu ein, Sommerbotschafter zu werden.
Der Kultursommer Lichtenberg ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Lichtenberg in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur.

Ferienkurse

Sommerferien-Angebot der Jugendkunstschule Lichtenberg

Während der Berliner Schulferien werden besondere Kurse angeboten, für einen halben oder ganzen Tag, meinst von Montag bis Freitag. Hier kann für mehrere Tage in ein künstlerisches Umfeld eingetaucht werden, um tolle Projekte umzusetzen. In einer Gemeinschaft mit anderen Kindern, Jugendlichen und Künstlern. Bis 31. Juli: wird beispielsweise ein eigenes Hörspiel erstellt, mit Acrylfarbe gemalt und dabei das Spielen auf einem Cello ausprobiert oder im öffentlichen Raum eine große Wand gestaltet. Zu den kostenlosen Kursen.

Kakadus,Cacatua galerita

Sommerferienprogramm im Tierpark Berlin: 13. Juli bis 5. August

Die Sommerferien im Tierpark Berlin werden zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle kleinen Tierfreunde! Eine ganze Woche lang begeben sich die Kinder auf ein spannendes Abenteuer und erkunden gemeinsam mit einem erfahrenen Guide die faszinierende Welt der Tiere. Die verschiedenen Thementage setzen immer wieder neue Schwerpunkte und laden zum Entdecken und Staunen ein. Spannende Fragen werden erforscht, tierische Geheimnisse gelüftet und das Wissen der Kinder mit kreativen Experimenten und Bastelprojekten aktiv erweitert. Ein besonderes Highlight: Exklusive Blicke hinter die Kulissen, die einzigartige Einblicke in den Tierpark-Alltag ermöglichen.

Kunst und Kultur

Ausstellung - LANDSCHAFT

3. Juli: Vernissage von „Landschaft“ von Tom Lehn im Kulturhaus Karlshorst

Um 19 Uhr eröffnet im Foyer im 1. OG die Ausstellung „Landschaft“ von Tom Lehn. Der Maler streift mit seinem Fahrrad durch die Gegend und malt seine Werke mit allem, was die Natur hergibt. Dabei entstehen Landschaften, die von dem Malprozess mitgestaltet sind – einem „eruptiven Prozess intensiver Bewegung“.
Die Ausstellung ist bis 3. Oktober zu sehen. In der Galerie hängt noch bis 23. August die Ausstellung „Intension & Essenz“ mit Malerei von Paula Krause. Die Berliner Künstlerin Paula Krause lädt zu einer psychologisch geprägten Reise durch narrative und dekonstruktive Bildwelten ein, in denen Hoffnung, Konflikt und innere Spannung sichtbar werden. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 Uhr bis 18 Uhr, Samstag 14 Uhr bis 18 Uhr, Eintritt frei.

Katharina Reich: Uhrengehäuse (Detail)

23. Juli: rk – Galerie für zeitgenössische Kunst – Vom Sammeln des Flüchtigen

Der Kunstverein Tiergarten ist bis Ende 2026 in der rk – Galerie für zeitgenössische Kunst, Möllendorffstr. 6, zu Gast mit einer Ausstellungsreihe, die sich dem Sammeln widmet. Am 23. Juli wird um 18 Uhr die Ausstellung „Archive des Ephemeren“ eröffnet. Sie fragt, wie wir Vergängliches festhalten können. Was bleibt, wenn ein Ereignis vorbei ist? Und welche Formen des Speicherns können flüchtige Prozesse würdigen?

Die Ausstellung läuft bis 25. September. Ein Schaudepot wird fortlaufend mit Besuchenden entwickelt und mit jeder Ausstellung neu verknüpft. So entsteht ein gemeinsamer Wissensspeicher, der wächst, verschiedene Sinne anspricht und unterschiedliche Perspektiven verbindet. Eine Reihe in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur (Fachbereich Kunst und Kultur), gefördert durch den Fonds für Präsentationen zeitgenössischer Bildender Kunst sowie der Kulturförderung Lichtenberg-Hohenschönhausen. Geöffnet Mo bis Fr von 10 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Jürgen Eisenacher

Bis 4. August: Jürgen Eisenacher im studio im HOCHHAUS

Jürgen Eisenachers Werk umfasst Malerei und Zeichnung sowie Collagen, Objekte und Skulpturen. Er setzt Mittel der Satire und Überspitzung ein, um der Welt und der zum Teil grotesken Ausformungen von Herrschaft und Gewalt mit Humor entgegenzutreten. Aber es geht Eisenacher nicht nur um die Abgründe der Welt, sondern auch um ihre Schönheit und Gelassenheit – ohne das Politische der menschlichen Existenz und seine eigenen Standpunkte zu verschweigen. Die Ausstellung ist von Mo. bis Fr. 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Studio im Hochhaus, Zingster Str. 25, 13051 Berlin.

Marie Eberhardt, Antonia und Stefanie, 2025 (Detail)

13. August, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung im studio im HOCHHAUS

Die Fotografin Marie Eberhardt zeigt vom 14. August bis 10. Oktober 2026 ihre Ausstellung „Zwischen Trennung und Verbindung“. Mütter und Töchter verbindet Nähe und Fürsorge, aber auch Abgrenzung und Konflikt. In ihrer Ausstellung „Zwischen Trennung und Verbindung“ widmet sich die Fotografin Marie Eberhardt Mutter-Tochter-Paaren aus Berlin-Lichtenberg und fragt danach, welche Orte, Erinnerungen und Erfahrungen ihre Beziehungen form(t)en.
Dabei entstand eine Portraitserie mit analoger Mittelformatkamera, die intime Einblicke in vielschichtige familiäre Bindungen zeigt. Die Ausstellung ist vom 14. August bis 10. Oktober 2026 zu sehen. Studio im Hochhaus, Zingster Str. 25, 13051 Berlin.

Arbeiten von Inge und Marco Flierl

Bis 16. August: Inge und Marco Flierl in der Galerie 100

Bis 16. August: Inge und Marco Flierl in der Galerie 100
In diesem Jahr hätte die Textilkünstlerin Ingeborg Flierl ihren 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass präsentiert die Galerie 100 eine Ausstellung mit Einblicken in die Vielfalt ihres künstlerischen Schaffens. Gezeigt werden Tapisserien und Gobelins aus den Jahren 1952 bis 2007, die die Entwicklung ihrer unverwechselbaren Bildsprache über mehr als fünf Jahrzehnte dokumentieren.

Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Papierarbeiten, die einen facettenreichen Eindruck ihres umfangreichen Œuvres vermitteln. Den Werken von Ingeborg Flierl werden Skulpturen ihres Sohnes Marco Flierl gegenübergestellt. Im Mittelpunkt stehen figurative, farbig patinierte Bronzen in unterschiedlichen Formaten. Mit ihrer eindringlichen Präsenz, fein differenzierten Oberflächen und nuancierten Farbfassungen entfalten sie eine besondere erzählerische Kraft und unverwechselbare Ausstrahlung. Geöffnet Di. bis Fr., 10 bis 18 Uhr und So., 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Galerie 100, Konrad-Wolf-Str. 99, 13053 Berlin.

Unschärfen der Ordnung

26. August, 19 Uhr: Ausstellungseröffnung „Unschärfen der Ordnung“ in der Galerie 100

In der Ausstellung „Unschärfen der Ordnung“ begegnen sich vier künstlerische Positionen von Jürgen Kellig, Udo Klenner, Bettina Lüdicke und Andre Putzmann. Auf jeweils eigene Weise arbeiten sie mit Strukturen, Rhythmen und Systemen und stellen sie zugleich infrage. Gemeinsam entfalten die Werke ein vielschichtiges Bild von Ordnung als wandelbarem Konzept – sinnlich erfahrbar, formal präzise und offen für Unschärfen. Ob durch zeichnerische Raster, überlagerte Farbschichten, geometrisch geformte Verdichtungen oder skulpturale Liniengeflechte: Immer wieder geraten Ordnungen ins Flirren, lösen sich auf, verschieben sich ineinander. Es ist ein Spiel mit Klarheit und Mehrdeutigkeit. Oft wird eine poetisch-philosophische Ebene angesprochen: Jede Arbeit spielt mit Ordnungssystemen, zeigt diese fragil oder bringt sie gleichzeitig ins Wanken.

Die Ausstellung ist vom 27. August bis 18. Oktober 2026 zu sehen. Geöffnet Di. bis Fr., 10 bis 18 Uhr und So., 14 bis 18 Uhr. Eintritt frei. Galerie 100, Konrad-Wolf-Str. 99, 13053 Berlin.

Lange Nacht der Bilder in der Kunstfabrik HB 55, 2024.

4. September: 19. Lange Nacht der Bilder in Lichtenberg

Ob Atelierkomplex, Werkstatt, Galerie oder Kunstoase im Grünen: Zur Langen Nacht der Bilder öffnen sie ihre Türen in Lichtenberg. Auftakt ist um 17 Uhr im Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin. Ab 18 Uhr zeigt die Kreativszene Bilder, Skulpturen, Installationen, Performance-Kunst und Konzerte.

Alles lässt sich auf eigene Faust erkunden oder bei einer der geführten Touren, zu denen man sich ab 17. August unter kulturring@langenachtderbilder.de anmelden kann. Alle Angebote sind kostenfrei. Das Programm finden Sie unter www.langenachtderbilder.de; ein Faltplan liegt an teilnehmenden Orten und in öffentlichen Einrichtungen aus.

Die Lange Nacht der Bilder wird vom Bezirksamt Lichtenberg, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur, in Kooperation mit dem Kulturring in Berlin e. V. und mit der finanziellen Unterstützung der Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH veranstaltet.

Stadtbibliothek

VÖBB SommerChallenge

VÖBB Sommer Challenge 2026 – Lesen, Hören, Schauen und Gewinnen!

Die Sommerferien stehen vor der Tür und die Stadtbibliothek Lichtenberg lädt alle Kinder von 6 bis 12 Jahren zur VÖBB Sommer Challenge 2026 ein. Vom 6. Juli bis 22. August 2026 heißt es: lesen, hören, schauen und kreativ werden! Für jedes gelesene Buch, jedes gehörte Hörbuch und jeden geschauten Film sammeln die Teilnehmenden Stempel in ihrem Sommer-Challenge-Clubheft. Wer darüber hinaus kreativ wird und etwas zu seinem Lieblingsbuch zeichnet, malt, schreibt oder bastelt, hat die Chance auf tolle Gewinne. Der Abschluss der Sommer Challenge wird am 5. September 2026 mit einem großen Fest in der Anton-Saefkow-Bibliothek gefeiert. Dort werden unter allen Teilnehmenden leserattenstarke Preise verlost. Begleitend zur Challenge finden regelmäßige Clubtreffen in den Sommerferien statt:
  • Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek: jeden Mittwoch, 14–16 Uhr
  • Anna-Seghers-Bibliothek: jeden Donnerstag, 14–16 Uhr, ab dem 16. Juli 2026

Die Anmeldung ist ab dem 6. Juli 2026 in der Anna-Seghers-Bibliothek, Anton-Saefkow-Bibliothek und der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek möglich.
Die Stadtbibliothek Lichtenberg freut sich auf viele geschichtenbegeisterte Kinder und wünschen allen Teilnehmenden viel Spaß bei der Sommer Challenge 2026!

Grönne Festival

Kreative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche

Die Stadtbibliothek lädt zu spannenden Workshops rund um Kreativität, Technik und Nachhaltigkeit ein. Ob Nähen, Bauen, Programmieren oder Ausprobieren – hier ist für viele Interessen etwas dabei: LEGO® Build the Change + Playful Libraries Wie können wir unsere Erde und andere Planeten schützen? Dieser Frage gehen Kinder ab acht Jahren beim kreativen LEGO®-Workshop in der Anna-Seghers-Bibliothek nach. Gemeinsam werden Ideen und Modelle für eine nachhaltige Zukunft entwickelt. Die Termine finden jeweils von 14 bis 16 Uhr statt:

Robotikwerkstatt: Fußball-WM in der Bibliothek
Am 16. Juli 2026 von 10 bis 12 Uhr wird die Anton-Saefkow-Bibliothek zum Fußballstadion der besonderen Art. In der Robotikwerkstatt können Kinder ab 6 Jahren Technik spielerisch entdecken und ihre eigenen Herausforderungen rund um die Fußball-WM meistern.
Anmeldung: anton.saefkow.bibliothek@lichtenberg.berlin.de .

Legowerkstatt: Bau dir deine Zukunft
Wie sieht deine Zukunft aus? In der Legowerkstatt am 6. August 2026 von 10 bis 12 Uhr gestalten Kinder ab 6 Jahren mit Legosteinen ihre eigenen Zukunftsvisionen und kreativen Bauwerke in der Anton-Saefkow-Bibliothek.
Anmeldung: anton.saefkow.bibliothek@lichtenberg.berlin.de .

Nähworkshop: Dein eigenes T-Shirt
Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren mit ersten Näherfahrungen können am 18. und 19. August 2026, jeweils von 10 bis 13 Uhr, in der Anna-Seghers-Bibliothek ihr eigenes T-Shirt anfertigen. Der zweitägige Workshop vermittelt Schritt für Schritt den Weg zum selbst genähten Kleidungsstück.
Anmeldung: anna.seghers.bibliothek@lichtenberg.berlin.de .

App-Olympiade
Welche Apps machen Spaß, welche sind besonders kreativ oder nützlich? Bei der App-Olympiade am 20. August 2026 von 10 bis 12 Uhr in der Anton-Saefkow-Bibliothek testen und bewerten Kinder ab 6 Jahren ausgewählte Apps und werden selbst zu Expertinnen und Experten der digitalen Welt.
Anmeldung: anton.saefkow.bibliothek@lichtenberg.berlin.de .

Alle Ferienangebote sind kostenfrei bieten die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, eigene Ideen umzusetzen und gemeinsam mit anderen kreative Ferienerlebnisse zu sammeln.

Digitale Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben

ExpertenRat: Pflege 4.0 – Digitale Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben

Digitale Technologien können den Alltag erleichtern und dazu beitragen, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „ExpertenRat“ informiert Arndt Schmitz am 20. August 2026 um 18 Uhr in der Anton-Saefkow-Bibliothek über aktuelle Entwicklungen im Bereich Pflege 4.0.

Vorgestellt werden digitale Helfer und altersgerechte Assistenzsysteme, die sich auch nachträglich in Wohnungen integrieren lassen. Im Mittelpunkt stehen praktische Fragen rund um Kommunikation, Sicherheit und Sturzprävention sowie die Auswahl geeigneter technischer Lösungen für unterschiedliche Lebenssituationen.

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte, pflegende Angehörige, Betroffene sowie Fachkräfte aus der ambulanten Pflege. Sie bietet einen verständlichen Überblick über Möglichkeiten, Herausforderungen und Einsatzbereiche moderner Unterstützungssysteme im Alltag.
Eine gute Gelegenheit, sich über innovative Hilfsmittel zu informieren und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung: anton.saefkow.bibliothek@lichtenberg.berlin.de, oder unter 030 902963790

Malchower See

27. August,. 15 Uhr: Wanderung I Klimaanlage Baum – Stadtgrün im Zeichen des Klimawandels

Wie helfen Bäume dabei, unsere Städte auch an heißen Sommertagen lebenswert zu halten? Dieser Frage widmet sich die Wanderung „Klimaanlage Baum“ rund um die Anna-Seghers-Bibliothek.
Gemeinsam mit Doreen Hantuschke begeben sich die Teilnehmenden auf einen Spaziergang durch das Quartier und erfahren, warum Stadtbäume für Klima, Gesundheit und Lebensqualität eine immer wichtigere Rolle spielen. Gerade in Zeiten des Klimawandels tragen sie dazu bei, Hitzeinseln zu reduzieren, Schatten zu spenden und das Mikroklima in dicht bebauten Stadtgebieten zu verbessern.

Ein ausgewachsener Laubbaum kann mit seiner Krone eine Fläche von mehr als 150 Quadratmetern beschatten und damit die Umgebung spürbar abkühlen. Darüber hinaus wirken sich Bäume positiv auf das Wohlbefinden der Menschen aus und helfen dabei, die Aufheizung von Straßen und Gebäuden zu verringern.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Naturhof Malchow statt. Treffpunkt und Ende der Wanderung ist die Anna-Seghers-Bibliothek.
Teilnahme kostenfrei. Anmeldung: anna.seghers.bibliothek@lichtenberg.berlin.de

Museum und Geschichte

Gedenkstele Ehepaar Naujocks

Gedenktafel für das Ehepaar Naujocks

Mit der neuen Gedenktafel erinnert das Bezirksamt Lichtenberg und der Verein Licht-Blicke e.V. dem Ehepaar Max und Hertha Naujocks in der Dorfstraße 9 in 13051 Berlin. Die Stele, die ursprünglich am Wartenberger Weg stand, war in den vergangenen Jahren immer wieder beschädigt worden.

Hertha und Max Naujocks aus Malchow, versteckten in den Jahren 1943 bis 1944 die jüdische Familie Moritz, Regina und Ellen Weiß in ihrer Wohnlaube in der Kolonie Wiesenhöhe.

Am neuen Ort neben der Stele für den Dorfpolizisten Wilhelm Behr in der Dorfstraße 9 soll die Gedenkstele für das Malchower Ehepaar nun vor Beschädigungen besser geschützt sein.

Inforoute Platte & Co

100 Jahre Plattenbau: Führungen zur Baugeschichte in Lichtenberg

Vor 100 Jahren begann in Berlin-Friedrichsfelde der Bau der ersten Wohnsiedlung in Großtafelbauweise. Der vom damaligen Stadtbaurat Martin Wagner initiierte Versuchsbau setzte erstmalig Bau- und Wohnideen um, die zum Vorbild späterer industrieller Fertigungsweisen wurden. Im 1926 nach Weimar umgezogenen Bauhaus nahmen architektonische, künstlerische soziale Vorstellungen Gestalt an, die Ausgangspunkte für zukünftige großstädtische Wohn- und Lebenswelten enthielten.

Bis in die fortschrittfeindliche Nazi-Herrschaft hinein entstanden Wohnsiedlungen mit diesen neuen Wohnideen auch in Lichtenberg. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges bestand die Notwendigkeit schnellen und rationellen Bauens. Das Wiederaufgreifen der Ideen Martin Wagners von 1926 und der Bautechnologie der Architekten Goettel und Priemke brachte die Entwicklung der industriellen Wohnungsbauweise entscheidend voran. In Lichtenberg sind mit den Großsiedlungen in Friedrichsfelde, Fennpfuhl und Neu-Hohenschönhausen Anfangs- und Endpunkte dieser Entwicklung zu finden.

Zum Jubiläum bietet das Museum Lichtenberg kostenlose Führungen an:

29. August, 14 Uhr: Führung Die Vielfalt in der “Monotonie” – Führung entlang der Inforoute Platte & Co
Treffpunkt: Vor dem U-Bahnhof Tierpark, Ausgang Dathepromenade

12. September, 14 Uhr: Führung “Modellregion für die Gegenwart?” Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen
Treffpunkt: Tram-Station Zingster Str. /Prerower Platz (Linie M 5)

Sonderausstellung Queer in Lichtenberg

Ab 27. August: „Klingel bei Anna“ – Eröffnung der Sonderausstellung 100 Jahre queeres Leben in Lichtenberg

Bis heute scheint queeres Leben in Lichtenberg ein Nischenthema zu sein. In den 1980erjahren wurden anlässlich der Friedenswerkstätten auf dem Gelände der Rummelsburger Erlöserkirche Belange Homosexueller Menschen in der DDR thematisiert – damals noch ein gewagtes Ereignis.

Erstmalig zeigt das Museum Lichtenberg eine umfangreiche Sonderausstellung über die Vergangenheit und Gegenwart queeren Lebens in Lichtenberg. Sie wird kuratiert von Neo Seefried und Karl-Heinz-Steinle und fußt auf eine Forschungsarbeit, die im letzten Jahr auf Initiative der Queer-Beauftragten des Bezirks, Sabine Pöhl, geleistet wurde.

Der Wohnraum als geschützter Ort steht im Zentrum der Ausstellung, die anhand von Biografien, Freundeskreisen, Orten, Zusammenschlüssen und Events die Vielfalt queeren Lebens im Bezirk zeigt. In spielerischer aber auch respektvoller Weise werden Objekte und Bilder der Erinnerung queerer Menschen vorgestellt: Sie illustrieren, wie unter den gesellschaftlichen Bedingungen unterschiedlichster Zeiten versucht wurde, in Lichtenberg ein erfülltes Leben zu führen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Begleitprogramm, das Abendveranstaltungen und Sonderführungen vorsieht. Die Ausstellung wird bis Ende Mai 2027 geöffnet sein.

Impressum

Newsletter Weiterbildung und Kultur in Lichtenberg
Hrsg.: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Amt für Weiterbildung und Kultur
Ihr Ansprechpartner: Hanno Fischer
Telefon 030 90296-3758 | Kultur.news@lichtenberg.berlin.de
Internet: Kommunale Kultur und Bildung in Berlin-Lichtenberg
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